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Biennale Venedig

Erneuerung und Sehnsucht

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Sehnsuchts- und Streitort: Deutscher Pavillon Venedig mit Idee der Biennale-Kuratoren

Abriss und Neubau des deutschen Biennale-Pavillons in Venedig schlägt der Bundesarchitektenkammer-Präsident Arno Sighart Schmid vor . „Er entspricht so ganz und gar nicht mehr unserem demokratischen Staatsverständnis“, meint Schmid über den Bau von Ernst Haiger aus dem Jahr 1938, der mit seinen mächtigen Pfeilern die Baugesinnung der ­NS-Auftraggeber dokumentiert. Schmid will stattdessen einen Wettbewerb für einen Neubau, der dann 2014 zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfall eröffnet werden könne. Der Altbau habe auch keinen ausreichenden Denkmalwert für einen Erhalt. Ausstellungsmacher hatten immer wieder über ihn geklagt; Christoph Schlingensief als Macher der Kunstausstellung 2011 würde am liebsten den Bau „auf Knopfdruck wegklicken“. Die Macher der Architekturbiennale 2010 wollen ihn jedoch noch nutzen, so gut es geht. Cordula Rau und Eberhard Tröger vom München-Züricher ­Büro Walverwandtschaften präsentieren 150 Werke von Künstlern und Architekten unter dem Motto „Sehnsucht“ als eine der wichtigsten Triebkräfte für Kreativität. Vergangenheit und Architektursprache des Pavillons behandeln die Kuratoren neutral; ein schimmernder Vorhang zwischen den Säulen soll in den Biennale-„Sehnsuchtsort“ einladen.

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