Namen und Nachrichten

Mies-Movie

„Haus Tugendhat“ heißt der fast zweistündige Dokumentarfilm des Regisseurs Dieter Reifarth, der Ende Mai in etliche Programmkinos gekommen ist. Laut Werbung „verwebt der Film Gespräche mit Familienmitgliedern, einstigen Benutzern des Hauses, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biografie eines Bauwerks“.

Namen und Nachrichten

Museum für Architekturzeichnungen

Ein privates Museum für Zeichnungen eröffnet in diesen Tagen in Berlin. Die Stiftung des Architekten Sergej Tchoban ist Bauherrin; sein Büro SPEECH Tchoban & Kuznetsov hat es geplant. Zur Eröffnung sind Zeichnungen von Giovanni Battista Piranesi aus dem Londoner Sir John Soane’s Museum zu sehen. Die Tchoban-Stiftung hat bisher in Häusern Dritter ausgestellt und die Zeichenausbildung junger Architekten gefördert. Das eigene Haus soll nun im doppelten Sinn zeichenhaft wirken, wie die Bauherrin beschreibt: „Die Silhouette des Gebäudes ähnelt einem losen … Weiterlesen

Namen und Nachrichten

Baugesetzbuch: Wendung ins Innere

Eine große Ein-Punkt-Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP hat im Bundestag die Novelle des Baugesetzbuchs beschlossen. Sie sieht vor, dass städtebauliche Entwicklungen vorrangig im Inneren von Orten stattfinden sollen; die Umnutzung von Agrar- und Waldflächen muss künftig besonders begründet werden. Hinzu kommen Einzelregeln: Die Kommunen können ihr Vorkaufsrecht leichter ausüben. In reinen Wohngebieten sind Kindertagesstätten zulässig; die Ansiedlung von „Vergnügungsstätten“ wird präzisiert. Im Außenbereich haben die Kommunen mehr Einfluss auf die Ansiedlung großer Tierhaltungsbetriebe. Diese dürfen nur noch auf Basis … Weiterlesen

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Preise: reisen, reifen und verköstigen

Reisen und Weintrinken sind in guter Architektur ein doppelter Genuss. Für beides gab es jetzt Preise. Das Büro „Format elf“ aus Töging erhielt für ein Hotel in Bad Birnbach den bayerischen Tourismuspreis „artouro 2013“, ausgelobt von der Architektenkammer und dem Wirtschaftsministerium des Landes. Der Preis würdigt laut Auslobern „herausragende zeitgenössische Bauten, die wegen ihrer architektonischen Qualität besondere touristische Attraktivität entfalten“. Den Architekturpreis Wein erhielten die Architekten Winfried Klein aus Budenheim, Lukas Baumewerd aus Köln, Michael Egger und Benjamin Miatto aus … Weiterlesen

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Graue Verfahren boykottieren

Sollen Architekten Vergaben und Wettbewerbe boykottieren, die nicht den Maßstäben der Kammern entsprechen? Einige in Sachen Wettbewerbe besonders engagierte Kollegen tun es: In ihren Kammern verweigern sich die Mitglieder der Wettbewerbs- und Vergabe-Ausschüsse sowie die Vorstände grundsätzlich sogenannten grauen Verfahren, die nicht fair abgewickelt werden und in denen es keine Auftragsversprechen gibt. Denn solche Verfahren  schaden aus Sicht der Experten dem Wettbewerbswesen mehr, als sie ihm nützen.

Namen und Nachrichten

Gestaltungsbeirat als Kammer-Service

Hessens Architekten- und Stadtplanerkammer bietet die Bildung temporärer Gestaltungsbeiräte als Dienstleistung an. Sie will Kommunen und Landkreise unterstützen, die keinen dauerhaften Beirat haben, die aber bei wichtigen Bauprojekten entsprechende Unterstützung benötigen. Der temporäre Beirat wird nach den Vorstellungen des Auftraggebers im Einzelfall rasch gebildet; Hessens Kammer hat dafür eine eigene Satzung aufgestellt. In Baden-Württemberg hat die Kammer bereits 2011 einen „mobile Gestaltungsbeirat“ etabliert, der jeweils auf Einladung vor Ort tagt. Mehr zu Hessen hier.

Namen und Nachrichten

Dialog in Krakau

Zwecks besserer Zusammenarbeit und zum Abbau von Vorbehalten treffen sich Polen und Deutsche Der erste deutsch-polnische Wirtschaftsdialog Architektur findet am 6. Juni in Krakau statt. Er soll unter anderem Vorurteile abbauen helfen: Noch fürchten deutsche Architekten angebliche Billigkonkurrenz und polnische Kollegen Auftragsverluste an Niederlassungen großer westlicher Büros. Organisator des Dialogs ist das Netzwerk Architekturexport NAX der Bundesarchitektenkammer. Nach den Gesprächen im deutschen Generalkonsulat in Krakau wird im Gewölbekeller des Konsulats die NAX-Ausstellung „German Architects and Engineers Worldwide“ eröffnet.

Standpunkt

Die Energiewende braucht Baukultur!

Die Energiewende ist zu wichtig, um sie allein den Energie-Experten zu überlassen. Denn sie hat gravierende Auswirkungen auf die Architektur unserer Städte und Dörfer, auf das Landschaftsbild und den Charakter ganzer Regionen. Das beginnt – oder endet, je nach Standpunkt – bei der bekannten Dämm-Problematik an den Fassaden. Es setzt sich fort mit Photovoltaik und Energiespeichern in oder an Gebäuden. Im ländlichen Raum treten Gebäudekomplexe, die einst als Bauernhöfe zu erkennen waren, inzwischen als multifunktionale Kraftwerke mit Biogastanks, Windrädern und … Weiterlesen

Urheberrecht

Kein Schmerzensgeld für Urheber-Erben

Nur ein Urheber selbst kann Ent­schädigung verlangen, wenn sein Werk verändert wird. Ist er verstorben, gehen bei Veränderungen an seinem Werk die Erben leer aus Text: Axel Plankemann Ein Architekt plante Mitte der 1960er-Jahre einen Schulkomplex.1994 starb er. Als lange danach die Gemeinde Sanierungs- und Umbaumaßnahmen ausschrieb, klagte die Witwe auf Schmerzensgeld zum Ersatz für einen erlittenen immateriellen Schaden, weil das Urheberpersönlichkeitsrecht verletzt sei. Ihre Klage wies kürzlich das Oberlandesgericht Düsseldorf zurück (Urteil vom 19.02.2013 – 20 U 48/12). Ein … Weiterlesen

Bauen im Bestand

PV-Know-how

Die Integration von Photovoltaik-Anlagen in Entwurf und Planung verlangt von Architekten gute Kenntnisse über Einsatzmöglichkeiten und die physikalisch-technischen Grundlagen dieser Technologie. Weiterlesen

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Immobilien-Manager: „Weniger Rendite, bessere Architektur!“

Plädoyers von Architekten für etwas weniger Rendite und dafür bessere Bauten gibt es viele. Seltener sind sie von Immobilien-Unternehmern. Uwe Schmitz, Vorstandschef des deutschlandweit aktiven Projektentwicklers Frankonia Eurobau, regt jetzt seine Branche an, „die eigenen Renditevorstellungen ein Stück weit neu zu definieren“. In der „Immobilien-Zeitung“ beklagt Schmitz: „Leider gibt es viel zu viele hässliche Gebäude in Deutschland, auch neue. Schlechte Architektur ist meiner Meinung nach eine Art Umweltverschmutzung, die wir bekämpfen müssen. Wir müssen mehr schöne Gebäude errichten.“ Schmitz appelliert … Weiterlesen

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Kleine Stadt mit großem Turm

Rottweil in Baden-Württemberg gehört mit gut 25.000 Einwohnern nicht zu Deutschlands größten Städten, soll aber demnächst einen der höchsten Türme erhalten. Die hier produzierende Firma ThyssenKrupp Elevators plant einen 235 Meter hohen Turm für den Test und die Entwicklung von Aufzügen. Diese werden in Asiens Wolkenkratzern immer öfter mit Förderhöhen von über 600 Metern nachgefragt. Entworfen ist der Turm mit filigranem Außengitter vom Stuttgarter Architekturbüro Weltenbau. Auf 200 Metern Höhe soll es eine öffentliche Aussichtsplattform geben – auf gleichem Niveau … Weiterlesen