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Meldungen

Vom Deutschen Architektenkongress, BIM Infos, Backstein Projekten und Fördergeldern

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Bremer Landesbank, Caruso St John

Vom Deutschen Architektenkongress, BIM-Infos, Backstein Projekten und Fördergeldern bis hin zu Schülerentwürfen für optimale Schulen. Das sind die aktuellen Meldungen.

Bestes aus Backstein

Die Bremer Landesbank von Caruso St John Architects aus London erhält den „Grand Prix“ des Fritz-Höger-Preises 2017 als bestes von über 600 eingereichten Projekten aus Backstein. Das kraftvolle Bauwerk mache den Bezug zum Ort deutlich und spiele „mit selten gesehener Raffinesse“ die Gestaltungsmöglichkeiten des Materials aus, so die Jury. Goldene Preise wurden in den Kategorien ֕ffentliche Bauten (Shakespeare-Theater, Danzig), Wohnungsbau (Wohntürme T5 und T6, Antwerpen), Einfamilienhaus (Termitary House, Da Nang, Vietnam) und Sanierung (Kirche Santa Maria de Vilanova de la Barca, Spanien) verliehen.

Santa Maria de Vilanova de la Barca, Alea Olea architecture & landscape

Den Goldenen Preis für Energie erhielten Wulf Architekten aus Stuttgart für die Hessenwaldschule in Weiterstadt bei Darmstadt. Der präzise geschnittene Baukörper mit hellgrau geschlämmtem Mauerwerk erreicht den Passivhausstandard.

Hessenwaldschule, Wulf Architekten

Einen Goldenen Preis als Newcomer erhält Nick Chadde aus Weimar für seine bildhafte Idee zum Umbau einer alten Ziegelei in ein Badehaus.

Die Preisverleihung fand am 6. Oktober in Berlin statt. Eine Ausstellung soll an verschiedenen Universitäten Station machen.

www.backstein.com/architekturpreis

Deutscher Architektenkongress

Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen und ihre Auswirkungen auf das Bauwesen, wie beispielsweise eine zunehmende Gebäudeautomation, verändern das Berufsbild der Planer. „Die Rolle des Architekten im digitalen Zeitalter“ ist daher Thema des Deutschen Architektenkongresses, der am 16. November in Berlin stattfindet. Neben handfesten Vorträgen, etwa zur Vermeidung von Haftungsfallen bei der Nutzung von BIM, stehen kontroverse Diskussionen mit Vertretern von Kommunen, der Industrie sowie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Mittelpunkt. Thematisiert wird, ob neue Technologien auch eine neue Baukultur mit sich bringen, ob Google, Apple und Co bald unsere Gebäude steuern und ob der Architekt dabei Kundenberater, Projektentwickler oder Allroundgenie sein wird. Über das „Wesen der Architektur im 21. Jahrhundert“ spricht der Architekt Hadi Teherani. BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann wird den Kongress eröffŸnen, der von Euroforum in Kooperation mit dem Deutschen Architektenblatt (DAB) veranstaltet wird. Abonnenten des DAB zahlen 250 statt 400 Euro. Fortbildungspunkte sind beantragt.

Informationen und Anmeldung: www.architekten-kongress.de

BIM-Pilotkurs

Im September wurde ein einheitlicher „BIM Standard Deutscher Architektenkammern“ für Fort- und Weiterbildungen etabliert, wie wir im letzten Heft berichteten. Der entsprechende Pilotkurs „BIM in der Architektur“ findet vom 23. bis 25. November in Wiesbaden statt. Er gibt einen Überblick über rechtliche Grundlagen, verschiedene BIM-Werkzeuge und das teamorientierte Zusammenarbeiten am digitalen Modell, bei dem der Architekt als Koordinator im Mittelpunkt steht. Veranstalterin ist die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. Deren Mitglieder zahlen 1.200 Euro, Gäste 1.450 Euro. Die Anmeldung ist bis zum 9. November möglich.

Informationen und Anmeldung: www.akh.de

BIM-Leitfaden

Die Verbreitung von BIM hat Auswirkungen auf das Leistungsbild der Architekten, auf die Gestaltung von Verträgen und auf die Honorarberechnung. Der 90-seitige Leitfaden „BIM für Architekten – Leistungsbild, Vertrag, Vergütung“ stellt das Leistungsbild Objektplanung dar und gibt detaillierte Anwendungshinweise. Die vorgeschlagenen „Besonderen Leistungen“ nach HOAI werden dabei genau erläutert. Zu finden sind auch Klauselvorschläge für Architektenverträge sowie Hinweise zu Urheberrecht, Datenschutz und Haftung. Die Broschüre wurde von der BAK mit den Kammern aus Hessen und Nordrhein-Westfalen erstellt.

Kostenloser Download

Forschungsgelder beantragen

Die Initiative „Zukunft Bau“ vergibt Fördergelder für Forschungen zur Rolle der Architektur und der Stadtplanung bei der Gestaltung von zukunftsfähigen Wohn- und Lebensräumen. Die Untersuchungen können sich auf die Raumqualität, die Planungskultur oder direkt auf bauliche Maßnahmen beziehen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind die Zukunftsperspektiven für das Planen und Bauen an den Schnittstellen von Architektur, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik und Städtebau. Anträge werden bis zum 30. November angenommen.

www.forschungsinitiative.de

Neues aus San Riemo

Die Münchener Genossenschaft „Kooperative Großstadt“ wird ihr Projekt „San Riemo“ in der Messestadt Riem (siehe „Wohnen als Experiment“) nach dem zweitplatzierten Entwurf von Summacumfemmer und Juliane Greb realisieren. Den ersten Preis von Tim Schäfer, Pablo Donet Garcia und Tanja Reimer betrachten sie als mit dem vorhandenen Budget nicht umsetzbar.

www.kooperative-grossstadt.de

Schüler machen Schule

Das Berliner Haus der Kulturen der Welt und die ZEIT-Verlagsgruppe rufen Schüler dazu auf, ihre Forderungen an die Schule der Zukunft zu formulieren. Was macht die perfekte Schule aus und welches Wissen vermittelt sie? Wer lernt von wem und wie? Und nicht zuletzt: Wie sollten Schulen gebaut sein? Eingereicht werden können spontane Skizzen aus der Fünfminutenpause ebenso wie große Visionen aus Projektwochen. Alle Formate sind erwünscht: Kurzgeschichte oder Rap, 3-D-Modell oder Collage, Handyvideo oder Comic.Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018.

Mehr Informationen

 

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