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Ausstellung

Fotogene Betonmonster

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Klotzbauweise: Brutalistische Architektur gefällt nicht jedem, doch kalt lässt sie keinen. (Foto: Wolf Leeb)

Die brutalistische Architektur der 1950er bis 1970er Jahre ist in Verruf geraten und vielerorts vom Abriss bedroht. Doch in sozialen Medien kämpfen inzwischen immer mehr Fans um den Erhalt der fotogenen Sichtbetonbauten.

Mit der Ausstellung „SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!“ (9. November 2017 – 2. April 2018) zeigt das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung den expressiven Baustil erstmals im weltweiten Überblick. Zu sehen sind Bauten aus Japan, Brasilien, dem ehemaligen Jugoslawien, Israel und Großbritannien, wo der New Brutalism von Alison und Peter Smithson erfunden wurde.

Ungewöhnlich große Modelle und Betongüsse sollen zu einer differenzierteren Bewertung der materialsichtigen Ästhetik führen, hoffen die Veranstalter. Denn der Hang zur nackten Konstruktion gibt Zeugnis von einer Zeit der Experimente und des gesellschaftlichen Aufbruchs. Die Rettungskampagne #SOSBrutalism mit einer Datenbank zu über 1.000 Bauten erweitert die Ausstellung ins Internet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
„SOS Brutalismus – Eine internationale Bestandsaufnahme“
Hg.: Oliver Elser, Philip Kurz, Peter Cachola Schmal
668 Seiten, 1200 Abbildungen
Preise: 59 Euro im Museumsshop / 68 Euro im Buchhandel
Park Books Zürich; ISBN 978-3-03860-074-9

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