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Ausstellung

Aus dem Schatten

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Elisabeth von Knobelsdorff und Therese Mogger an der Technischen Hochschule München, 1909/10. (Foto: I. Weber-Pfleger)

Den Architektenberuf ergriffen Frauen erstmals vor gut hundert Jahren. Von jeher eine Männerdomäne, absolvieren mittlerweile mehr Frauen als Männer ein Architekturstudium. In Führungspositionen sind sie dennoch bis heute eher selten anzutreffen.

Eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt beleuchtet historische und aktuelle Entwicklungen in der Branche aus weiblicher Perspektive. „Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberuf“ (30. September 2017 bis 8. März 2018) erzählt die Architekturgeschichte exemplarisch in 22 Porträts, Werkbeispielen und ganz persönlichen Geschichten. Die Collage fügt sich zu einem Bild der Selbstbehauptung und zeigt, wie Architektinnen immer mehr aus dem männlichen Schatten treten, um die Baukultur prägend mitzugestalten.

Heute erreichen zwar mehr Frauen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Hochschullehrerinnen, als Präsidentinnen von Architektenkammern. Doch die Gründung von Büros, die Besetzung einflussreicher Stellen und Professuren sind noch immer Männersache. Die Ausstellung im DAM geht diesem Phänomen nach. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Symposien, Vorträgen, Streitgesprächen und Studientagen dient als Plattform, um möglichst vielen Architektinnen Gesicht und Stimme zu geben, so die Veranstalter.

Parallel zur Ausstellung zeigt das DAM in seiner Reihe „Schätze aus dem Archiv“ eine kleine Auswahl der Pläne und Zeichnungen zu einem nicht realisierten Entwurf für ein Berliner Bürohaus von Zaha Hadid. Weitere Informationen über „Frau Architekt“ und das Begleitprogramm finden Sie hier.

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