Messe Exponatec

Tagung diskutiert Weichenstellungen für deutschen Denkmalschutz

Wo stößt der staatliche Denkmalschutz an seine Grenzen? Überschätzen sich die privaten Initiativen? Ein Kolloquium im Rahmen der Exponatec, internationale Fachmesse für die Bereiche Museen, Konservierung und Kulturerbe, diskutiert die deutsche Denkmalpflege im europäischen Kontext. Dazu sind am 21. November in Köln auch Architekten eingeladen.
(Anmeldung bis 8. November). Weiterlesen

Fachkonferenzen

Hochhausfassadentage in Frankfurt, facade2013 in Detmold

Bei den Frankfurter Hochhausfassadentagen am 8. und 9. November geht es um „Umnutzung – Erneuerung – Verdichtung“: vorgestellt werden internationale Projekte und Lösungsansätze für die Gebäudehülle (Anmeldung bis 30.Oktober). Rund ums Schwerpunktthema „Design versus Development“ wird bei der Konferenz facade2013 am 29. November in Detmold diskutiert (Anmeldung bis 11. November). Weiterlesen

Forschung

Seidenraupen als lebende 3D-Drucker

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben 6500 Seidenraupen zur Fabrikation eines Pavillons eingespannt. Die Tierchen folgten instinktiv einer vorgegebenen Struktur und vollendeten die filigrane Architektur. Ein faszinierendes Video zeigt die spinnenden Raupen bei der Bauarbeit. Weiterlesen

Fachbuch

Daten zum effizienten Bauen

Kostenkennwerte für Energieeffizientes Planen und Bauen werden im aktuellen Band E5 des BKI Baukostenzentrum der Architektenkammern dokumentiert, ausführlich mit Fotos und Baubeschreibungen von 79 Objekten. Das 627-Seiten-Werk (99 Euro) kann für vier Wochen zur Ansicht bestellt werden. Weiterlesen

Buch

Architektur als Stilmittel im „Tatort“

Einen Blick auf die Kulissen der immergrünen Krimireihe wirft das Buch „Schauplatz Tatort – Die Architektur, der Film und der Tod“. Mitautor und Kommissar-Darsteller Udo Wachtveitl nimmt die Paarbeziehungen von Ermittlerteams und Stadträumen ins Visier sowie die Wohnsituationen von Tätern und Opfern unter die Lupe. Letztere scheinen im „Tatort“ bescheidener zu hausen. Weiterlesen

Aufruf

Ideen für die Stadt der Zukunft

Wie muss die Stadt der Zukunft geplant werden und welche Rolle spielt dabei die baukulturelle Qualität? Die Bundesstiftung Baukultur diskutiert die Frage in drei Schwerpunkt-Werkstätten – und ruft zur Beteiligung auf. Projekte, Best-Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen können bis zum 31. Oktober formlos eingereicht werden. Weiterlesen

Bücher

Gesprächsstörung ums Denkmal

Das breite Publikum empfindet Denkmalpflege nicht selten als willkürlich und unverständlich; Denkmalpfleger erleben das Publikum als ignorant. Die Autorin diagnostiziert eine grundsätzliche Kommunikationsstörung, vor allem bei jüngeren Denkmälern. Sie analysiert das am Beispiel eines großen und prominenten Ensembles, der Zeche Zollverein in Essen. Heike Oevermann: Über den Umgang mit dem industriellen Erbe. Eine diskursanalytische Untersuchung städtischer Transformationsprozesse am Beispiel der Zeche Zollverein. Klartext Verlag, 2013, 288 Seiten, 29,95 Euro

Bücher

Klischees vom Planer

40 Bürgermeister, Bauräte und Amtsleiter bekommen weitgehend identische Fragen gestellt und geben weitgehend identische Antworten von dieser Art: „Stadtentwicklung heißt für mich, die Stadt so zu organisieren, dass man darin gut leben kann: gut wohnen, gut arbeiten und das pulsierende Leben so in Bahnen zu lenken, dass es funktioniert.“ Die hier Vorgestellten sind im wirklichen Leben klüger und origineller, als sie im Buch erscheinen. Daniel Arnold (Hg.): Wir bauen Deutschland. 40 Entscheider der Stadtentwicklung im Porträt. Jovis Verlag, 2013, 272 … Weiterlesen

Bücher

Schlechte und gute Schulbeispiele

Der Autor hat sich als Erziehungswissenschaftler lange mit dem Schulbau aus pädagogischer, psychologischer und kindlicher Sicht beschäftigt. Das triste Ergebnis: Gerade Bauten, die in der Fachwelt als architektonisch ambitioniert gelten, werden von Schülern oft als bedrohlich und feindselig erlebt. Deshalb, aber noch mehr wegen der Positivbeispiele und der vielen Gestaltungshinweise ist das Buch eine Pflichtlektüre für jeden Schul-Entwerfer. Christian Rittelmeyer: Einführung in die Gestaltung von Schulbauten Verlag Farbe und Gesundheit, 2013, 164 Seiten, 48 Euro  

Bücher

Lachen und klüger werden

Wunderhübsche Textminiaturen zu Architektur und Wohnen – vom Teelicht über die Teeküche bis zum Einkaufszentrum. Im Vorwort wird der Autor als „Experte, der über sein Fachgebiet lachen kann“ beschrieben. Es ist ein sehr erkenntnisförderndes Lachen. Wolfgang Bachmann: Drinnen. 77 Beobachtungen zwischen Tür und Angel. Eisenhut Verlag, 2013, 162 Seiten, 12,90 Euro

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Bücher

Wirtschaftshilfe fürs Büro

Selbstständige Architekten sind Unternehmer – auch wenn das höchste Ziel gutes Bauen ist, nicht maximaler Gewinn. Aber selbst wer Profitstreben verachtet, muss wirtschaftliche Grundregeln beachten, sein Büro professionell managen und eine Strategie verfolgen. Diese materiellen Grundlagen für Baukultur legt das Buch systematisch, verständlich und praxisnah dar. Es lohnt nicht nur für Gründer; auch routinierte Bürochefs bekommen Anstöße zum besseren Wirtschaften. Dietmar Goldammer: Betriebswirtschaft für Architekten und Bauingenieure. Erfolgreiche Unternehmensführung im Planungsbüro. Verlag Springer Vieweg 2012, 144 Seiten, 34,95 Euro

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Bücher

Beim Architekten daheim

Das Buch widerlegt das Klischee, moderne und nachmoderne Architekten würden allesamt in historischen Bauten leben. Das tut nur ungefähr ein Drittel der hundert europäischen Baumeister aus den letzten hundert Jahren, deren Wohnwelten hier ausgewählt sind – nach offenbar recht zufälligen Kriterien. Die Mehrzahl bevorzugt Neues, füllt und verhüllt aber ihre Zimmer so leidenschaftlich mit Möbeln und Dekor wie ihre Laienkundschaft. Gennaro Postiglione: Wie Architekten wohnen. Taschen Verlag, 2013, 480 Seiten, zahlreiche Bilder und Grundrisse, 29,99 Euro  

Bürgerinitiative

Tempo 30 für Europa

Eine EU-weite Bürgerinitiative strebt Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Städten und Dörfern an. Die Initiative verweist auf den Gewinn an Sicherheit, Ruhe, Luftqualität und Bewegungsfreiheit für die Mehrzahl der Städter, die nicht mit dem Auto unterwegs sind. Das wiege mehr als der Zeitverlust für Autofahrer, der oft nur in Sekunden zu messen sei. Städtebaulich und architektonisch verspricht sich die Initiative Raumgewinn und neue Gestaltungsmöglichkeiten, wenn weniger Fläche vom schnellen Autoverkehr beansprucht wird. Die Tempo-30-Freunde haben eine europäische Online-Petition gestartet.

Expo Real

Kammer als Messe-Partner

Zum sechsten Mal präsentiert sich die Bundesarchitektenkammer (BAK) auf Deutschlands größter Immobilienmesse Expo Real ­potenziellen Bauherren. Und zum ersten Mal ist sie Partner der Messe und gestaltet in ihrem „Planning & Partnerships Forum“ vier Gesprächsrunden zur Stadtentwicklung mit. Die Messe findet vom 7. bis 9. Oktober statt; der Stand hat die Nummer 135 in ­Halle A 2. Die Gespräche unter dem Motto „Intelligent Urbaniza­tion“ laufen am 8. Oktober zwischen 13.30 und 18 Uhr direkt ­neben dem Stand von BAK, DGNB … Weiterlesen

Innendämmung

Knauf-Kongresse

Know-how-Vermittlung und Diskussion in Sachen Innendämmung bietet die Knauf Aquapanel GmbH in Kooperation mit der TU Dresden auf drei gleichen Kongressen mit dem Titel „DämmVision 2013“. Geboten werden bauphysikalische Grundlagen und Erkenntnisse sowie Lösungen für Detailfragen der Baupraxis, der Gebäude-Effizienz und von Denkmälern; dazu kommen Beiträge über Holzbalkendecken und KfW-Fördermöglichkeiten sowie Projektdarstellungen aus der Praxis. Die Kongresse finden am 17.10. in Neumarkt (Oberpfalz), am 24.10. in Celle und am 5.11. in Düsseldorf statt. Die Teilnahme kostet 129 Euro plus Mehrwertsteuer. … Weiterlesen

Raumprojekte

Velux-Wettbewerb

Der Velux Architekten-Wettbewerb 2014 prämiert „intelligente Konzepte für Licht und Luft, die zur Verbesserung der Lebensqualität und des Raumgefühls der Menschen beitragen“. ­Gesucht werden Neubau- und Bestandsprojekte – „anspruchsvolle Lösungen mit Velux-Bezug, die sich durch einen außergewöhnlichen Gesamtentwurf und hohe technische und gestalterische Qualitäten auszeichnen“. Einreichungen sind bis zum 13. Dezember möglich.

Hochschulbauten

Backstein und Metall in Wildau

Die Technische Hochschule in der brandenburgischen Kleinstadt Wildau übernahm den brachgefallenenen Standort des einst größten Lokomotivenwerks in Europa. Die jüngsten und vorerst letzten Bauprojekte sind ein Hörsaalzentrum und ein „Verfügungsgebäude“, beide vom Berliner Büro SEHW und zugleich Siegerentwürfe eines Wettbewerbs von 2006. Das Hörsaalzentrum entstand in einer früheren Werkhalle. Die Einbauten stehen frei im historischen Inneren – schulmäßig nach den Regeln des Denkmalschutzes. Die Metallfassade des Neubaus ist mit vielen kleinen Quadern durchbrochen, die in ihrer Form an die größeren … Weiterlesen

Baugruppenprojekt

Mischung für Kreuzberg

Berlin-Kreuzberg ist nicht nur Szene-Stadtteil mit Gründerzeitbauten, sondern zum Großteil nach dem Krieg neu entstanden. Im Norden des Bezirks fühlt man sich über weite Strecken wie in einer Stadtrand-Siedlung jener Epoche. Dem entsprechen auch Mietniveau und Sozialstruktur; an den Quartieren der 50er- und 60er-Jahre geht wegen des monotonen Städtebaus und der bescheidenen Architektur die Gentrifizierung weitgehend vorbei. Umso spannender ist es, wenn ein privat finanziertes Baugruppenprojekt auf einem der vielen Restgrundstücke einer solchen Gegend realisiert wird. An der Ritterstraße haben … Weiterlesen