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Wettbewerb

Lebendiges Archiv

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Früher Wachgebäude, bald Heimstatt des „Archiv der Avantgarden“: das historische Blockhaus Dresden. (Foto: Christoph Münch)

Der Kunstsammler Egidio Marzona schenkt seine riesige Sammlung avantgardistischer Kunst den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Nun läuft ein Realisierungswettbewerb  zum Umbau des historischen Blockhauses in ein „Archiv der Avantgarden“. Bewerbungsschluss ist der 18. September 2017.

Eine Institution soll entstehen, die das visionäre Gedankengut des 20. Jahrhunderts erlebbar macht und sich zugleich für neue wissenschaftliche Fragestellungen im 21. Jahrhundert öffnen wird. So stellt sich der Freistaat Sachsen das lebendige und interdisziplinäre Zentrum in Innenstadtlage laut Wettbewerbsausschreibung vor. Das Archiv wird für das wissenschaftliche Publikum ebenso wie für Interessierte geöffnet, es soll ein transparentes und offenes „Denklabor“ entstehen. Kostenrahmen: 20 Millionen Euro.

Das Blockhaus, gelegen am Brückenkopf der Augustusbrücke gegenüber der Altstadt, wurde 1739 nach Plänen von Zacharias Longuelune fertiggestellt. Später aufgestockt, brannte das Wachgebäude im Zweiten Weltkrieg aus. Als Veranstaltungszentrum 1982 wiedereröffnet, musste das Haus 2013 erneut, diesmal aufgrund von Hochwasserschäden, stillgelegt werden. Seine Fassade steht unter Denkmalschutz, im Innenbereich gibt es in dieser Hinsicht keine Auflagen. Der Standort gehört zu den bedeutsamen städtebaulichen Lagen im Dresdner Panorama.

Die Sammlung des deutsch-italienischen Galeristen und Verlegers Egidio Marzona umfasst etwa 1,5 Millionen Objekte verschiedener Kunstbewegungen der Avantgarde, wie Futurismus, Arte Povera, Expressionismus, Minimalismus oder Fluxus. Zu seiner umfangreichen Kollektion gehören etwa Werke von Bruce Naumann, Richard Serra und Mario Merz.

Der Realisierungswettbewerb ist mit insgesamt 120.000 Euro dotiert, aufgeteilt auf Preise und Anerkennungen. Ausführliche Informationen zur Auslobung finden Sie hier.

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