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Ausstellung

Perspektivwechsel im Wohnungsbau

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Die Qualität des Wohnens steht im Zentrum der Ausstellung „Neue Standards“. (Foto: Simon Schnepp & Morgane Renou)

Welche Wohnstandards benötigt eine sich verändernde Gesellschaft? Die aktuelle Wohnungsbaudebatte und die damit verbundene Frage, wie wir in Zukunft wohnen wollen und können, nimmt der Bund Deutscher Architekten BDA zum Anlass für seine neue Ausstellung.

„Neue Standards. Zehn Thesen zum Wohnen“, zu sehen bis zum 7. Mai 2017 im Neuen Museum in Nürnberg, hinterfragt eine Stadtentwicklungspolitik, die ursprünglich in einem humanistischen Verständnis auf die miserablen Lebensverhältnisse in den Städten zu Beginn des 20. Jahrhunderts reagierte. Diese Standards sind mittlerweile zu einem ökonomisch optimierten und mechanistischen Regelwerk mutiert, das heute überholte Lebensformen festschreibt, so die Veranstalter.

Doch welche neuen Standards wären nach einem gedanklichen „Re-Set“ sinnvoll und wünschenswert? Und über welche Programmatik müssen sie verfügen, damit Wohnen bezahlbar bleibt, damit Menschen an ihrer Stadt teilhaben können und das Wohnen als architektonischer Raum begeistert? In zehn Thesen plädieren Architektinnen und Architekten dafür, die starke Fokussierung auf technische Standards und regulative Vorgaben gegen die Chance auf eine Diskussion um die Qualität des Wohnens einzutauschen. Die von Olaf Bahner vom Bund Deutscher Architekten BDA und Matthias Böttger, Künstlerischer Leiter des Deutschen Architektur Zentrums DAZ, kuratierte Foyer-Ausstellung versteht sich als Plädoyer für einen Perspektivwechsel im Wohnungsbau, der sich von Standardvorgaben löst und einen Diskurs über ein zukunftsweisendes Wohnen eröffnet.

Der Eintritt ist frei; weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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