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Schwerpunkt

Durchblick

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Jeder hat gern selbst Durchblick. Doch weniger gern ist man als Benutzer eines Hauses in jedem Moment sichtbar. Im Arbeitsalltag von Architekturbüros brauchen Chefs und Mitarbeiter das richtige Verhältnis von Transparenz und Diskretion. Besondere Spannung kann der allseitige Durchblick beim gemeinschaftlichen Wohnen mit absichtlich eingeschränkter Privatheit erzeugen. Entspannend kann er dagegen im öffentlichen Raum wirken – dafür setzt sich Deutschlands einzige Polizei-Architektin ein.

Seite 3Stark belichtet. Nur 4,70 Meter schmal, aber 14 Meter tief ist das Wohnhaus, das das Stuttgarter Büro Finckh Architekten auf einem Handtuch-Hanggrundstück in Esslingen realisiert hat. Die großen Fenster und der offene Grundriss ermöglichen dennoch den Blick durchs ganze Haus. In die Tiefe des Hauses gelangt auch durch die Seitenwände diffuses Licht: Sie sind aus sechs Zentimeter dünnem, transluzentem und zugleich wärmedämmendem Polycarbonat. Aber selbstverständlich lässt sich zumindest ein Teil der Fenster mit bodentiefen Vorhängen verhängen – hier zum Beispiel das Schlafzimmer in der oberen Etage. Ein- und Durchblick ist nur schön, solange er freiwillig geschieht und gewährt wird.

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