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BAU 2017

„Wir müssen umdenken“

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Die Stadt der Zukunft steht im Fokus der Fraunhofer-Sonderschau „Stadtlabor“. Im DABinterview erklärt Astrid Achatz, warum das wichtig ist.

Interview: Stefan Kreitewolf

Frau Achatz, warum heißt die BAU-Sonderschau der Fraunhofer-Allianz Bau „Stadtlabor“?

Mit dem Titel wollen wir darauf aufmerksam machen, dass unser Produkt Forschung und Entwicklung ist, wobei wir Städte, Quartiere, Bauelemente und Baustoffe sowie Prozesse rund um Planen, Bauen und Betreiben genauer unter die Lupe nehmen.

Was liegt Ihnen bei der Sonderschau besonders am Herzen?

Insgesamt wollen wir die große Vielfalt der Fraunhofer-Bauforschung darstellen und damit aufzeigen, dass es auch in der als wenig innovativ verschrienen Baubranche durchaus möglich ist, spannende, zukunftsweisende und gleichzeitig anwendungsorientierte Lösungen anzubieten. Besonders am Herzen liegt uns dabei, dass wir in der Wissenschaft den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen.

Warum sollte ich als Architekt oder Planer zu Ihnen kommen?

Dafür gibt es viele Gründe. Zum einen treiben wir die Digitalisierung der Baubranche voran und präsentieren Erfahrungen mit BIM ebenso wie verschiedene Simulationsprogramme für die Optimierung von Raumklima, Energieeffizienz und der zivilen Sicherheit von Quartieren. Außerdem stellen wir multifunktionale Fassadenelemente vor, die attraktive Lösungen für bauwerksintegrierte Solarthermie oder vertikale, bodenungebundene Begrünung bieten.

Astrid Achatz, Geschäftsführerin Fraunhofer-Allianz Bau.

Was tun Sie als Fraunhofer-Allianz Bau für Architekten und Planer?

Wir bieten den Architekten und Planern eine zentrale Anlaufstelle bei Fraunhofer für Fragen und Lösungen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen. Dazu gehören Energie- und Ressourceneffizienz, Advanced Materials, Bausysteme und Komponenten, Prozessoptimierung, Komfort und Gesundheit, Sicherheit, Smart Buildings und Cities.

Lassen Sie uns in die Zukunft schauen: Wie sieht die ideale Stadt der Zukunft aus?

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Stadt der Zukunft muss nachhaltig und möglichst autark sein – und das nicht aus Luxusgründen, sondern aus existenziellen. Wir werden außerdem lernen müssen umzudenken. Digitalisierung, Industrie 4.0 und der schnelle Wandel halten jetzt schon Einzug in unsere Stadt. Das wird auch konzeptionell umgesetzt werden müssen: Wohnen, Arbeiten und Produzieren werden nicht mehr strikt voneinander getrennt sein, vielmehr ergeben sich daraus neue Strukturen und Herausforderungen. Die Möglichkeiten, die wir erdenken können sind schier unerschöpflich und genau das ist das Spannende.

Mehr Artikel und Informationen zur BAU 2017 finden Sie in unserem DABthema zur BAU 2017.

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