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Baukunst, Baukultur, bezahlbares Bauen und vieles mehr

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Baukunst, Baukultur, bezahlbares Bauen und vieles mehr

Kunst am Bau für jedermann

Arbeitet man nicht gerade in einer Bundesbehörde, bleibt einem leider viel von der Kunst am Bau verborgen, die die Bundesrepublik seit 1950 angeschafft hat. Das ändert sich nun mit dem virtuellen „Museum der 1000 Orte“. Da sind Riesen-Pollen aus Bronze von TRAK Wendisch im Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Quedlinburg, die inzwischen zerstörte „Kinetische Säule“ von Reinhard Omir im Garten der Deutschen Botschaft in Kabul oder „La Grande Fenêtre“ von Daniel Buren im Berliner Bundesarbeitsministerium (Foto). Jedem Kunstwerk ist eine Bildstrecke und ein Text gewidmet. Auch der Kaufpreis wird genannt. Die Website wird kontinuierlich erweitert.

www.museum-der-1000-orte.de

Nachkochen erwünscht

Mit „33 Baukultur Rezepten“ soll wieder Leben in Dörfer und Kleinstädte kommen. Vorgestellt werden meist unkonventionelle Formate der Bürgerbeteiligung und der Baukulturvermittlung. Im niedersächsischen Dingden wurde ein leer stehendes Haus in Goldfolie verpackt und wieder ins Bewusstsein gerufen. Das Ilzer Land besitzt nun eine Baukulturbibliothek, und die Bewohner des Dorfes Pleß gingen an die Uni: Sie besuchten Studenten an der TU München, die Ideen für verlassene Höfe im Dorf erarbeitet hatten. Hinzu kommen Filmabende, Jausen und Stammtische, denn auch Baukultur geht durch den Magen. Die Rezepte mit Zutatenlisten und Zubereitungsempfehlungen hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen des Forschungsprojekts „Baukultur konkret“ gesammelt. Partner waren das Büro für urbane Projekte Leipzig, die Alanus Hochschule, der Verein LandLuft und die Bundesstiftung Baukultur.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Bezahlbare Beispiele

Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat mit „Bezahlbar Bauen und Wohnen“ ein drittes Heft aus der Wohnungsbau-Reihe „Konzept“ veröffentlicht. Die Bezahlbarkeit von Wohnraum ist eine existenzielle Frage für jeden Betroffenen und damit ein Problem mit sozialer Sprengkraft. Das Heft enthält Projektbeispiele, deren Vielfalt zeigt: Es gibt keine Patentlösung – dafür sind die Rahmenbedingungen in Städten und Gemeinden zu verschieden. Es braucht individuelle Lösungen, von denen andere lernen können. Download oder Bestellung unter www.akbw.de/konzept.html

Bauen weiterhin sicher

Wie können bis zur vollständigen Harmonisierung der europäischen Normen bauordnungsrechtliche Anforderungen eingehalten und nachgewiesen werden? Dazu hat die BAK mit anderen Verbänden ein System zur Ausschreibung und Bestellung von Bauprodukten vorgestellt, mit dem sicheres Bauen weiterhin möglich ist. Wie das System funktioniert und was Architekten dabei beachten müssen, erfahren Sie in Kürze im DAB. Die gemeinsame Erklärung der Verbände „Anforderungen an harmonisierte Bauprodukte in Deutschland zur Erfüllung bauordnungsrechtlicher Vorschriften“ finden Sie unter www.bak.de

Neues Präsidium für Europa

Der Architects’ Council of Europe (ACE) vertritt die Interessen von Architekten auf europäischer Ebene. Auf seiner Generalversammlung wurden am 1. und 2. Dezember 2017 in Brüssel Präsidium und Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Neuer Präsident ist ab Januar der Österreicher Georg Pendl. Im Vorstand, der aus zehn Architektinnen und Architekten aus zehn Ländern besteht, wurde die Deutsche Ruth Schagemann bestätigt.

Architektenstimme in Europa

Der ehemalige langjährige Geschäftsführer der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen Wolfgang Haack wurde am 1. Dezember für seinen erfolgreichen Einsatz auf europäischer Ebene für die Belange der Architekten ausgezeichnet. Der Award of Merit des ACE würdigt über 20 Jahre ehrenamtliches Engagement für eine zeitgemäße Anerkennung von Berufsqualifikationen sowie für Wettbewerbs- und Honorarfragen.

Nah am Wasser gebaut

Warum sollten nur Bootsbaufirmen Hausboote bauen? Als Architekt dürfte aber die Suche nach Regeln für Genehmigung und Konstruktion schwierig werden, zumal noch keine Landesbauordnung Vorschriften dazu enthält. Ein Merkblatt des Vereins „Internationale Bootsexperten e.‡V.“ informiert nun über das Wasserrecht, über Schwimmkörper und Liegeplätze und über den Anschluss an Versorgungsleitungen. Das 102-seitige Dossier kostet 375 Euro.

www.bootsexperten.eu

 

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