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Projekt

Ruhrmoderne brutal

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Studierende in der ehemaligen Hauptschule: Die Ruhrmoderne Sommerakademie gibt Brutalismuskunde im Marler Marschall 66. (Foto: Timo Panzer)

Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Dichte an großartigen und auch gruseligen Beispielen von Bauten der Nachkriegsmoderne wie im nördlichen Ruhrgebiet. Vom 27. bis zum 30. Juli 2017 bietet sich Interessierten dort die Gelegenheit, „100 Stunden Brutalismus“ intensiv zu erleben.

Die Veranstaltung der Ruhrmoderne Sommerakademie (RMSA) lädt mit Exkursionen, Symposien und einer Filmnacht dazu ein, über Alternativen zur Musealisierung oder dem Abbruch der brutalistischen Gebäude und Ensembles nachzudenken. Die geführten Ausflüge führen zu Bauwerken in Marl und Wulfen sowie zu den Skulptur Projekten 2017 in Münster. Die Themen und Diskussionsteilnehmer der verschiedenen Symposien finden Sie hier.

Viele der modernen Gebäude zeugen vom Willen der Kommunen, ihren Bürgern öffentliche Innen- und Außenräume zu bieten. Doch sie sind Symbole einer vergangenen Öffentlichkeit, so die Veranstalter. Um Zugang zu einer neuen Öffentlichkeit zu bekommen, sei es notwendig, neue öffentliche Beteiligungsprogramme zu entwerfen. Die RMSA ist in die Initiative Ruhrmoderne eingebunden, einem interdisziplinären Netzwerk, das sich aus Wissenschaftlern, Künstlern, Planern und Architekten zusammensetzt und sich regelmäßig über die Weiterentwicklung des baulichen Erbes der Nachkriegszeit austauscht.

Wer mag, kann sich für die Dauer der „100 Stunden Brutalismus“ direkt im Hauptveranstaltungsort einquartieren. Die ehemals leerstehende Hauptschule trägt nun den Namen „Marschall 66“ und ist ein temporärer Studien- und Ausstellungsort, der von Studierenden und der Projektorganisation der Ruhrmoderne Sommerakademie thematisch gestaltet wird. Der Name erinnert an den Architekten Günther Marschall und das Entwurfsjahr 1966.

Ausführliche Informationen zum Projekt Ruhrmoderne sowie über die Sommerakademie und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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