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Feuerwerke

Feuer und Flamme

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Feuerwerke können kitschiges Geballer sein, aber auch flüchtige Kunstwerke. Zu klassischer Musik oder vor historischer Kulisse zeigen sie Städte und ihre Architektur in einem ganz anderen Licht. | Nils Hille


Brennender Fluss

Rhein in Flammen: Ein Landschaftsabschnitt wird hier besonders beleuchtet

3. Mai bis 20. September, diverse Orte am Rhein. Eine ganze Landschaft erfährt hier eine besondere Beleuchtung. „Rhein in Flammen“ steht für jährliche Großfeuerwerke, die zu verschiedenen Daten an einzelnen Abschnitten des Mittelrheins gezündet werden. Die Besucher können an vier Terminen auf hell erleuchteten Schiffen über den Fluss fahren. Jeweils bei Eintreffen der Paraden an einzelnen Abschnitten werden Feuerwerke gezündet.

Bei der ersten Tour in der Region Bonn zum Beispiel tauchen zahlreiche rote Bengalfeuer die Uferpromenaden, Burgruinen und Schlösser in festliches Licht. Fünf Höhenfeuerwerke werden dabei von Bord eines Schiffes gezündet. Das Finale findet an der Bonner Rheinaue mit einem großen musiksynchronen Abschlussfeuerwerk statt. Bei der letzten Veranstaltung in St. Goar fährt der Konvoi dagegen nicht. Die Schiffe liegen während der Feuerwerke zwischen Burg Maus und Burg Rheinfels fest. Auch ohne Schiffsticket lässt sich das jeweilige Farbenspiel in der Höhe beobachten. Entlang der Flussufer locken Feste jedes Jahr Hunderttausende Zuschauer an.


Unrunder Geburtstag

Hafengeburtstag: Hamburg erwartet auch in diesem Jahr wieder eine Million Besucher

9. bis 12. Mai, Hamburg. Um die Pfingsttage feiert der Hamburger Hafen Geburtstag. Auch wenn es mit dem 819. nicht gerade ein rundes Wiegenfest ist, werden auch diesmal wieder eine Million Besucher erwartet. Am Samstag, den 10. Mai, kann das Feuerwerk über der Elbe bestaunt werden.


Einer wird gewinnen

Hannover: Der 18. Internationale Feuerwerkwettbewerb zieht Pyrotechniker aus aller Welt an

10. Mai bis 27. September, Hannover. Er ist ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: Der 18. Internationale Feuerwerkwettbewerb zieht Pyrotechniker aus aller Welt wieder in die niedersächsische Hauptstadt. An fünf Terminen werden die Künstler in den Herrenhäuser Gärten gegeneinander antreten. Die Raketen sorgen dabei nicht allein für die besondere Stimmung – Musik und Kleinkunst werden mit ihnen kombiniert. Im Mai eröffnet der Sieger des letzten internationalen Wettbewerbs Macedo’S Pirotecnia aus Portugal den Konkurrenzkampf um den Titel. Einen Monat später geht mit Intermède ein französisches Team an den Start. Sie richten den einzigen europäischen Winterwettbewerb in Courchevel aus. Bis September werden noch Mannschaften von den Philippinen, aus Dänemark und Kanada erwartet. Orientiert an den jeweiligen Nationen lockt ein passendes Rahmenprogramm traditionell schon einige Stunden vor den Wettbewerbsbeiträgen die Gäste in die Gärten zum Picknick und Flanieren. Die Anzahl der Eintrittskarten für alle Abende ist begrenzt.


Olympisches Feuer

Kölner Lichter: Die Musik zum Feurwerk ist immer einem besonderen Thema gewidmet

12. Juli, Köln. Die einen grillen Würstchen, die daneben schlürfen Champagner; und alle warten gemeinsam auf das Feuerwerk. Auch zu den „Kölner Lichtern“ passt das Motto der Stadt „Jeder Jeck ist anders“, das die berühmte Vielfalt der Bewohner beschreiben soll. Vom Ablauf her ist die Veranstaltung ähnlich wie „Rhein in Flammen“ konzipiert. Die Musik zum Feuerwerk ist immer einem besonderen Thema gewidmet. Für die pyrotechnische Reise durch die Geschichte Kölns im letzten Jahr wurde sogar eigens ein Klassikstück komponiert. Ein großes Orchester spielte die Komposition von Günter Hässy, die mit Tönen von der Römerzeit bis zu denen der ersten Karnevalsumzüge nach dem Zweiten Weltkrieg reichten. Nur wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Peking wird diese internationale Veranstaltung das diesjährige Thema sein. Seit Monaten wird an den passenden Effekten gearbeitet, schließlich gilt China als Ursprungsland des Feuerwerks.


Geburtstagslicht

Geburtstagsfeuerwerk: München feiert sein 850-jähriges Bestehen

26. Juli, München. Die Münchner haben dieses Jahr einen besonderen Grund, ein Feuerwerk in die Luft zu schießen. Die bayerische Landeshauptstadt feiert ihren 850. Geburtstag. Im Rahmen dieses Festes wird der „Münchner Sommernachtstraum“ einer der Höhepunkte sein. Stimmungsvolle und populäre Musik, gepaart mit einem darauf abgestimmten Lichtspiel, geben zum vierten Mal der Veranstaltung ihren Namen. Das Großfeuerwerk begeisterte im vergangenen Jahr über 60 000 Besucher. Auch für dieses Jahr wird wieder ein rund 35-minütiges furioses

Zusammenspiel von Licht, Feuer, Wasser und Musik“ angekündigt. Der Olympiasee dient dabei als Refle­xionsfläche, das Ufer wird durch Illuminationen in Szene gesetzt. Von jedem Punkt des Geländes soll der Zuschauer das Geschehen genießen können. Die Besucher des Open-Air-Festes erwartet auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.


Klassiker

Klassiker: Zum Klang der Musik werden Laser und Raketenbilder geformt

April bis August, diverse Städte. Einen ganzen Abend lang Licht und Flammen in Kombination mit Livemusik bietet die Tour „Flames of classic“. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Roland Mell werden Melodien bekannter Komponisten wie Mozart, Bach oder Johann Strauß gespielt. Auch Auszüge aus den Werken Carmen und Aida sind zu hören. Im passenden Rhythmus werden dazu Laser und Raketen Bilder formen.


Weitere Feuerwerke

Großartig: Feuerwerke begeistern immer wieder ihre Besucher

14. Juni, Japantag, Düsseldorf
www.japantag-duesseldorf-nrw.de

Juli, diverse Städte
www.schlossinflammen.de
5. und 6. September, Pyronale 2008, Maifeld am Olympiastadion, Berlin
www.pyronale.biz
Mai bis Oktober, PyroGames 2008, diverse Städte
www.pyrogames.de

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