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Ausstellung

Visionäres von gestern

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Visionen der Moderne, gegenübergestellt im DAM: Das Büro Future Systems von Jan Kaplický und die Londoner Gruppe Archigram beschäftigten sich mit utopischer Architektur. (Foto: DAM)

Visionen der Moderne, gegenübergestellt im DAM: Das Büro Future Systems von Jan Kaplický und die Londoner Gruppe Archigram beschäftigten sich mit utopischer Architektur. (Foto: DAM)

Das Büro Future Systems von Jan Kaplický und die Londoner Gruppe Archigram beschäftigten sich mit utopischer Architektur. Während Kaplickýs technoide Entwürfe in der Hochphase des Kalten Kriegs entstanden, ersann Archigram zur Zeit der Mondlandung außerirdische Sphären. Die Ausstellung „Zukunft von Gestern“ (14. Mai bis 18. September 2016) im Deutschen Architektur Museum stellt die Vorstellungen gegenüber.

Zeichnungen, Collagen und Modelle des nach London emigrierten, tschechischen Architekten Jan Kaplický stehen im Fokus der neuen Ausstellung „Zukunft von Gestern“ (14. Mai bis 18. September 2016) im Deutschen Architektur Museum (DAM). Die Exponate, die in den 1980er Jahren entstanden, werden zwanzig Jahre früher entstandenen Werken der Londoner Architektengruppe Archigram aus der Frankfurter DAM-Sammlung gegenübergestellt. Archigram um Peter Cook, Ron Herron und Dennis Crompton sowie das von Kaplický gegründete Büro Future Systems beschäftigten sich mit utopischer Architektur.

Während Archigram jedoch organische Architekturen für das Überleben in unbehaglichen Sphären entwarfen, nehmen die technoiden Konstruktionen von Future Systems ihren Raum an freundlicheren Orten in menschenleerer Natur oder in hoch verdichteten Städten ein. Das Gros dieser Utopien blieb auf dem Papier und war als Anregung für das Überleben in gesellschaftlichen Umbruchphasen erdacht, so die Veranstalter. Die Weltraumarchitektur von Archigram entstand in der von Aufbruch geprägten Zeit der Mondlandung. Future Systems dagegen entwarfen ihre autarken, maschinenartigen Wohnkapseln für eine düstere Welt in der Hochphase des Kalten Krieges.

Zur Ausstellung, die von Vorträgen und Bauwerkstätten begleitet wird, erscheint ein Katalog im Prestel Verlag. Weitere Informationen über die „Zukunft von Gestern“ finden Sie hier.

 

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