Artikel drucken Artikel versenden

Meldungen

Spielarten von Beton

Diesen Artikel teilen:

Das Kreativwirtschaftszentrum im Mannheimer Hafen von Hartwig Schneider Architekten

Hell oder dunkel, glatt oder rau, skulptural oder rational – die 20. Auflage des Architekturpreises Beton zeigt die vielen Gesichter des Baustoffs.

Über den Architekturpreis Beton können sich vier gleichberechtigte Sieger freuen: Die Erweiterung des Sprengel Museums Hannover von Meili Peter Architekten überzeugte mit ihrer dunklen Sichtbetonfassade, die durch Leisten und Felder auf unterschiedlichen Ebenen strukturiert wird. Im Konzerthaus Blaibach von Peter Haimerl erzeugen die Wände aus Leichtbeton durch den Zuschlag von Glasschaumschotter eine Dämmwirkung und eine natürlich erscheinende Maserung. Das Kreativwirtschaftszentrum im Mannheimer Hafen von Hartwig Schneider Architekten schafft mit rot eingefärbtem Sichtbeton die Verbindung zu den benachbarten Ziegelbauten.

Das Einfamilienhaus E20 in Pliezhausen von Steimle Architekten

Das Einfamilienhaus E20 in Pliezhausen wurde von Steimle Architekten aus 50 Zentimeter starkem Leichtbeton mit Blähtonzuschlag errichtet, die sägerauen Außenseiten mildern den monolithischen Eindruck.

Wohnungsbau in der Dresdener Gret-Palucca-Straße von Leinert Lorenz Architekten

Eine von vier Anerkennungen geht an Leinert Lorenz Architekten für ihren Wohnungsbau in der Dresdener Gret-Palucca-Straße, der beweist, dass auch aus Fertigteilen dank etagenweise verspringender Knicke in der Betonbrüstung ein dynamischer Solitär entstehen kann.

Zur Preisverleihung lädt das Informationszentrum Beton in Kooperation mit dem BDA am 18. September nach Düsseldorf ein.

Alle Preise und Anerkennungen: www.architekturpreis-beton.de

Beiräte beraten sich
Gestaltungsbeiräte aus ganz Deutschland – und solche, die es werden wollen – lädt die Stadt Freiburg im Breisgau am 19. und 20. Oktober zum Erfahrungsaustausch ein. Besprochen wird beispielsweise, ob Sitzungen öffentlich sein sollten, wie sichergestellt wird, dass sich Empfehlungen im fertigen Bauwerk wiederfinden oder wie das Verhältnis von Gestaltungsbeiräten zu Wettbewerbsjurys ist. Außerdem wird der Ausblick auf zukünftige Einsatzfelder gewagt, etwa bereits bei der Entwicklung städtebaulicher Leitbilder. Das Netzwerktreffen wurde 2016 von der Bundesstiftung Baukultur ins Leben gerufen. Die Bundesarchitektenkammer ist Kooperationspartner.

Informationen und Anmeldung: www.freiburg.de/netzwerktreffen-gbr

Die Mischung macht’s
Innenverdichtung oder neue Stadtteile? Und was kann das neu geschaffene „Urbane Gebiet“ leisten? Diese Fragen möchte der BDA Nordrhein-Westfalen bei der Veranstaltungsreihe „Die Mischung macht’s – Ein neues Gefühl von Stadt“ diskutieren. Gelegenheit dazu ist zwischen 25. September und 16. Oktober in Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Herdecke, Hilden und Köln.

Mehr Informationen: www.bda-nrw.de

Bauen im Dreiländereck
Bei den trinationalen Architekturtagen am Oberrhein können in 29 Städten von Heidelberg bis Basel über 200 Veranstaltungen besucht werden. Vom 29. September bis zum 27. Oktober stehen Exkursionen, Aktionen im öffentlichen Raum, Vorträge und Fortbildungen auf dem Programm. Am 23. Oktober wird Volker Staab im Straßburger Europarat sprechen.

Das ganze Programm: www.europa-archi.eu

Mauern einreißen
Ein ungewöhnliches Team wird den deutschen Pavillon auf der Architektur-Biennale 2018 in Venedig kuratieren, wie am 16. August bekannt wurde: Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit vom Architekturbüro GRAFT gemeinsam mit Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Ausgehend davon, dass Deutschland 28 Jahre geteilt war und im Jahr 2018 bereits 28 Jahre vereint sein wird, will ihr Beitrag „Unbuilding Walls“ die räumlichen Phänomene von Teilung und ihrer Heilung untersuchen. Zugleich soll über aktuelle Abgrenzungen nachgedacht werden, denn „während die Welt zusammenwächst, werden zunehmend Mauern diskutiert und errichtet“.

Wohnungsbau und Kirchen
Gut gemacht, umfangreich und trotzdem kostenlos: Zwei neue Publikationen der Wüstenrot Stiftung informieren zu hochaktuellen Themen. „Wohnvielfalt“ handelt von gemeinschaftlich und sozial ausgerichteten Wohnprojekten und dem Zusammenleben im Quartier. Im Rahmen eines Forschungsprojekts unter Leitung von Susanne Dürr und Gerd Kuhn wurden dazu 12 Fallbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht, die im Buch zunächst einzeln vorgestellt werden. Anschließend erfolgt ein Vergleich, etwa im Hinblick auf Raumprogramm, städtebauliche Einbindung oder Partizipation.

Das Buch „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ folgt auf einen Wettbewerb zu Sanierung und Umbau von Gotteshäusern (hier geht es zu den zwei Preisträgern). Mit vielen guten Fotos und Plänen werden 33 Beispiele aus Deutschland präsentiert, bei denen etwa der Kirchenraum zum Familienzentrum, zur Bibliothek oder zur Urnenbegräbnisstätte wurde.

Kostenlose Bestellung: www.wuestenrot-stiftung.de/publikationen

Immer auf Achse
Zunehmend wird zwischen Wohn- und Arbeitsort gependelt. Das hat Auswirkungen auf den Wohnungsbau, das Verkehrsnetz und die Stadtbevölkerung – aber auch auf die persönliche Organisation von Familie, Freizeit und Beruf. Besonders aus weiblicher Perspektive werden diese Fragen am 29. September auf der Tagung „zuhause – unterwegs“ in Stuttgart behandelt, die von den Architektinnen der Landeskammer Baden-Württemberg und der Kammergruppe Stuttgart veranstaltet wird. Fachfrauen aus unterschiedlichen Disziplinen referieren über Mobilität, Heimatgefühl und Wohnwünsche. Architektinnen aus ganz Deutschland sind eingeladen.

Tagungsbeitrag: 50 Euro.
Informationen und Anmeldung bis 18. September: www.akbw.de/link/cz2

Passend zum Thema





Kommentare

Wir freuen uns über Ihre Beiträge und bitten Sie, die Regeln dieses Forums einzuhalten:

  • Bitte nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre e-Mail-Adresse. Anonyme Statements werden nicht veröffentlicht. Ihre e-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht mit veröffentlicht und nur im Falle von Rückfragen durch die Redaktion genutzt.
  • Schreiben Sie zur Sache.
  • Teilen Sie etwas Neues mit.
  • Nennen Sie Argumente.
  • Bitte keine Beleidigungen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zurückzuweisen.
Texte können erst nach Freischaltung durch die Redaktion erscheinen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.