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Meldungen

Von Preisen, Städtebau, Normen und Baukultur

Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot Augsburg-Nord

Von Preisen, Städtebau, Normen und Baukultur – das sind die aktuellen Meldungen.

Best of Deutschland

Den DAM-Preis für Architektur in Deutschland erhalten bogevischs buero in Arge mit SHAG Architekten für das genossenschaftliche Wohnprojektwagnis ART in München (siehe Bild oben).

Die anderen Finalisten waren as-if Architekten mit ihrem Hauptcampus der Zeppelin-Universität Friedrichshafen (siehe Bild oben), Caruso St John Architects mit der Bremer Landesbank sowie Knerer und Lang mit dem Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot Augsburg-Nord. Diese und die vielen nominierten Projekte sind jetzt im „Deutschen Architektur Jahrbuch 2018“ versammelt. Es ist bei DOM publishers erschienen und kostet 38 Euro.

Städtebaulicher Erfolg

Städtebauliche Projekte, die sparsam mit Ressourcen umgehen und einen wichtigen Beitrag für den öffentlichen Raum und das Ortsbild leisten, können noch bis zum 15. April für den Deutschen Städtebaupreis 2018 vorgeschlagen werden. In einer Sonderkategorie werden Orte der Bildung und Kultur ausgezeichnet. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird von der Deutschen Akademie für Städtebau- und Landesplanung (DASL) vergeben und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

www.staedtebaupreis.de

Städtebaulicher Spagat

Wie städtebaulicher Denkmalschutz in einem boomenden ebenso wie in einem stagnierenden Umfeld gelingt, soll vom 19. bis 21. April in Rostock diskutiert werden. Beider Tagung „Praxisfeld Historische Städte“ werden neue Ansätze aus der kommunalen Praxis vorgestellt, mit denen der Spagat zwischen baukulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen gelingen kann. Veranstalter sind das Netzwerk historischer Städte „Forum Stadt“ und die DASL. Kosten: von 30 bis 190 Euro.

www.forum-stadt.eu

VOB/B bleibt unverändert

Vor dem Hintergrund des neuen gesetzlichen Bauvertragsrechts im BGB wurde auch über eine Aktualisierung der VOB/B diskutiert. Der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss hat sich jedoch Ende Januar vorerst dagegen entschieden. Zunächst soll die Entwicklung der Rechtsprechung zum neuen gesetzlichen Bauvertragsrecht, insbesondere unter AGB-rechtlichen Aspekten, verfolgt und daraus etwaiger Veränderungsbedarf der VOB/B abgeleitet werden.

Bauleitplanung honoriert

Erstmals richtet sich ein „Grünes Heft“ des AHO an Stadtplaner. Heft 36 behandelt „Bewertungsmerkmale für die Ermittlung der Honorarzone in der Bauleitplanung“. Für eine einfache Ermittlung der zutreffenden Honorarzone sorgen Checklisten. Deren Handhabung wird an zehn realen Bebauungsplänen veranschaulicht. Das Heft kostet 32,80 Euro.

www.aho.de

Normen für die Zukunft

Normen betreffen alle. Sie erleichtern das Planen und Bauen, sie reduzieren Risiken und bieten Sicherheit. Aber schränken sie auch kreative Spielräume ein? In jedem Fall bieten sie genug Diskussionsstoff – etwa für die erste „Regionalkonferenz Normung“, zu der die Bayerische Architektenkammer und die Bundesarchitektenkammer am 19.März in das Haus der Architektur nach München einladen. Die Tagung ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

www.byak.de/aktuelles

Baukultur für Europa

„Baukultur“ etabliert sich europaweit – als Idee und als Schlagwort. So wurde am Rande des Weltwirtschaftsforums unter Schweizer Federführung die „Davos Declaration“ der europäischen Kulturminister verabschiedet. Sie steht für eine integrative Sichtweise von baulichem Erbe und mutigem Neubau. Dabei wird der dringende Bedarf an einer Aufwertung der gebauten Umwelt erkannt und auf die wachsende Urbanisierung, die Schrumpfung ländlicher Räume, auf Ressourcenknappheit und Flächenverbrauch als Herausforderungen verwiesen. Bewusst wird der deutsche Begriff „Baukultur“ verwendet, der Bauen als kulturelle Praxis erkennen lässt. Vertreter Deutschlands war der Staatssekretär im Bundesbauministerium Gunther Adler. Die Bundesstiftung Baukultur war an der redaktionellen Vorbereitung beteiligt.

www.davosdeclaration2018.ch

Essener Grugahalle

Schöne Schwergewichte

Gerade im Kulturerbejahr 2018 verdienen auch die Großstrukturen der Boom-Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg Aufmerksamkeit. Schließlich gehören auch sie zu unserem Bestand und längst nicht alle sind teure Sanierungsfälle. Viele sind beliebter Wohnort oder bekanntes Wahrzeichen. Besonders viele „Big Beauties“ findet man im Ruhrgebiet – und auf einer neuen Website von StadtBauKulturNRW und der TU Dortmund Bauwerke wie die Grugahalle in Essen, die (gescheiterte) Wohnvision Habiflex in Wulfen, das RathausMarl oder das Terrassenhaus Girondelle in Bochum werden mit Bildern und Texten porträtiert und auf einer Karte vermerkt. Im Sommer folgen Veranstaltungen und Führungen vor Ort.

Marler Rathaus

www.bigbeautifulbuildings.de

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