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Meldungen

Von Architekturpreisen, Energieeffizienz, Abfallmanagement und neuem Glanz

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Der Rheinboulevard in Köln

Von Architekturpreisen, Energieeffizienz, Abfallmanagement, neuem Glanz, und einer App für Stadtentdecker: die Meldungen der Ausgabe.

Urbane Tribüne
Gegenüber der Kölner Altstadt ist mit dem ersten Bauabschnitt des Rheinboulevards eine neue Bühne städtischen Lebens entstanden. Gleichzeitig ist die 500 Meter lange Ufertreppe auch umgekehrt eine Tribüne, vor der sich der Fluss und das Dom-Panorama ausbreiten. Für ihren Entwurf wurde das Berliner Büro Planorama nun mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis 2017 des bdla ausgezeichnet. Mit dem neuen Boulevard gelang es, die Deutzer Uferseite zu beleben – und ganz nebenbei wird der Rhein nicht mehr als Grenze erfahren, sondern als Zentrum eines Stadtraums.

Energieeffizienz im Vergleich
Die Bundesarchitektenkammer und die KfW laden alle Architekten zur Teilnahme an einer Online-Befragung zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren ein. Die energie- und kostenbezogenen Daten realisierter Neubauten oder Sanierungen sollen zukünftig dabei helfen, zuverlässige Aussagen über das Verhältnis von Baukosten und energetischem Standard zu treffen. Besonders gelungene Projekte werden anschließend veröffentlicht, um Bauherren praktische Hinweise zu baulicher Umsetzung, technischen Lösungen, Planungsprozessen und Förderungen zu geben. Die Befragung dauert etwa 20 Minuten, vorausgesetzt, die nötigen Unterlagen (u. a. Energieausweis) liegen vor. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Unter den Teilnehmern werden drei iPads verlost (der Rechtsweg ist ausgeschlossen).
www.energiewende-mit-architekten.de
Der Menüpunkt „Für Architekten“ führt zur Umfrage

Neuer Glanz
Nach 16 Monaten Bauzeit wurde am 11. Mai die Kapelle der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche wiedereröffnet. Durch Abnutzung und Umwelteinflüsse war der Flachbau neben dem Glockenturm sanierungsbedürftig geworden. Besonders aufwändig waren die Ausbesserung und die Reinigung der Betonsteine mit ihren bunten Glaseinlagen. Die erforderlichen 1,4 Millionen Euro stellte die Wüstenrot Stiftung bereit, die sich mit zahlreichen Projekten für den Erhalt der Nachkriegsmoderne einsetzt. Weiteres Geld soll in eine Bauuntersuchung des Glockenturms fließen.

Weniger Müll
Baustoffe zu gewinnen oder herzustellen, verbraucht Ressourcen. Ein Leitfaden des baden-württembergischen Umweltministeriums informiert über das Abfallmanagement auf Baustellen, thematisiert den sparsamen Umgang mit Erdaushub und die beste Wahl von Baustoffen.
Zum Download gelangen Sie hier

Positionen zu Europa
Es ist wieder documenta-Jahr. Da lohnt ein Abstecher in den Kulturbahnhof, wo seit 1998 engagierte Planer im historischen Hauptbahnhof das Kasseler Architekturzentrum KAZimKUBA betreiben. Bereits zum vierten Mal wird dort die documenta durch die Ausstellung „architectdocuments“ spielerisch oder ernst, ironisch oder tiefgründig begleitet. Dieses Mal präsentieren 25 internationale Architekten und Städtebauer ihre Gedanken zum Thema „Europa“ – ein Schwerpunkt, der bestens zum Motto der documenta „Von Athen lernen“ und zu ihrem zweiten Standort in der griechischen Hauptstadt passt. Die Ausstellung läuft vom 10. Juni bis zum 17. September.
www.kazimkuba.de

Im urbanen Dschungel
Schöne Radwege kartieren, witzige Häuser fotografieren, Graffitis zählen oder auf besonders laute Orte hinweisen: All das ist möglich mit der hervorragend gestalteten App „Stadtsache“, die von StadtBauKultur NRW unterstützt wird und weltweit einsetzbar ist. Dass Kinder und Jugendliche dabei auch viel über Architektur und Städtebau lernen, tritt in den Hintergrund. Schon das Angucken der vielen tollen Bilder macht sicher auch Erwachsenen Lust auf eigene Stadtforschungen. Die zugehörige Website kann mit verständlicher Sprache, hilfreichen Foto-Tipps (sogar rechtlichen) und einer Umfrage punkten. Auch ein „Workbook“ für den Einsatz im Unterricht ist erschienen.
www.stadtsache.de

Klimaneutral bis 2050
Konzepte für energetisch ambitionierte Gebäude und Quartiere sind gefragt beim Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“. Dahinter steht die Zielsetzung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands im Jahr 2050. Teams aus Planern und Bauherren können bis zum 15. August teilnehmen. Bis zum 15. September haben Stadtverwaltungen und Hochschulen Zeit, ihre Konzepte für einen zukünftigen internationalen Energiewettbewerb einzureichen. Dieser soll an die erfolgreichen deutschen Teilnahmen am „Solar Decathlon“ anknüpfen, aber dabei bis auf die Quartiersebene bezogen sein. Auslober ist der Projektträger Jülich.
www.ptj.de

 

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