Architekteneinkommen

Kleine Kinder – kleine Büros

Von Frauen geführte Architekturbüros verdienen weniger. Das liegt an der Art der Aufträge, an Bürogrößen und wahrscheinlich auch an den Arbeitszeiten  Text: Roland Stimpel V­­on Frauen geführte Architekturbüros nehmen im Schnitt ein Drittel weniger Geld pro Beschäftigten ein als die im Besitz von Männern. Sie wirtschaften zwar deutlich sparsamer; dennoch erzielt jede Inhaberin nur etwas mehr als die Hälfte des Überschusses, den männliche Büroinhaber im Durchschnitt für sich verbuchen. In den von Frauen geführten Büros ist der Anteil der Bestandsprojekte … Weiterlesen

Visionen

Fleischhaus statt Knusperhaus

Geht es nach dem New Yorker Architekturprofessor Mitchell Joachim, wird die Menschheit in gut vier Jahrzehnten ihre gebaute Umwelt auf organische Weise erzeugen. Wer jetzt an Calatrava oder Scharoun-Retro denkt, liegt falsch. Auf der Londoner Konferenz „DLDcities: Visionen vom Leben in der Megastadt“ ging es vielmehr um sogenannte biosynchrone Architektur: biologisch an- und abbaubare Betten aus Algen, Häuser aus künstlich erzeugtem Fleisch, Stühle aus Pilzen. Technisch heute schon möglich und irgendwie keine schlechte Idee. Wenn der Kühlschrank mal leer ist, … Weiterlesen

Wettbewerbe

Auslobung 1: Wonnen für den Wein

Dass Baukultur, Weinkultur und Tourismus gut zusammenspielen können, hat der Architekturpreis Wein schon zweimal bewiesen. Jetzt hat die dritte Auslobung begonnen, zu der Einreichungen bis zum 5. Dezember möglich sind. Die Initiative des Weinbauministeriums Rheinland-Pfalz, des Deutschen Weinbauverbandes und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz soll wieder zeigen, wie funktional, ästhetisch und energetisch anspruchsvolle Bauten zum Marktauftritt und der Betriebsphilosophie von Winzern dazugehören. Die ausführlichen Informationen zur Auslobung finden sich auf www.weinundarchitektur.de

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Adrian von Buttlar

„Streitwert des Denkmals“

Adrian von Buttlar gehört zu den profiliertesten Theoretikern der Denkmalpflege. Für ihn zählt nicht der wechselanfällige Schönheitswert von ererbter Architektur, sondern die Lauterkeit im Umgang mit der eigenen Geschichte. So wie bei den heute unbeliebten Hinterlassenschaften des Ideals der „autogerechten Stadt“. Man kann in ihnen sogar spazieren gehen. Weiterlesen

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Querstreber

Die Leere feiern

Stadtplaner, hört auf! Nur wer nichts mehr mit Häusern macht, hat noch Chancen auf den Deutschen Städtebaupreis  Text: Roland Stimpel Vergessen wir Blöcke und Zeilen, Quartiere und Mischung, vergessen wir überhaupt alles, was höher als ein Grashalm aus dem städtischen Boden ragt. Jahrhundertelang haben wir verdichtet und erschlossen, haben Äcker in Parzellen zerhackt und mit unnützem Kram zugemüllt – Wohnhäuser, Gewerbebauten, Schulen und so. Die aktuelle Mode verlangt das Gegenteil: ein leeres Tempelhofer Feld in Berlin zum Beispiel, oder in … Weiterlesen