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Ausstellung

Chinas architektonische Avantgarde

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Die traditionellen, Hutong genannten engen Wohnviertel Pekings erfordern kleine Baulösungen. ZAO/standardarchitecture fand auf 30 Quadratmetern genug Platz für ein hübsches Hostel. (Foto: Su Shengliang)

Der Bielefelder Kunstverein zeigt Projekte des chinesischen Büros ZAO/standardarchitecture (bis 17. April 2017). Dessen Arbeit steht nicht für bombastische Großprojekte mit spiegelnden Glasfassaden, sondern für einen sozialen Anspruch, für ein Interesse an der Landschaft und an lokalen Bautraditionen und -materialien.

ZAO/standardarchitecture wurde im Jahr 2001 von Zhang Ke gegründet, einem der innovativsten Protagonisten in der neuen Generation chinesischer Architekten. Zum Portfolio des Büros gehören das Novartis-Campus-Gebäude in Shanghai (2016), originelle Projekte wie ein Mikro-Hostel in Pekings engen und alten, Hutong genannten Vierteln (2016) sowie touristische Gebäude in Tibet, darunter das Yarlung Tsangpo River Hostel (2015).

Die Arbeiten bilden einen Kontrapunkt zum asiatischen Hochgeschwindigkeitsurbanismus. Das sichtbare Interesse an der umgebenden Landschaft drückt sich auch in der Verwendung ortsüblicher Materialien und im sozialen Anspruch der räumlichen Interventionen aus. Im Vorjahr beteiligte sich das Architekturbüro an der Architekturbiennale Venedig und wurde mit dem Aga-Khan-Preis für Architektur ausgezeichnet.

Die Ausstellung im Rahmen der alle zwei Jahre in Bielefeld stattfindenden Reihe „Baukunst“ wird in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) präsentiert. Im Ausstellungszeitraum werden sonntags um 17 Uhr kostenlose Führungen angeboten. Weitere Informationen und Fotos von Projekten finden Sie hier.

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