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Ausstellung

Die besten Bauten

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Die 21 besten Bauten des Jahres in Deutschland sowie drei ausgewählte Projekte deutscher Büros im Ausland zeigt die Ausstellung in Frankfurt. (Foto: Fritz Philipp)

Eine Ausstellung zum DAM Preis 2017 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt (bis 30. April 2017) dokumentiert die 21 besten Bauten des Jahres in Deutschland sowie drei ausgewählte Projekte deutscher Büros im Ausland.

Der DAM Preis geht 2017 an Studio Andreas Heller Architects & Designers aus Hamburg für das Europäische Hansemuseum in Lübeck. Die enorme Breite an differenzierten und langfristig wirksamen städtebaulichen Lösungen gab den Ausschlag für die Juryentscheidung. Das Gesamtprojekt besteht nicht nur aus einem neuen Ausstellungsbau, sondern verlangte zugleich eine „Stadtreparatur“ einschließlich der Wiederherstellung verloren gegangener Wegebeziehungen sowie die Sanierung eines Ensembles, das baugeschichtlich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reicht, so die Veranstalter.

Erstmals wurde die Grundlage der Juryauswahl vom DAM in Zusammenarbeit mit den Architektenkammern der Länder recherchiert. Auf dieser Basis entstand im DAM eine Longlist von 100 Gebäuden, von der 21 Bauten in Deutschland für die Shortlist ausgewählt wurden. Dazu kommen – außer Konkurrenz – drei Bauten deutscher Büros im Ausland. Aus der Gruppe der Bauten auf der Shortlist wählte die Jury schließlich vier Finalisten aus, die vor Ort begutachtet wurden. Auch dies eine Neuerung in der Geschichte des Wettbewerbs.

Neben dem Hansemuseum war als zweites Ausstellungsgebäude die von kadawittfeldarchitektur aus Aachen entworfene Grimmwelt in Kassel unter den Finalisten. Auch dies ein mittelgroßes Museun, bei dem auf den Denkmalschutz für die Reste von Vorgängerbauten zu achten war und das brach gefallene Bereiche im Gefüge der Stadt wieder aktivieren sollte. Eine Besonderheit des dritten Finalistengebäudes, der Generalsanierung und Aufstockung eines Wohnhochhauses am Pforzheimer Hauptbahnhof durch Freivogel Mayer Architekten, lässt sich im Rahmen der Ausstellung nicht darstellen: Das Haus blieb fast vollständig bewohnt. In den Bestandswohnungen wurden nur möglichst geringe Eingriffe durchgeführt. Dennoch ist unter energetischen Aspekten ein wegweisendes Gebäude entstanden, das zugleich den Bewohnern mit neu vorgesetzten Loggien einen deutlich gesteigerten Wohnwert bietet, so die Jury. Den eher umgekehrten Weg musste Thomas Kröger aus Berlin gehen. Die von ihm umgebaute Scheune in der Uckermark – der vierte Finalist – war ehedem ein Stall, mit allen Komplikationen, die das für eine Nutzung als Wohngebäude bedeutet. Die Umnutzung ist auchein wichtiger Baustein, um den kleinen Ort Fergitz am Leben zu erhalten.

Die weiteren 17 Bauten der Shortlist umfassen ein mannigfaltiges Spektrum an Bauaufgaben und innerhalb dieser sehr unterschiedliche Lösungen. Nicht in der Auswahl für den DAM Preis, aber seit vielen Jahren ein fester Bestandteil dieser Übersicht zur deutschen Gegenwartsarchitektur, sind die Bauten von Architekturbüros aus Deutschland in anderen Ländern: In diesem Jahr werden die Deutsche Schule Madrid, das Centre de Santé et de Promotion Sociale in Laongo, Burkina Faso, und ein Pariser Wohnhaus vorgestellt.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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