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Ausstellung

Hochhäuser mit Perspektive

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Wiederaufbau der Stalinallee in Ost-Berlin (1960): Architekturstudenten der TU Darmstadt haben den DDR-Wohnhochhausbau neu gedacht. (Foto: Nico Jesse)

Wiederaufbau der Stalinallee in Ost-Berlin (1960): Architekturstudenten der TU Darmstadt haben den DDR-Wohnhochhausbau neu gedacht. (Foto: Nico Jesse)

„Low Tech High Rise“ ist eine neue Ausstellung im „Satellit“ der Architektur Galerie Berlin betitelt. Zu sehen sind bis zum 16. April 2016 Arbeiten von Architekturstudenten der Technischen Universität Darmstadt, die unter der Vorgabe „Nachhaltiges Bauen ist einfaches Bauen“ Wohntürme für Berlin entwarfen. Kooperationspartner im von Prof. Armin Behles geleiteten Seminar war die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM), die sich von den studentischen Projektideen Anregung für die Modernisierung ihrer Quartiere im westlichen Friedrichshain erhofft. Die dort gelegenen Bestände der WBM sind von der Plattenbauweise der DDR-Nachkriegsarchitektur geprägt.

Aufgabe der Studierenden war es, den Typus des punktförmigen Wohnhochhauses für zeitgemäße Wohnformen und Nutzungen weiterzuentwickeln. Dabei sollte insbesondere auf die Qualitäten des jeweiligen Standortes eingegangen werden. Entworfen wurden Projekte, die in verputztem Mauerwerk aus hochdämmenden Poroton-Ziegeln konstruiert sind. So soll gezeigt werden, dass inzwischen auch Hochhäuser in dieser Bauweise ökologisch und ökonomisch sinnvoll gebaut werden können. Weil dabei aber die Größe der Mauerwerksöffnungen beschränkt ist, ist eine hohe gestalterische Disziplin beim Entwerfen erforderlich.

Dass die verputzte Lochfassade dem Architekten dennoch ein breites und differenziertes Ausdruckspotenzial bietet, zeigt die Schau in vielen Facetten, so die Aussteller. „Low Tech High Rise“ verstehe sich als Plädoyer für eine langfristige Perspektive auch in einer Zeit, in der schnell Wohnraum geschaffen werden muss. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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