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Meldungen

Von Preisen, Ideen und schicken Fassaden


Hanseatisch shoppen
Auch in Hamburg entdeckt der Denkmalschutz die Postmoderne. Anstelle der abgeschlossenen Einkaufszentren der 1970er-Jahre trat 1980 mit dem Hanseviertel (geplant von gmp) ein stadtfreundliches Center auf den Plan. Hinter den Geschäftshausfassaden führt eine eingeschossige und von ­Tageslicht erhellte Passage durch das Blockinnere, das geradezu als öffentlicher Raum empfunden wird. Auch mit der Rückbesinnung auf den Backstein wurde ein bis heute gültiger neuer Hamburger Standard gesetzt. Zuletzt waren Händler und ­Kunden zunehmend abgewandert, weshalb die ­Eigentümerin Allianz Real Estate über einen Verkauf nachdenkt. Dem gerüchteweise schon drohenden Abriss ist man mit dem Schutzstatus nun zuvorgekommen.

Architektur in den Medien

Alle zwei Jahre lobt die Bundesarchitektenkammer ihren Medienpreis aus. Unter dem Motto „Architektur bleibt“ steht im Kulturerbejahr 2018 die journalistische Auseinandersetzung mit dem historischen Bestand, aber auch dessen Ergänzung durch zeitgenössische Architektur im Mittelpunkt. Eingereicht werden können Beiträge aus Print- oder Online-Medien, Radio oder Fernsehen bis zum 31. Mai. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 11.500 Euro dotiert.

www.bak.de

Junge Ideen

Die Stuttgarter Architekturgalerie am Weißenhof will mit ihrem Förderpreis sichtbar machen, dass die Ideen junger Architektinnen und Architekten ein wichtiger Beitrag zum Architekturdiskurs sind. Der Preis wird zum sechsten Mal ausgelobt und zeichnet sowohl realisierte Bauten als auch konzeptionelle Projekte und Strategien aus. Neben einem Preisgeld von 10.000 Euro wird es eine Ausstellung und einen Katalog geben. Bewerbungsschluss ist der 2. Juni.

www.weissenhofgalerie.de


Auf IT gebaut
Um digitale Ideen, die das Bauen verbessern, ging es im Wettbewerb „Auf IT gebaut“. In der Kategorie Architektur wurden zwei erste Preise vergeben: Josephus Meulenkamp entwickelte eine Methode für eine möglichst fehlerfreie Nutzbarmachung von modellbasierten Projektdaten für das Facility Management. Philipp Schwan beschäftigte sich mit einer optimierten Planung von Flughäfen (Bild). Dabei werden bereits in einem BIM-Modell Vorgaben (Flugsicherheit, Brandschutz) überprüft und gewichtet und mit architektonischen Parametern abgeglichen. Die Bundesarchitektenkammer war neben der IG BAU und Verbänden der Bauwirtschaft erstmals Mitauslober. Für die nächste Runde kann man sich bereits anmelden.

www.aufitgebaut.de


Schicke Fassade
Bis zum 18. Mai können sich ­Architekten und Ingenieure für den ­Deutschen ­Fassadenpreis bewerben, wenn sie seit 2015 eine vorgehängte und hinterlüftete Fassade realisiert haben. Geachtet wird auf Energie­effizienz und Gestaltung, ­gute ­handwerkliche Ausführung und mögliche intelligente Zusatzfunk­tionen. Bis zu drei Projekte können vorgeschlagen werden.(Foto: Preisträger 2013, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten)

www.fvhf.de

1 :1 in Thüringen

Architekturbüros aus ganz Deutschland, die seit 2015 in Thüringen einen Neubau oder eine Sanierung realisiert haben, können sich bis zum 23. April für den BDA-Preis „eins zu eins – Ausgezeichnete Bauten in Thüringen 2018“ bewerben. Im Maßstab 1 : 1 sollen dabei Qualitäten, wie etwa eine intelligente Erfüllung der Funktionen, die Einbindung in einen historischen Bestand oder besonders ausgearbeitete Details, ­erkennbar werden.

www.bda-thueringen.de

Ökobilanz selbst erstellen

Immer öfter wird bei der Planung eines Gebäudes auch sein Lebenszyklus ­betrachtet. Um dafür eine Ökobilanz zu ­erstellen, bietet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und ­Raumforschung das Online-Tool eLCA ­(www.bauteileditor.de) an. Hauptkomponente ist ein Editor, der dem Nutzer das anschauliche Modellieren von Gebäudebauteilen mit verschiedenen ­Materialien ermöglicht und eine Bauteil­bibliothek bereithält. Über eine neu ­entwickelte Schnittstelle können Daten

aus einer EnEV-Berechnung an eLCA ­übergeben werden. Weitere Informationen und Anleitungen finden Sie online.

www.DABonline.de/tag/oekobilanz

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