Artikel drucken Artikel versenden

Ausstellung

Zuflucht bei Mies

Diesen Artikel teilen:

Bitte zu Tisch: „Die Zugezogenen“ haben sich in Mies van der Rohes Haus Lange in Krefeld einquartiert. (Foto: V. Döhne/Elmgreen&Dragset und VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Mies van der Rohes Haus Lange in Krefeld ist Wohnort einer fiktiven deutschen Familie, die vor dem Brexit aus England geflohen ist. Für die Ausstellung „Die Zugezogenen“ nutzt das Künstlerduo Elmgreen und Dragset die Architektur der Klassischen Moderne als Kulisse.

Elmgreen und Dragset kombinieren ihre eigenen skulpturalen Arbeiten mit vorgefundenen Möbeln und Artefakten, um ein häusliches Setting zu kreieren. Einige Gegenstände sind bereits ausgepackt und installiert, andere noch halb verpackt und in Kartons. Indem der Umzug der Familie als Symbol für ein sich veränderndes Europa präsentiert wird, reflektiert die Ausstellung die Vision modernistischer Architektur im Licht der heutigen Realität, so die Veranstalter.

Dabei geht „Die Zugezogenen“ auch der Frage nach, wie weit sich die Ideale der Klassischen Moderne von unserer gegenwärtigen globalen, geopolitischen Situation entfernt haben. Von ihrer berühmten  Installation einer Prada Boutique in der texanischen Wüste bis zur Konzeption einer vermeintlichen Kunstmesse in Peking 2015 arbeitet das Duo Elmgreen und Dragset an neuen Möglichkeiten, mit der Präsentation und Rezeption von Kunst und öffentlichen Räumen umzugehen. Im Herbst 2017 kuratieren sie die Istanbul Biennale.

Weitere Informationen zur Ausstellung, die noch bis zum 27. August 2017 in Krefeld zu sehen ist, finden Sie hier.

Passend zum Thema





Kommentare

Wir freuen uns über Ihre Beiträge und bitten Sie, die Regeln dieses Forums einzuhalten:

  • Bitte nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre e-Mail-Adresse. Anonyme Statements werden nicht veröffentlicht. Ihre e-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht mit veröffentlicht und nur im Falle von Rückfragen durch die Redaktion genutzt.
  • Schreiben Sie zur Sache.
  • Teilen Sie etwas Neues mit.
  • Nennen Sie Argumente.
  • Bitte keine Beleidigungen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zurückzuweisen.
Texte können erst nach Freischaltung durch die Redaktion erscheinen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*