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Ausstellung

Afrika mobil

Der Künstler Olalekan Jeyofous stammt aus Nigeria, lebt in New York und stellt sich in Lagos‘ Zukunft Shanty-Towns vor, die in den Himmel wachsen. Auch seine Arbeiten sind in München zu sehen. (Grafik: Olalekan Jeyifous)

Eine Ausstellung im Architekturmuseum der TU München erforscht die Wanderungsbewegungen auf dem afrikanischen Kontinent und was das für die wachsenden Städte bedeutet. Gleichzeitig thematisiert sie koloniale Ausbeutungsmuster, die in der heutigen Rohstoffgewinnung überdauern.

Zur Vorbereitung von „African Mobilities – This is not a Refugee Camp“ (zu sehen bis 19. August 2018) trafen sich in den vergangenen zwei Jahren Architekten, Stadtplaner, Filmemacher, Künstler, Sozialwissenschaftler und Autoren aus Afrika in zehn afrikanischen Städten. In Workshops beschäftigten sich die Beobachter mit dynamischen Migrationsbewegungen vorwiegend jüngerer Afrikaner in Ballungsräume wie Harare, Kampala, Addis Abeba, Luanda, Abidjan oder Lagos. Die aus diesen Treffen entstandenen Arbeiten bringt die südafrikanische Kuratorin Mpho Matsipa in München zusammen.

Die Ausstellung präsentiert die Megastädte jenseits der international breit geführten Flüchtlingsdebatte als Zufluchtsorte, die neue architektonische Typologien, veränderte Infrastrukturen und einen wachsenden sowie versierten Umgang mit digitalen Technologien hervorbringen. Die afrikanische Migration treibt die urbane Transformation; eine rasante Entwicklung, die mit großen Herausforderungen einhergeht, aber auch Chancen birgt. „African Mobilities“ blickt nach vorn und visualisiert mögliche künftige städtische Szenarien. In der gegenwärtigen Situation, in der internationale Grenzen gewaltsam neu gezeichnet, verwaltet und überwacht werden und in der einzelne Länder immer stärker von kapitalistischen Gewinnkreisläufen betroffen sind, ist es Zeit, sich Architekturen zu widmen, die auf diese vermeintlich festgesetzten Strukturen reagieren, so die Ausstellungsmacher.

Anstelle eines Kataloges informiert eine Webseite über die multidisziplinäre Ausstellung, die auch jenseits der Pinakothek der Moderne ein Publikum finden will und mit einem internationalen Austauschprogramm verbunden ist. Im Rahmenprogramm werden DJ Sessions und Vorträge angeboten.

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