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Vom Naturstein-Preis zu Bauprojekten, Denkmalspezialisten und Kirchenbauten

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Vom Naturstein-Preis zu Bauprojekten, Denkmalspezialisten und Kirchenbauten.

Naturstein wird prämiert

Noch bis zum 31. Januar 2018 können Projekte, die Naturstein gestalterisch oder konstruktiv einsetzen, für den Deutschen Naturstein-Preis vorgeschlagen werden. Chancen haben Hochbauten und Freiraumgestaltungen – aber auch Sanierungen oder Rekonstruktionen mit besonderen Steindetails.

www.natursteinverband.de

Weit weg oder ganz nah

Beton-Spezialisten und -Liebhaber kommen sicherlich bei einer für Anfang Mai angekündigten „Fachstudienreise Beton“ auf ihre Kosten. Zur Auswahl stehen aber auch Architekturreisen nach Japan vom 16. bis 26. März oder nach Portugal vom 11. bis 15. April. Ende Juni geht es zur Architektur-Biennale nach Venedig.

www.reisenundevents.de

Aber auch hierzulande gibt es Neues zu sehen: die Elbphilharmonie zum Beispiel. An zwei Tagen entdecken Sie die Hafencity und blicken hinter die Kulissen des neuen Konzerthauses. Planungsbeteiligte berichten vom anspruchsvollen Bauprozess. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, zeigt sich bei einem Konzertbesuch. Das Programm wird als Fortbildung anerkannt und kostet 650 Euro inklusive Übernachtung und Anreise.

Termine: 20. bis 21. Februar und 23. bis 24. Juni 2018.

www.architectours.org

Das Stadtmuseum Aarau wurde mit Rücksicht auf das Denkmal erweitert.

Silberturm sticht heraus

Die Wüstenrot Stiftung öffnete ihren Gestaltungspreis, der dieses Jahr unter dem Motto „Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz“ stand, erstmals für Projekte aus Österreich und der Schweiz. Prompt sind unter den zehn Preisen und Anerkennungen nur drei deutsche Projekte. Den Hauptpreis erhalten Diener & Diener für die Erweiterung des Stadtmuseums Aarau. Ausgezeichnet werden außerdem die Sanierung des historischen Türalihus in Valendas (Capaul & Blumenthal), der Schulanlage Felsberg in Luzern (Menzi Bürgler) und des Hallenbades City in Zürich (Ernst Niklaus Fausch).

Das Hochhaus der früheren Dresdner Bank behielt auch nach der Sanierung seinen futuristischen 70er-Jahre-Charme.

Das einzige ausgezeichnete Projekt aus Deutschland hat dafür umso mehr Signalwirkung. Der noch nicht denkmalgeschützte „Silberturm“ in Frankfurt am Main bleibt auch nach der Ertüchtigung durch die Architekten Schneider und Schumacher ganz typisch für die 1970er-Jahre: Aluminiumfassade, abgerundete Ecken und Fenster wie im Flugzeug. Das Schwimmbad im 31. Stock, das eigentlich als Löschwasserbecken diente, wurde allerdings in einen Konferenzsaal umgebaut. Die von ABB Architekten entworfene frühere Zentrale der Dresdner Bank war mit 166 Metern bis 1990 das höchste Haus Deutschlands.

www.wuestenrot-stiftung.de

Archiv neu eröffnet

Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW öffnet sein Archiv – zumindest online. Dort sind alle Ausstellungen des mobilen Museums dokumentiert, die seit der Gründung im Jahr 2005 an verschiedenen Orten stattfanden. Dabei ging es um gewagte Dachkonstruktionen, um Moscheen oder um die städtebauliche Entwicklung an Rhein und Ruhr. Auch monografische Ausstellungen, etwa über Paul Schneider von Esleben, Hans Scharoun oder Werner Ruhnau, sind in Bildstrecken, Texten und Videos nachzuerleben.

www.archiv.mai-nrw.de

Auftragslage gut, Umfrage eingestellt

Die stets als Barometer für die Baukonjunktur dienende Umfrage des ifo-Instituts unter freischaffenden Architekten wurde vor Kurzem eingestellt. Die letzten Daten zum zweiten Quartal 2017 weisen auf eine weiterhin gute Auftragslage hin, besonders im Wohnungsbau. Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Kreativ mit Stahl

Alle drei Jahre prämiert der Verband der deutschen Stahlindustrie beispielhafte Lösungen in mehreren Kategorien. Neben Stahlprodukten und Stahldesign ist auch Stahl als Baumaterial gefragt. Preiswürdig sind Tragwerke oder Fassadenkonzepte, aber auch individuell entwickelte Details oder Bauteile. Besonders energie- oder materialsparende Lösungen werden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Abgabeschluss für den „Stahl-Innovationspreis 2018“ ist der 26. Januar 2018.

www.stahl-innovationspreis.de

Denkmalspezialisten gesucht

„Architekt in der Denkmalpflege“ darf sich nennen, wer eine entsprechende Weiterbildung der Propstei Johannesberg in Fulda absolviert hat. Die Seminarreihe, die sich auf das praktische Planungs- und Baugeschehen konzentriert, findet in zwölf Wochenblöcken zu je 578 Euro statt. Kooperationspartner sind die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und das hessische Landesamt für Denkmalpflege.

www.propstei-johannesberg.de

Baumeister Natur

Von Tieren und Pflanzen lässt sich einiges lernen: Immer wieder nutzen Architekten die Natur als Vorbild, um besonders elegante Formen oder effiziente Konstruktionen zu entwickeln. Die Ausstellung „Baubionik – Biologie beflügelt Architektur“ im Stuttgarter Naturkundemuseum zeigt bis zum 6. Mai 2018 neue Forschungsergebnisse und gebaute Beispiele.

www.naturkundemuseum-bw.de

Für das Bauen mit Zukunft

Das Bundesverdienstkreuz für den Schweriner Architekten Joachim Brenncke ehrt dessen Einsatz für die Baukultur und die ländliche Entwicklung im Nordosten Deutschlands.

Der Architekt Joachim Brenncke erhielt am 4. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz. Der Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer wurde damit für sein berufspolitisches Engagement, aber auch für seinen persönlichen und meist ehrenamtlichen Einsatz für eine lokale Baukultur und für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume ausgezeichnet. Als junger Architekt im Schweriner Stadtbaubetrieb bewertete Brenncke in den 1980er-Jahren die Erhaltungsfähigkeit historischer Bausubstanz in der Schweriner Schelfstadt. Obwohl er viele Objekte für sanierbar hielt, wurden sie von der Stadt zum Abriss freigegeben. Als Reaktion schloss sich Brenncke mit anderen Architekten und Künstlern zu einer Initiative zusammen, besserte ein Haus mit eigenen Händen aus: „Das barg natürlich Konfliktpotenzial, im Stadtbaubetrieb zu arbeiten, aber als Privatperson öffentlich die vorgegebene Abrisspolitik anzuzweifeln. Vorladungen vor die Betriebsleitung waren die Folge“, berichtet der Geehrte. Ebenso kritisch beobachtete Brenncke den nach der Wende einsetzenden und bis heute anhaltenden Bauboom an der Ostseeküste: „Statt vereinfachter Schubladen-Schein-Architektur brauchen wir wieder eine ortsbezogene Baukultur.“ Die Bäderarchitektur sei nämlich überall an der Ostseeküste unterschiedlich, zum Beispiel auf dem Darß anders als auf Usedom. Die Landeskammer und ihr Präsident raten daher gerade bei touristischen Bauten zu mehr Wettbewerben. Dass lokale Bauweisen und Bezüge in Vergessenheit geraten, liegt für Brenncke auch daran, dass gerade im ländlichen Raum immer weniger Fachleute in den Bauverwaltungen sitzen. Um diese Lücke zu schließen, bietet seine Kammer für kleine Gemeinden mobile Gestaltungsbeiräte an, die je nach Bedarf eine Bauaufgabe beratend begleiten. Für einen Ort im Landkreis Vorpommern-Rügen sitzt Brenncke selbst im Beirat.

Vor dem Bauen muss der ländliche Raum aber fit für die Zukunft gemacht werden. Dabei hilft die „Akademie für Nachhaltige Entwicklung M-V“, in der sich Brenncke seit 2006 engagiert, seit 2016 als Vorstandsvorsitzender. Die Akademie fördert Projekte aus den Bereichen Bildung, Daseinsvorsorge, erneuerbare Energien, regionale Lebensmittel und Ressourcenschutz. Gerade Architekten könnten auch in strukturschwachen Regionen Potenziale erkennen und den Menschen Mut machen, findet der Geehrte. „Wir wollen erreichen, dass man uns als Fachleuten wieder zuhört und unseren Rat annimmt, anstatt dem schnellen Geld hinterherzulaufen.“

Weihnachten mit Gottfried Böhm

Während Gottfried Böhms Kirchenbauten äußerlich mal besonders schlicht, mal besonders skulptural erscheinen, überrascht im Inneren ein Spiel aus Licht und Farben. Böhm entwarf die bunten Fenster oftmals selbst. Dabei taucht als Symbol der Erlösung, des Paradieses und des Wesens Marias immer wieder die Rose auf. Die neuen Grußkarten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zeigen vier Motive aus Neviges, Neuss-Gnadental und Troisdorf-Müllekoven. Die acht Karten kosten 9,90 Euro.

www.monumente-shop.de

 

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