Artikel drucken Artikel versenden

Ausstellung

Urbane Fremdbestimmung

Diesen Artikel teilen:

„Platz der Akademie“ (1988), Öl auf Holz, von Brigitte Fugmann aus dem Kunstarchiv Beeskow. (Bild: Brigitte Fugmann)

Das kleine Schloss Biesdorf im Berliner Osten ist zum „Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum“ umgebaut worden. Die aktuelle Ausstellung „Zwischen Räumen“ (bis 8. Oktober 2017) erforscht, wie politische und wirtschaftliche Interessen unser urbanes Leben formen und bestimmen.

Inspiriert vom Werk des New Yorker Künstlers Gordon Matta-Clark (1943-1978), der in den 1970er Jahren Häuser zerschnitt oder soziale Räume in städtischen Brachen schuf, beschäftigen sich in der Ausstellung 15 Künstler mit den Bedingungen von Raumbegrenzung und -produktion – sowie ihrer Überwindung.

Aus dem Kunstarchiv Beeskow werden sechs Künstler aus der DDR präsentiert, die sich in Bildern, Grafiken und Fotografien mit der Stadtlandschaft Ost-Berlins auseinandersetzten. Die Arbeiten werden Filmen und Fotografien Matta-Clarks gegenübergestellt, die ihrerseits aus einer Zeit des Umbruchs hervorgegangen sind. Wie aktuell viele der Themen noch heute sind, zeige nicht zuletzt der Dialog mit zeitgenössischen Positionen Berliner Künstler zum umkämpften Bezugsraum Stadt, so die Veranstalter. Weitere Informationen zur Ausstellung „Zwischen Räumen“ finden Sie hier.

Das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum wurde übrigens im September 2016 in den denkmalgerecht sanierten Räumen von Schloss Biesdorf eröffnet. Die zweistöckige, klassizistische Turmvilla, vor 150 Jahren erbaut, ist später von der Familie Siemens um einen landschaftlichen Park erweitert worden. Dieser mag Besucher dazu inspirieren, die Kunstausstellung mit einer Besichtigung der sehr empfehlenswerten und überdies nahegelegenen Internationalen Gartenausstellung im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu verbinden. Alle Informationen zur IGA Berlin finden Sie hier.

Passend zum Thema





Kommentare

Wir freuen uns über Ihre Beiträge und bitten Sie, die Regeln dieses Forums einzuhalten:

  • Bitte nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre e-Mail-Adresse. Anonyme Statements werden nicht veröffentlicht. Ihre e-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht mit veröffentlicht und nur im Falle von Rückfragen durch die Redaktion genutzt.
  • Schreiben Sie zur Sache.
  • Teilen Sie etwas Neues mit.
  • Nennen Sie Argumente.
  • Bitte keine Beleidigungen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zurückzuweisen.
Texte können erst nach Freischaltung durch die Redaktion erscheinen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*