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Königsberg: Ein Klops soll weg

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Volksabstimmung zum Wiederaufbau des Schlosses.

Das Schloss (r.) vor dem Krieg und die Ruine des „Hauses der Räte“ (l.) aus der Sowjetzeit ein.

Über den Wiederaufbau des Schlosses in Königsberg sollen die Bürger der Stadt entscheiden. Georgi Boos, Gouverneur der Region Kaliningrad, kündigte zum Thema eine Volksabstimmung an. Das Schloss war im Krieg nur mäßig zerstört worden und wurde erst 1969 abgerissen. Einen Teil des Orts nimmt jetzt die Ruine des „Hauses der Räte“ aus der Sowjetzeit ein, das wegen Statikproblemen nie fertiggestellt wurde. Über den Schlosswiederaufbau wird seit fast 20 Jahren diskutiert, die Form ist noch unklar. Die Rede war von einem „gotisch stilisierten Hochbau aus Glas und Beton“, der auch dem heutigen Regierungschef Wladimir Putin gefiel; ein originalgetreuer Nachbau wird ebenfalls diskutiert. Völlig unklar ist bisher die Finanzierung. Weit mehr als das Schloss will eine Gruppe um den lokalen Architekten Arthur Sarnitz. Sie plant eine Komplettrekonstruktion der kriegszerstörten Altstadt.

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