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Standpunkt

Kontinuität und Neuanfang

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Barbara Ettinger Brinckmann über das Deutsche Architektenblatt und den Wechsel in der Chefredaktion

Was brauchen Planer und Architekten, was brauchen Sie, liebe Leserinnen und Leser, für Ihre tägliche Arbeit? Seit 1969 hat sich das Deutsche Architektenblatt verpflichtet, den Horizont der Leser zu erweitern, zu informieren und auch zu unterhalten. Dabei folgte die Redaktion stets dem Credo, dass das DAB keine Architektur-Zeitschrift, sondern eine Architekten- und Stadtplaner-Zeitschrift ist, die ganz verschiedene Aspekte des Planens und Bauens abbildet. Dass das Blatt heute viel mehr ist als ein klassisches Mitteilungsmedium einer Berufsvereinigung, ist zu einem großen Anteil Roland Stimpel zu verdanken. Wie er es sich von Anfang an vorgenommen hatte, hat Stimpel nun nach genau zehn Jahren seine Tätigkeit als Chefredakteur beendet. Ich danke ihm auch auf diesem Wege für eine außerordentlich angenehme Zusammenarbeit und bin froh, dass er uns als Autor erhalten bleibt.

Am Schreibtisch von Roland Stimpel hat mit dieser Ausgabe Dr. Brigitte Schultz als neue Chefredakteurin ihre Arbeit aufgenommen.Die langjährige Bauwelt-Redakteurin bringt neben ihrer Begeisterung für die Architektur einen besonderen Blick auf die Stadtplanung mit. Über deren wechselhaftes Selbstverständnis seit den Sechzigerjahren hat sie in Berlin promoviert. Durch ihre Arbeit an der Bauwelt und insbesondere der Stadtbauwelt, deren Veränderungsprozess zurück zu einer praxisnahen Publikation sie mitverantwortet hat, ist sie vielen von uns seit Jahren eine verlässliche journalistische Begleiterin. Ihr Gespür für gesellschaftliche Zusammenhänge und relevante Themen, die nicht zuletzt Architekten und Stadtplaner verbinden, macht sie zum idealen neuen Gesicht an der Spitze des DAB.

Als wichtiger Übermittler berufspolitischer Themen steht das DAB auch in Zukunft für eine Lesart von Baukultur, die den Teil „hinter den Kulissen“ des Gebauten, also faire Verträge, angemessene Honorare und gute Arbeitsbedingungen, mit einschließt. Neben inspirierenden Projekten und gut recherchierten Berichten braucht es dafür auch handfeste Informationen zur technischen Ausführung, zur Büroorganisation und zu rechtlichen Fragen, die deshalb eines der Markenzeichen des Deutschen Architektenblatts bleiben. Die Balance zwischen all diesen Facetten zu finden, die unseren Beruf prägen, ist eine Kunst, die die Redaktion des Architektenblatts beherrscht. Das aktuelle Team aus Fachjournalisten in Berlin und Düsseldorf hat es sich zudem zur Aufgabe gemacht, gesellschaftliche und politische Strömungen frühzeitig aufzunehmen und zu untersuchen, inwieweit unsere Profession relevante Antworten geben kann. Diese fallen nicht immer eindeutig aus: Die Diskussion verschiedener Meinungen gehört deshalb ebenso dazu wie unumstritten beispielhafte Planungsprozesse und ihre gebauten Ergebnisse. Besonders wichtig ist uns in diesem Sinne auch der Blick über den Tellerrand im Dialog mit Politik, Fachplanern oder der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Letztendlich, liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, ist es aber Ihr, ist es unser Blatt! Lassen Sie uns also weiterhin wissen, welche Themen Sie sich wünschen und welche Formate Sie bevorzugen. Wir – die Bundesarchitektenkammer als Herausgeberin, unser Verlag planet c und last, but not least die neue Chefredaktion – freuen uns über Anregungen und lassen diese gerne kontinuierlich einfließen.

Barbara Ettinger-Brinckmann ist Präsidentin der Bundesarchitektenkammer

Ihre Zuschriften richten Sie gerne an: chefredaktion-DAB@planetc.co

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