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BAU 2017

In Zukunft gesündere Büros

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Das Forschungsprojekt „My future Office“ will die Gesundheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessern. Auf der BAU werden die Forschungsergebnisse präsentiert.

Text: Marion Goldmann

Das Sentinel Haus Institut und der TÜV Rheinland haben im Rahmen ihrer Initiative „Gesündere Gebäude“ das Forschungsprojekt „My future Office“ gestartet. Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Medizinern und Herstellern werden in den nächsten drei Jahren Lösungen für eine optimale Arbeitsplatzgesundheit geschaffen. Neben Grundlagenforschung und dem Bau von Modellräumen geht es in der dritten Phase des Projektes darum, die Erkenntnisse praxisnah umzusetzen und zu kommunizieren. Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts: „Für einen hohen Praxisbezug arbeiten wir von Anfang an mit Bauherren, Architekten und Handwerkern zusammen.“ Auch deshalb werden schon jetzt dafür Neubau- und Sanierungsobjekte gesucht. Interessierte Architekten sind hier also willkommen.

Vorgestellt wird „My future Office“ am Dienstag, den 17. Januar in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr im Raum B61, der sich im 1. Obergeschoss der Halle B6 befindet. Neben Peter Bachmann (Sentinel Haus Institut) und Dr. Walter Dormagen von TÜV Rheinland gehören neben Investoren auch Architekt Werner Frosch von Henning Larsen Architects zu den Referenten. Wegen des begrenzten Platzangebotes wird um frühzeitige Anmeldung (hier) gebeten. Auf dem Messestand 200 in Halle B6 können sich Interessenten ebenfalls informieren.

„My future Office“ ist deutschlandweit das bislang einzige Projekt dieser Art. Hintergrund ist, dass Schadstoffe in der Raumluft, zu wenig Tageslicht, schlechte Akustik und ein ungünstiges Raumklima den Krankenstand und die Unzufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen. Das führt folglich zu einer geringeren Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und ist schlecht für den Arbeitgeber. Deshalb ist das Spektrum der Untersuchungen auch so breit gefächert. Peter Bachmann: „Es wird alles untersucht, was die Leistungsfähigkeit und die Befindlichkeiten der Nutzer beeinflusst. Dazu gehören neben den genannten Aspekten zum Beispiel auch der Blendschutz und antibakterielle Oberflächen.“ Außerdem will man gesundheitliche Fragen behandeln, zu denen bis heute die Antworten noch fehlen. Zum Beispiel, welche Wechselwirkungen lösen etwa Reinigungsmittel nach mehrmaliger Anwendung aus oder wie geht man am besten mit alten Dispersionsfarbenanstriche bei der Sanierung um.

Bei dem Forschungsprojekt spielt nicht zuletzt auch die Nachhaltigkeit eine Rolle, die konform zu den existierenden Zertifizierungs-Systemen behandelt werden soll. Hier bringt Christian Donath (Geschäftsführer in der Gründungsphase der DGNB) seine Expertise ein. Demnach werden keine neuen Bewertungskriterien erstellt, sondern die Anforderungen der für die Bewertung der Raumqualität im Büro relevanten Kriterien abgeglichen und gegebenenfalls vertieft. Eigentümer von Immobilien, die aktuell noch kein Nachhaltigkeits-Zertifikat anstreben, sollen so die Möglichkeit erhalten, den Nutzern die Vorzüge und die Werthaltigkeit des Gebäudes in Bezug auf Gesundheit und Behaglichkeit transparent darzustellen.

Weitere Informationen gibt es hier.

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