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Eine Skulptur …

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… für die Kammer

Die Häuser deutscher Architektenkammern sollen Baukultur präsentieren, ihrer Funktion entsprechen und einen sorgsamen Umgang mit den Kammerbeiträgen der Mitglieder symbolisieren. Beim Kammerneubau im spanischen Vigo steht eine Botschaft zur Baukultur im Vordergrund, aber offenbar nicht unbedingt Funktionalität und Sparsamkeit. Nach einem Wettbewerb hat die Architektenselbstverwaltung der Provinz Galizien einen Entwurf ihrer Mitglieder Jesús Irisarri und Guadalupe Piñera aus Vigo realisiert. Er setzt zur umgebenden Altstadt auf unbekümmerte Kontrastwirkung sowie auf größtmögliches Bauvolumen in den gegebenen Grundstücks- und Höhengrenzen. Der kleine Vorplatz mit dem schlanken Grün gehört zum Kammerbau, kann und soll aber öffentlich genutzt werden.


…  für Humboldt

Gar nicht nach Barockschloss sieht die „Humboldt-Box“ aus, die über das Projekt auf dem Berliner Schlossplatz informieren soll – ungeachtet der aktuellen Querelen. Das Berliner Büro Krüger Schuberth Vandreike gewann für die Box ein dreistufiges Auswahlverfahren und erläutert: „Das Bauwerk vereint Elemente des Provisorischen und Flüchtigen, wie man sie von Pfahlbauten oder Festzelten kennt. Die gestaltprägende Stahlkonstruktion gegeneinander geneigter Stützen und Ebenen resultiert aus dem optimalen Kräfteverlauf der Lastabtragung oberhalb der Leitungstrassen.“ Die Box kostet fünf Millionen Euro und wird von der Firma Megaposter GmbH errichtet, die sie mit Eintrittsgeldern, Läden und Gastronomie finanzieren will. Die Hälfte der Fläche erhalten die künftigen Betreiber des Humboldt-Forums.


…  für Datteln

Der Prototyp einer kleinen Serie großer Fertighäuser von Daniel Libeskind wird jetzt in Datteln nahe Dortmund fertiggestellt. Die Villa ist mit Zink verkleidet wie seine beiden Museumsbauten in Berlin und Osnabrück, hat aber weniger symbolischen Hintersinn. Sie bietet 515 Quadratmeter, soll aus Gründen der Exklusivität höchstens dreißigmal in der Welt entstehen, doch stets im gebührenden Abstand vom nächsten Modell des gleichen Typs. Der Preis liegt je nach Ort und Ausführung zwischen zwei und vier Millionen Dollar. Fürs Innere haben Hausherren die Wahl zwischen einem dekonstruktivistischen „Libeskind Style“ und einem „Casual Style“, dessen Merkmal ein „softerer Look“ sein soll. Der Prototyp in Datteln wird allerdings nicht bewohnt, sondern ist Eingangsbau der Rheinzink AG, die ihn errichtet.

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