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Von Brandschutz, Museen und Architekturreisen

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06-Artikel_1BKI: Energieeffizienz und Neubaukosten in Zahl und Bild
Das BKI Baukostenzentrum Deutscher Architektenkammern meldet zwei neue Veröffentlichungen: In seiner Fachbuchreihe BKI Objektdaten Neubau ist jetzt der 13. Band mit 139 aktuell realisierten Neubau-Objekten zu allen wichtigen Gebäudearten erschienen. Die Kosten sind differenziert ausgewertet; darüber hinaus enthält das Buch viele Detailinformationen, die einen Einblick in die Kostenstruktur dieser Gebäude ermöglichen. Eine CD-ROM enthält alle Objektdokumentationen und rund 1.300 Seiten mit detaillierten Kosteninformationen.

Die „BKI-Objektdaten Energieeffizientes Bauen für Neu- und Altbau – Band E6“ enthalten aktuelle Kostendokumentationen mit ausführlichen Beschreibungen von 112 realisierten Objekten. Referenzobjekte sind mit übersichtlichen Darstellungen zu den realisierten Bauteilen und Schichtaufbauten inklusive der zugehörigen bauphysikalischen Kennwerte versehen. Beide Bände kosten je 89 Euro und können für vier Wochen zur Ansicht mit Rückgabegarantie angefordert werden.

Tel: 0711 954854-0, E-Mail: info@bki.de

Koordinatoren-Tagung in Berlin
Schwerpunkte des Bundeskoordinatorentags am 5. November 2014 in Berlin sind Digitalisierung und BIM. Sie bieten neue Chancen für Koordinatoren, ihre Expertise in Bauprojekte einzubringen. Praxisbeispiele zeigen, wie sich eine stärkere Beteiligung an den Planungen auf die Arbeit von Koordinatoren auswirkt. Der Bundeskoordinatorentag wird unter anderem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veranstaltet und von mehreren Architektenkammern als Weiterbildungsveranstaltung anerkannt Der architektonisch sehenswerte Tagungsort ist die Max-Taut-Schule in Lichtenberg. www.baua.de

 

Museum 1: Hanse-Überblick06-Artikel_2
Zur Eröffnung des Europäischen Hansemuseums in ­Lübeck kam sogar die Bundeskanzlerin und lobte „ein neues Juwel, das Geschichte erlebbar macht“. Entworfen haben das Haus Andreas Heller Architects & Designers aus Hamburg; auf 7.400 Quadratmetern finden sich ein Neubau, das historische Burgkloster, Freianlagen und eine Grabungsstätte. Es dominieren Klinker; alle Fassadensteine sind in der Holzform handgepresst. Die Formensprache ist aber überwiegend modern – bis auf Anlehnungen an die frühere Stadtmauer und die Lübecker Giebelhäuser. Nicht zuletzt weil die Bauarbeiten immer wieder für archäologische Grabungen unter­brochen werden mussten, verdoppelten sich die Bau­kosten von 25 auf 50 Millionen Euro. Diese übernahm zum Großteil die Lübecker Possehl-Stiftung.

Architektur-Reisen: Von Nord nach Ost
Ein weiterer Anbieter von Fachreisen weist auf sein Programm hin: Die von der Architektin Stephanie Dilpert-Röbig geführte architectours GmbH lädt vom 28. April bis 1. Mai 2016 nach Kopenhagen und vom 25. bis 28. Mai nach Amsterdam und Rotterdam ein. Zwei Fernreisen führen nach Asien: Vom 27. Februar bis 12. März geht es unter anderem auf den Spuren Le Corbusiers durch Nordindien und vom 23. Juli bis 5. August nach Tibet.
www.architectours.org


Brandschutz: Neues zu Honoraren

In der Schriftenreihe des AHO-Ausschusses der Verbände und Kammern für die Honorarordnung ist das Heft 17 zum Brandschutz neu erschienen. Die Inhalte sind an die immer komplexe werdende Brandschutzplanung angepasst; natürlich wurde die HOAI 2013 berücksichtigt, die ein eigenes Leistungsbild „Brandschutz“ eingeführt hat. Das Heft stellt nach Angaben des AHO „für die sicherheitsrelevanten Belange des Brandschutzes eine sachgerechte Basis zu Leistungsbild und Honorarermittlung dar“.
Verankertes Objekt Einzug bis hierhinBestellt werden kann es unter:
www.aho.de/schriftenreihe


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Museum 2: Wagner-Anblick

Wie soll man architektonisch antworten auf den kaiserzeitlichen Pomp der Bayreuther Villa Wahnfried? Entworfen wurde sie damals von Carl Wölfel und Wilhelm Neumann; als „neo-palladianisch“ klassifizieren sie berufene Experten. Staab Architekten aus Berlin haben jetzt das dort residierende Richard-Wagner-Museum um einen Seitenflügel erweitert – einen lang gestreckten Flachbau von schlichter Eleganz, der in der Tradition von Mies van der Rohe und Sep Ruf steht. In seiner Zurückhaltung hebt er den Hauptbau noch stärker hervor, statt mit ihm zu konkurrieren. Die Ausstellung im Inneren ­haben hg merz architekten aus Stuttgart gestaltet. Man findet hier in einem begehbaren Tresor unter anderem Original-Handschriften und Material zur ­Geschichte der Bayreuther Festspiele.


Museum 3: gmp-Einblick

Gerkan Marg und Partner haben Großbauten in aller Welt geschaffen und mehr als 200 Wettbewerbe gewonnen – Grund genug für das Büro, sich ein ­eigenes Museum zu bauen. Es steht nahe des Büro-Rundturms und der Villa Meinhard von Gerkans am Hamburger Elbhang, umfasst 670 Quadratmeter und wurde von Meinhard von Gerkan und Volkmar Sievers geplant. Die Landschaftsplanung besorgte WES Landschaftsarchitektur. Im Untergeschoss sind Modelle von gmp zu besichtigen; in zwei Etagen darüber ist Raum für Wechselausstellungen. Die erste Schau trägt den Titel „Aus freier Hand“ und zeigt 125 Zeichnungen Meinhard von Gerkans. Sie ist nur noch bis zum 6. ­September in der Elbchaussee 139a zu sehen.


Brandschutz: Neues zum WDVS

Die Bauministerkonferenz hat in einem Merkblatt Empfehlungen gegeben, die die Schutzwirkung von Wärmedämmverbundsystemen sicherstellen sollen. Grundsätzlich stellte die Konferenz fest, „dass entsprechend der Zulassung hergestellte WDVS mit Polystyrol-Dämmstoffen sicher sind“. Doch fand die Konferenz einige Praktiken änderungsbedürftig. Die gesamte Fassade soll regelmäßig auf Schäden kontrolliert und diese sollen nach Entdeckung rasch beseitigt werden. Brennbare Materialien sollen mindestens drei Meter von der Fassade entfernt gelagert werden; Müllbehälter am Haus sollen geschlossen in nicht brennbares Material eingehaust werden. Beim nachträglichen Dämmen von Bestandsbauten sollen der vorbeugende Brandschutz und die Rettungswege besonderes Augenmerk erhalten; einzelne Gebäude­typen brauchen einen Brandschutz-Fachbauleiter.
Das Merkblatt kann HIER heruntergeladen werden.

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