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Von vorbildlichen Auslobern, Eisbergen und spannenden Leserreisen

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08-11_Artikel_Vorbildlicher Auslober
Auf Wettbewerbe statt atemlose Schnell-Beauftragung von Architekten setzt die kommunale Gesellschaft Wohn+Stadtbau in Münster. Dafür hat sie jetzt den Ausloberpreis der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen erhalten. Zu den mit Wettbewerben erfolgreichen Projekten des Unternehmens gehören verdichtete Stadthäuser für Familien- und Kleinhaushalte von Thesing & Thesing, das Projekt „Junge Quartiere“ der Berg Planungsgesellschaft, brandenfels landscape + architecture (Foto: Eichendorffschule), der Gruppe MDK Architekten und Ingenieure sowie Marek + Schreiter Architekten und schließlich das Wohngebiet „Meesenstiege“ von bleckmann + krys architekten, Stadtraum Architekten und 3pass Architekt/-innen.

Im Sommer in die Schweiz08-11_Artikel_2

Zum DABnewsletter anmelden, mitspielen und Reise gewinnen

Am 21. Juni beginnt ganz offiziell der Sommer. Und gerade in dieser Jahreszeit lassen sich, durch die Sonne schlendernd, andere Länder und Städte entdecken. Zum Start in die wärmsten Monate verlosen wir daher einen Zürich-Aufenthalt exklusiv für DABnewsletter-Abonnenten: drei Nächte inklusive Frühstück im Greulich Design Hotel Zürich für zwei Personen. Und dazu gibt es zwei Swiss-Travel-Pässe. Mit ihnen kann der Gewinner plus Begleitung die Bahnen, Busse und Schiffe der Schweiz kostenfrei nutzen und hat freien Eintritt in über 480 Museen. (Nur die An- und Abreise gilt es selbst zu organisieren.) Wie Sie ganz einfach teilnehmen können, erfahren Sie im DABnewsletter. Anmeldung unter: www.DABonline.de/newsletter

08-11_Artikel_3Leichter Bau zum hässlichen Thema
Wo in München früher die Parteizentrale der NSDAP war, steht jetzt das NS-Dokumentationszentrum, entworfen vom Berliner Büro Georg Scheel Wetzel. Es setzt auf Kontraste: weißer Beton gegen graue Düsternis, eine asymmetrische Stellung auf dem axialen Platz, große und gegeneinander versetzte Fenstergruppen. Das Gebäude verhält sich neutral zu seinem überaus hässlichen Gegenstand – wie sollte auch eine Architektur aussehen, die die Nazi-Partei kommentiert und kontrastiert? Außen wie innen wirkt der Bau eher leicht und beiläufig; die Schwere ist dem Thema und den hier geplanten Ausstellungen überlassen.

Datensicherheit – cool kommentiert08-11_Artikel_5
Als „Eisberg“ bezeichnet das Berliner Büro SEHW Architektur seinen Neubau für das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt. Es steht an geschichtsträchtiger Stelle: Nebenan entstand 1963 Deutschlands erstes Großrechenzentrum. Laut Architekten-Beschreibung „legt sich die reliefartig wirkende Gebäudehülle weiß wie Eis um die sechs Obergeschosse. Mit ihren Vor- und Rücksprüngen und dem dadurch entstehenden Schattenwurf bildet sie eine dreidimensionale Analogie zu den Authentifizierungscodes, einem der vielen Arbeitsgebiete des Fraunhofer-Instituts.“ Viel Wert legten die Architekten darauf, den sicherheits-orientierten Bau möglichst durchsichtig erscheinen zu lassen: Das Erdgeschoss erlaubt freien Einblick von draußen. „Auch im Innern ermöglichen Glaswände Durchblicke und unterstützen den transparenten Eindruck.“ Es können sich aber auch „sensible Bereiche den Blicken der Öffentlichkeit bei Bedarf entziehen“, unter anderem durch variable textile Wände innerhalb des Gebäudes.

Karbonfasern in Stade
Um kohlefaserverstärkte Kunststoffe und ihre Einsatzmöglichkeiten am Bau geht es auf der Tagung „CFK am Bau“ in Stade bei Hamburg am 25. Juni. Die Teilnahme kostet 95 Euro. Ein Link zur Anmeldung finden Sie HIER.

Energie 1
BKI-Hilfen für Wohngebäude-Ausweise und TGA
Hilfen bei der Energieplanung bieten zwei Neuerscheinungen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI). Der Energieausweis-Praxisleitfaden 2014/2016 dient als kompakter Wegweiser durch die Energieeinsparverordnung EnEV oder als Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung von Energieausweisen für Wohnbauten. Die Begleit-CD enthält darüber hinaus ein vollwertiges EnEV-Programm, das drei Monate lang kostenfrei genutzt werden kann (336 Seiten mit Begleit-CD, 89 Euro).

Die „BKI Objektdaten Technische Gebäudeausrüstung“ bündeln aktuelle Baukosten besonders energieeffizienter Haustechnik, etwa Referenzobjekte mit Wärmepumpen, Solaranlagen und Pelletheizungen. Die Daten unterstützen bei der wirtschaftlichen Planung nach den Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG). Auch die Einflussfaktoren auf die TGA-Kostenkennwerte sind ausführlich beschrieben. Die Abbildung der Baukosten der ersten Ebene nach DIN 276 schafft zusätzliche Transparenz. In den tieferen Ebenen nach DIN 276 sind die Kennwerte detailliert für die Kostengruppe 400 – Technische Anlagen – dargestellt (1.087 Seiten, 99 Euro).

Bestellung beider Werke über info@bki.de oder unter Tel. 0711 / 954 854-0. Jeweils vier Wochen Rückgaberecht.

Energie 2
Preise für Nachhaltigkeit und Gewerbe-Projekte
Der Preis der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zeichnet Projekte aus, „die auf der Basis der drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – entwickelt wurden und darüber hinaus eine hohe innovative und gestalterische Qualität aufweisen“. Das Projekt muss in den letzten fünf Jahren fertiggestellt worden sein; Bewerbungen sind bis zum 19. Juni möglich.Wer in Industrie und Gewerbe Vorbildliches zur Senkung des Energieverbrauchs erwirkt hat, kann den Bauherrn zur Bewerbung um den „Energy Efficiency Award“ ermuntern. Ausloberin ist die Deutsche Energie-Agentur (dena); Bewerbungen sind bis zum 15. Juli möglich.

www.nachhaltigkeitspreis.de
www.EnergyEfficiencyAward.de

 

08-11_Artikel_6Zurück zum Haus – vorwärts mit Holz
„Rostlaube“ und „Silberlaube“ sind die Spitznamen großflächiger, ziemlich unübersichtlicher Raumstrukturen der Freien Universität Berlin aus den 1970er-Jahren, damals geplant vom Pariser Team Candilis-Josic-Woods und seinem Berliner Partner Manfred Schiedhelm. Weniger Raumgeflecht und mehr konventionelles Gebäude ist die jetzt nebenan fertiggestellte „Holzlaube“ von Florian Nagler Architekten aus München, deren Fassade mit Zedernholz verkleidet ist. Sie bietet auf drei Etagen 12.650 Quadratmeter für 17 kleine Fächer wie Sinologie, Gräzistik oder Turkologie, die bisher in alten Villen der Umgebung erforscht und gelehrt wurden. In der Holzlaube sind die Innenhöfe weit größer als in Rost- und Silberlaube; ihre Zahl ist weit geringer. Es gibt 220 Einzelräume, 950 Lese- und Arbeitsplätze und eine gemeinsame Bibliothek mit mehr als einer Million Bänden.
Zeitgenössisches Venedig
Venedig ist bekanntlich mehr als Rialto und Vivaldi. Architektur und Kunst der Gegenwart sind die Themen einer Fachreise vom 3. bis 6. Oktober. Auf dem Programm stehen unter anderem Tadao Andos Museum für zeitgenössische Kunst im ehemaligen Zollamt, mehrere Gebäude von Carlo Scarpa und die Kunstbiennale auf den Geländen des Arsenale und der Giardini. Gewohnt wird in einem ehemaligen Kloster, dem „Centro Culturale Don Orione Artigianelli“. Die Reise kostet inklusive Flug ab Frankfurt und Führungen 1.198 Euro im Doppel- und 95 Euro mehr im Einzelzimmer; die Veranstalterin und Architektin Eva Schlechtendahl ist dabei.

 

www.architekturundreisen.de

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