Netzwerk „in orbit“: Tomás Saraceno im K21

Wer „in Orbit“, die Rauminstallation des Künstlers und Architekten Tomás Saraceno in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erleben möchte, muss Mut mitbringen. Eine riesige Netzkonstruktion unter der Glaskuppel des K21 fordert die Besucher auf, sich in mehr als 20 Metern Höhe spinnengleich zwischen „Sphären“ genannten Kugeln zu bewegen. Doch auch Schwindelunfreien bietet das wacklige Werk interessante Perspektiven. Weiterlesen

Produkte

Anschlag auf die Konferenzkultur

Redner, die nicht zum Punkt kommen wollen, werden mit dem „Meetingstraffer“ zum Abschuss freigegeben. Der Hersteller des Werbeartikels hat an alles gedacht: „Die Gummibänder sind farblich sortiert und können nach optischen Gesichtspunkten zur jeweils tagesaktuellen Kleidung ausgewählt werden.“ Wenn das keinen Stil hat! Weiterlesen

Wettbewerb

Preiswürdige „Interventionen im urbanen Raum“ gesucht

Der „Urban Intervention Award Berlin“ würdigt Projekte, die substantiell zur Aufwertung oder Wiederbelebung innerstädtischer Quartiere beigetragen haben. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt startet die europaweite Ausschreibung erstmals in Kooperation mit der Deutsche Wohnen AG, die Preisgeld stiftet und überdies den neuen „Urban Living Award“. Einreichung der Unterlagen bis 24. August. Weiterlesen

BKI

Alle Kosten im Blick

Drei neue Fachbücher mit statistischen Kostenkennwerten hat das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) herausgebracht. Das erste mit dem Titel „BKI Baukosten Gebäude 2013“ bietet fundierte Kostendaten zu 74 Gebäudearten vom Altenheim bis zu Verbrauchermärkten sowie rund 10.000 Planungskennwerte für Flächen und Rauminhalte zur Überprüfung wirtschaftlicher Grundrisse. Das 762 Seiten schwere Werk kostet 109 Euro. Das Buch „Baukosten Bauelemente 2013“ erlaubt die sichere Kostenberechnung mit Kennwerten der Bauelemente nach Gebäudearten, der DIN 276, nach Ausführungsarten und Leistungsbereichen. Es hat 758 Seiten und … Weiterlesen

Geschäftsklima

Boom bei Geschoss­wohnungen, Flaute beim Staat

Das Geschäftsklima für Architekturbüros ist in diesem Frühjahr noch besser geworden, ermittelte jetzt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in seiner regelmäßigen Umfrage. Es ist so gut wie zu Beginn der Neunzigerjahre, der Zeit des Wiedervereinigungsbooms. 43 Prozent der Befragten bezeichnen ihre Lage als „gut“, nur rund 14 Prozent als „schlecht“. Für die nächsten sechs Monate erwarten 17 Prozent sogar ein noch besseres Geschäft, nur zehn Prozent ein schlechteres. 57 Prozent konnten im ersten Quartal 2013 neue Verträge abschließen; allerdings im … Weiterlesen

Metrostation

Umsteigen und bewundern

Wenn Zaha Hadid eine Bahnstation in Riad plant, dann sieht diese in erster Linie nach Hadid aus, in zweiter auch nach Saudi-Arabien und Bahnhof. In Riad hat sie die „King Abdullah Financial District Metro Station“ entworfen. So lang der Stationsname, so wichtig ist die Funktion als siebengeschossiger Knotenpunkt von drei Linien. Gestaltung und Fassadenmuster sind, wie es im „Baunetz“ heißt, „aus Diagrammen der saudi-arabischen Datenverkehrsanalyse generiert“. Eine lange Bauzeit soll es nicht geben: König Abdullah hat befohlen, dass die nach … Weiterlesen

Köhlbrandbrücke

Neu bauen und bewahren

Die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen ist ein ­ästhetisches Meisterwerk, an dem sich trotz des technisch maroden Zustands die Entwerfer anderer Brücken orientieren. Für ein drei Kilometer weiter südlich geplantes Bauwerk der A 26 gab es jetzt einen Wett­bewerb, den die Ingenieurbüros Schlaich Bergermann und Partner sowie WTM gemeinsam mit dem Kopenhagener Architekturbüro Dissing Weitling gewonnen haben. Ihre neue Brücke mit zwei 130 Meter hohen Pylonen erinnert optisch an die Köhlbrandbrücke, die vom ­Ingenieur Paul Boué und dem Architekten Egon Jux … Weiterlesen

Bahnhof von Rorschach

Absteigen und genießen

Vorn der Bodensee, hinten die Alpen, unten Gleise und Züge: Am Bahnhof von Rorschach gibt es viel zu gucken. Der Architekt Alex Buob aus dem nahen Rorschacherberg hat den Weg zwischen der Station und dem 25 Meter höher gelegenen Wohngebiet zum Genuss-Erlebnis mit dem naheliegenden Namen „AufZug“ gemacht. Brücke, Treppen und Fahrstuhl bieten wechselnde Blicke auf den Landschaftsraum; das Bauwerk selbst präsentiert sich als recht eigenwillige, oben sanft geschwungene Betonskulptur. Schade ist nur: Wer unten angekommen ist, muss zu den … Weiterlesen