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Mini-Häuser

Hüttenzauber 2.0

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„Tiny houses“, „small architecture“ oder einfach Hütten: Der Trend um kleine Häuser trägt viele Namen. Drei Bildbände gehen der Faszination des neuentfachten Hüttenzaubers auf den Grund.

Klein, funktional, hübsch, und das alles inmitten der Stadt: Der neue Trend zu kleinen, aber smarten und flexiblen Raum- und Gebäudelösungen ist auch in Deutschland angekommen. Angesichts des immer knapper und teuerer werdenden Wohnraums in den Städten ist das eine logische Entwicklung. Für Architekten gilt es, kreativ zu werden und den vorhandenen Raum besser zu nutzen. DABonline zeigt anhand von drei Bildbänden, was auf wenigen Quadratmetern Wohnfläche alles möglich ist.

Das „Gestalten“-Buch „Raumwunder“ bietet „große Ideen für kleine Wohnungen“, wie es selbst vollmundig verspricht. Und das stimmt sogar: Die präsentierten Design- und Bauprojekte sind durchaus sehenswert, weil sie kreative Lösungen für kleine Wohnungen bereithalten. Und zwar dort wo der Platz begrenzt ist: in den Städten. Das Buch treibt zwar den Effizienzwahn um die eigenen vier Wände auf die Spitze, erscheint dabei aber angenehm unverkrampft. Im Großteil aller Buchbeispiele bleiben die Miniheime wohnlich.

Die flexiblen Raumlösungen zeigen, wie Bücher, Fahrräder, Kleidung und sogar Betten auf nur wenigen Quadratmetern smart versteckt werden können. „Raumwunder“ ist damit auch ein Guide zu innovativen und überraschenden Wohnideen für Anwender und Architekten. Dabei schaffen die dargestellten Beispiele Erstaunliches: Zum Beispiel, wenn eine Ein-Zimmer-Wohnung genügend Platz für eine vierköpfige Familie bietet, oder wenn Treppen zu Kleiderschränken und Mülltonnen verwandelt werden.

Die Architekturideen beweisen so, dass man auch mit wenig Wohnfläche ein gemütliches und modernes Heim schaffen kann. Ein weiteres Plus des Buches: Es bietet mit vielen Praxistipps Inspiration und Anregung für die eigene Arbeit.

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Das Buch Winzig. Innovative Häuser im Mini-Format“ von Sandra Leitte, erschienen bei der Deutschen Verlagsanstalt, ist ein gutes Buch für den Coffeetable. Futuristische Blockhütten im Wald, Feriendomizile in Dreiecksform oder vollständige Wohnhäuser im Miniformat: Das alles findet man in diesem Buch. Mehr aber auch nicht.

Der Bildband im handlichen Mini-Format präsentiert zwar rund 40 fantasievolle und teils inspirierende Projekte aus den USA, Europa und Asien. Leider geht Leitte aber nur sehr selten in die Tiefe. Angenehm ist hingegen, dass der Bildband nicht mehr sein will als er ist: ein Buch zum Blättern.

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Das "Silo-Haus" steht in Berlin-Moabit. Jan Körbes und Denis Oudendijk zeichnet sich 2013 für das Minihaus verantwortlich.

Kleine Gebäude zwingen ihre Planer dazu, aus weniger mehr zu machen. Der Bildband „Small Architecture“ zeigt das auf eindrucksvolle Weise. Das Buch aus dem Taschen Verlag ist Nabelschau und Architekten-Inspiration zugleich. Obschon die dargestellten Objekte nur selten etwas für kleine bis mittelgroße Portemonnaies sind.

Ein Puppenhaus für Calvin Klein in New York, ein Spielhaus für Kinder in Trondheim, Ferienhütten deluxe – all dies ist schön, aber teuer. Die Bandbreite der abgebildeten Architekten ist dabei dennoch bemerkenswert: Toyo Ito, der 2013 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, ist ebenso vertreten wie junge, aufstrebende Architekten aus Portugal, Chile, England und Neuseeland. Frische neue Talente zeigen zwischen weltberühmten Namen architektonische Innovation in kleinem Maßstab.


Philip Jodidio: „Small Architecture“, Taschen Verlag, Köln, 2017, 584 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-8365-4790-1.

Sandra Leitte: „Winzig. Innovative Häuser im Mini-Format„, Deutsche Verlagsanstalt, München, 2017, 224 Seiten, 29,95 Euro, ISBN 978-3-421-04023-7.

Gestalten: „Raumwunder. Große Ideen für kleine Wohnungen„,  Die Gestalten Verlag, Berlin, 2016, 256 Seiten, 39,90 Euro, ISBN 978-3-89955-912-5.


Noch nicht genug von Hütten? Hier finden Sie noch mehr.

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