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Leserbrief

Fehler wiederholt

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Mit großem Interesse lese ich immer die Beiträge im Deutschen Architektenblatt, so auch dieses Mal, als es um die neue HOAI ging. Im Beitrag wird zur Honorarermittlung ausgeführt, dass in der neuen HOAI die DIN 276-1 in der Fassung vom Dezember 2008 zugrunde zu legen ist. Jahrelang wurde in Fachgremien immer wieder kritisiert, dass in der vorausgegangenen HOAI der Fehler gemacht wurde, eine konkrete Fassung der DIN 276 zu benennen, anstatt nur auf die jeweils aktuell gültige Fassung zu verweisen. So mussten die Architekten jahrelang die Kostenermittlung nach neuer DIN 276 durchführen, für die Honorarermittlung aber die Fassung von 1981 zugrunde legen. Jetzt bestand die Chance, eine derartige Situation für die Zukunft zu vermeiden, indem nicht auf eine konkrete Fassung datiert wird, sondern auf die jeweils aktuell gültige der DIN 276, was bei eventuell zukünftigen Änderungen die Konformität von Kostenberechnung und Honorarabrechnung sichergestellt hätte. Schade und vor allem unverständlich, dass der gleiche Fehler in der neuen HOAI wiederholt wird.

Gerald Lesch, Architekt

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um ein leidiges, leider nicht lösbares Problem: Eine Rechtsvorschrift darf nicht dynamisch, das heißt sich jeweils verändernd, auf einen Normtext verweisen. Nunmehr verweist immerhin die aktuelle Fassung der HOAI auf die der DIN 276 von Dezember 2008.


Diese Meinung bezieht sich auf: Fragen und Antworten erschienen in: DAB 08/09, Seite 30

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