Die Architektenkammern vermitteln das Thema der Expo Real mit einem skulpturalen Stand aus Recyclingmaterial. | Tanja Waldmann
Ressourcenknappheit, Klimawandel, demografischer Wandel, Flächenverbrauch, Mobilität … – all diese Worte sind mittlerweile zum festen Bestandteil unseres Vokabulars geworden. Ein einziger Begriff dämmt diese Wortflut ein; er steht für die Notwendigkeit einer allumfassenden Gegenstrategie: Nachhaltigkeit. Das Interesse der Immobilienwirtschaft an nachhaltigen Konzepten ist noch jung. Zu groß war der Schattenwurf der vermeintlichen Wirtschaftlichkeit und der schnellen Rendite. Dass sich die Branche im Wandel befindet, kündigt nicht zuletzt die Expo Real an. Die größte ImmobilienmesseDeutschlands lockt vom 6. bis 8. Oktober auch mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Bauen“ nach München.
Der Stand der Bundesarchitektenkammern und vieler Länderkammern setzt den Begriff unmittelbar um. Er zeigt, dass „Nachhaltigkeit“ nicht die Aneinanderreihung einzelner energieeffizienter Maßnahmen darstellt, sondern es sich vielmehr um die Planung und Umsetzung eines stimmigen Gesamtkonzepts handelt, bei dem alle dazugehörigen Komponenten in einer frühen Planungsphase aufeinander abgestimmt sind. Der Stand besteht ausschließlich aus Materialien, die zuvor anderen Messeständen dienten und derer man sich nach einmaligem Verwenden entledigt hatte. Er ist aber keineswegs eine wilde Patchworkarbeit, sondern lässt sich vielmehr mit einer Skulptur vergleichen, die sich aus unterschiedlichsten Materialien zusammensetzt, die über die Wahl der Farbe jedoch zu einem homogenen Ganzen vereint sind. Die einzelnen Bauelemente wurden entsprechend den Standabmessungen und den vorgegebenen Funktionszonen in einer Art 3-D-Puzzle kombiniert und mit ökologisch korrekten Farben homogenisiert. So präsentiert sich der Stand ressourcenschonend, wirtschaftlich, funktional, ästhetisch – eben nachhaltig. Er soll die wichtigsten Produkte der Architekten attraktiv präsentieren: Ideen und Kompetenz.
Komplexere Gebilde wie Gebäude, Quartiere und ganze Städte erfordern die Berücksichtigung einer weitaus größeren Zahl von Komponenten und somit eine weitaus komplexere Planung. Die profunden Kenntnisse, die eine solche nachhaltige Planung voraussetzen, legen Architekten auf diesem einzigartigen Stand im Wechsel von Fach- und Projektvorträgen, Gesprächen und Diskussionsforen dem Publikum dar. Zu diesem Programm laden die Architektenkammern und die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen als diesjähriger Standpartner auf den Stand 132 in Halle C3 ein. Das dreitägige Programm steht auf Seite 36 unten.
Tanja Waldmann ist Referentin für Öffentlichkeits arbeit der Bundesarchitektenkammer.
Für die Unterstützung danken die Architektenkammern folgenden Firmen:
- Bartenbach LichtLabor GmbH
- Durlum GmbH
- Graphisoft Deutschland GmbH
- Hansgrohe AG
- Lindner AG
- Sto AG
- VHV Versicherungen



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