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Leserbrief

Abdichtung von Kellerfußböden

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Von Aufsätzen im Deutschen Architektenblatt erwarte ich klare Ansagen zu den Regeln der Technik – gerade im bauphysikalisch hochkomplexen Bereich bewohnter Kellerräume. Leider war das bei der Bildunterschrift auf S. 36 nicht der Fall: „Jetzt zeigte sich, dass die nach DIN 18560, Teil 2, vorgeschriebene Trennlage aus PE-Folie auf der Dämmung zwar vorhanden war, diese aber Fehlstellen besaß. Dadurch war ihre dampfbremsende Funktion nicht über die gesamte Fläche durchgängig gewährleistet.“ DIN 18560-2:2004-04 schreibt keine Trennlage aus PE-Folie mit dampfbremsender Funktion vor. Dieser Begriff existiert dort nicht. Die DIN verlangt die Festlegung einer dampfbremsenden Funktion bei der Bauwerksplanung. Die DIN unterscheidet und betrachtet jeweils im Detail die
beiden Funktionen Abdeckung und Schutzmaßnahmen. Abdeckungen können nicht als geeignete
Maßnahmen zum dauerhaften Schutz der Dämmschicht gegen Feuchte angesehen werden und haben nur die Funktion, die Dämmung bis zum Erstarren des Estrichs zu schützen. Diese Funktion erfüllt eine Polyethylenfolie mit mindestens 0,1 mm Dicke oder ein anderes Produkt mit vergleichbaren Eigenschaften. Schutzmaßnahmen für die Dämmschicht sind erforderlich, um die Dämmschicht durch geeignete Maßnahmen vor Feuchte, zum Beispiel durch Dampfsperren, zu schützen.

Helmut Böker, Architekt, Oberpframmern


Diese Meinung bezieht sich auf den Artikel „Fußboden-Fallen“ , erschienen in Ausgabe 1_2/2010, Seite 35

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