Was kostet Energieeffizienz?

Energieeffizient: ein Wohn-und Geschäftshaus von Heribert Gies in Mainz. (Foto: Stefan Erbring) Wie teuer energieeffizientes Bauen wirklich ist, soll mit einer Projektdatenbank ermittelt werden. Ihre Erfahrungen helfen dabei, Vergleichswerte zu finden und die Planung in Zukunft einfacher zu machen. Die BAK und die KfW laden zur Teilnahme an einer Online-Befragung zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren ein. Die energie- und kostenbezogenen Daten realisierter Neubauten oder Sanierungen sollen zukünftig dabei helfen, zuverlässige Aussagen über das Verhältnis von Baukosten und energetischem Standard zu treffen. Besonders gelungene Projekte werden anschließend veröffentlicht, um Bauherren praktische Hinweise zu baulicher Umsetzung, technischen Lösungen, Planungsprozessen und Förderungen zu geben. Auch nicht KfW-finanzierte Gebäude können eingetragen werden. Zur Befragung geht es hier. Die Online-Befragung ist in die Website „Besser mit Architekten“ von BAK und KfW eingebettet. Architekten erhalten dort Informationen über die Förderangebote der KfW oder über die Eintragung als Experte für Förderprogramme des Bundes. Bauherren sollen für energieeffizientes Bauen und Sanieren sensibilisiert und über die Vorzüge einer Begleitung durch Architekten aufgeklärt werden. Hierzu bietet die Website Bauherren die Möglichkeit einer Architekten-  und Energieberater-Suche.

Workshop Planungswettbewerb

Bauboom in Deutschland: Der Bauvergabetag in Berlin will ein Gesamtbild der Beschaffung von Bau-, Planungs- und Projektsteuerungsleistungen vermitteln. (Foto: SolisImages/AdobeStock) Die BAK veranstaltet im Rahmen des 2. Bauvergabetages in Berlin einen Workshop zum Thema „Planungswettbewerbe erfolgreich gestalten“. Ziel ist es, insbesondere öffentliche Auftraggeber von Planungswettbewerben zu überzeugen. Neben BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann werden Cornelia Zuschke (Dezernentin für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Stadt Düsseldorf) sowie Bernd Lange (Landrat des Kreises Görlitz) Impulsvorträge halten und das Thema in einer anschließenden Diskussion weiter vertiefen. Der 2. Bauvergabetag des Deutschen Vergabenetzwerks (DVNW) am 21. Juni 2018 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Berliner Gendarmenmarkt thematisiert das Wichtigste aus der jüngeren vergaberechtlichen Rechtsprechung zu Bau-, Planer- und Projektsteuerungsleistungen. Die Erstellung professioneller Leistungsbeschreibungen und -verzeichnisse, das fehlerfreie und ressourcenschonende Vergabemanagement und das Entwickeln und Verhandeln guter Bau-, Planungs- und Projektsteuerungsverträge gehören zum vielgestaltigen Aufgabenfeld öffentlicher Auftraggeber – und zu den weiteren praxisrelevanten Themen der interdisziplinär ausgerichteten Fachtagung. Weitere Informationen zum Programm mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Alle aufs Rad?

Die Werkstatt der Bundestiftung Baukultur in Karlsruhe beleuchtet Strategien zur Umgestaltung der autogerechten Städte. (Foto: pixabay/Volker Schnäbele) Stadt- und Verkehrsplaner müssen auf den Mobilitätswandel reagieren und über die Neuverteilung von Räumen zugunsten von Radfahrern und Fußgängern nachdenken. Eine Baukulturwerkstatt in Karlsruhe nimmt das in Angriff. Unter dem Titel „Stadt und Fahrradmobilität“ beleuchtet die Werkstatt der Bundestiftung Baukultur am 3. und 4. Mai 2018 in Karlsruhe Konzepte und Strategien zur Umgestaltung der autogerechten Städte. Münster, Berlin oder Karlsruhe haben die Fahrradstadt bereits zum Leitbild erhoben – mit erheblichen, meist positiven Konsequenzen für das Image und das Stadtbild. Anhand von Impulsvorträgen und beispielgebenden Projekten will die kostenlose Veranstaltung übertragbare Lösungsansätze vermitteln und diskutieren. Die Baukulturwerkstatt beginnt wahlweise mit einer gemeinsamen Radtour oder einem geführten Stadtspaziergang. Auf der Abendveranstaltung wird Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts Karlsruhe, über das räumliche Leitbild und die Strategien der Stadt zum Thema Fahrradmobilität sprechen. Der Leiter des Deutschen Architekturmuseums (DAM), Peter Cachola Schmal, stellt die Frankfurter Ausstellung „Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt“ mit internationalen Beispielen fahrradfreundlicher Städte vor. Am zweiten Workshoptag diskutieren Referenten und Teilnehmende in drei Arbeitsräumen im Karlsruhe Institute of Technology (KIT) zu Praxisbeispielen aus den Bereichen „Mobilitätskonzepte“, „Mensch und Fahrrad“ und „Fahrradstadt machen“. Welche baukulturellen und infrastrukturell-technischen Auswirkungen hat ein veränderndes Mobilitätsverhalten und -angebot auf den Stadtraum? Welche Rolle spielt die Fahrradmobilität für die Gestaltung und Planung von Straßen, Brücken, Leih- und Umsteigestationen sowie öffentlichen Freiräumen für eine Stadt der Zukunft? Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Und hier gibt’s die Ankündigung im Video-Format:

Reiseführer in 100 Städte

Die Gründe für ein urbanes Leben sind vielfältig. Das Buch Hektopolis spürt ihnen nach und will einen alternativen Blick hinter die übliche touristische Städtetrip-Schablone offenbaren. (Foto: Wojciech Czaja) Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter, aber auch ihre ganz eigenen Geschichten. Der Architekturpublizist Wojciech Czaja versammelt in seinem neuen Buch Hektopolis szenische Portraits von hundert Städten, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Bogen spannt sich von kleinen Städtchen am Rande der Welt (wie Al Buraimi im Oman, Savannakhet in Laos, Stone Town auf Sansibar) über Kultur- und Wirtschaftsmetropolen (wie Venedig, Paris oder New York) bis hin zu hektischen, längst schon aus allen Nähten platzenden Großstadt-Molochen mit vielen Millionen Einwohnern (Moskau, Tokio, Mexiko-City). Hektopolis zeugt von der ungebrochenen Anziehungskraft von Städten, in denen mittlerweile mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Die Gründe für ein urbanes Leben sind vielfältig und umfassen den Wunsch nach kultureller, wirtschaftlicher und infrastruktureller Dichte, die Sehnsucht nach Anonymität, Sozialisation und Selbstverwirklichung, oft aber auch ganz unrealistische, schier unerfüllbare Fantasien der eigenen Prosperität. All diesen Qualitäten ist das Buch Hektopolis gewidmet, das Stimmungen und Atmosphären einzufangen sucht, die einen alternativen Blick hinter die sonst übliche touristische Städtetrip-Schablone offenbaren. Das Buch ist eine Collage aus Momentaufnahmen, Beobachtungen, Begegnungen und Erlebnissen. Czaja präsentiert sein Buch am 18. April 2018 b 19 Uhr in der Buchhandlung Walther König im MuseumsQuartier Wien. Weitere Informationen finden Sie hier. Wojciech Czaja, geboren 1978 in Ruda Śląska (Polen), lebt als Journalist und Buchautor in Wien. Er schreibt über Architektur, Stadtkultur und fremde Destinationen. Czaja ist Dozent an der Kunstuniversität Linz sowie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Zu seinen jüngsten Buchpublikationen zählen Das Buch vom Land (2015), Überholz (2015), Zyndstoff (2015), Der Fuß weiß alles (2016), Der Erste Campus (2017) und motion mobility (2017). Wojciech Czaja Hektopolis. Ein Reiseführer in hundert Städte Edition Korrespondenzen 220 Seiten, Preis: 20 Euro ISBN 978-3-902951-30-4

Baurecht weiterentwickeln

Der 7. Deutsche Baugerichtstag diskutiert in Hamm über aktuelle Themen des Baurechts. (Foto: rcfotostock/AdobeStock) Architekten und Juristen treffen sich am 4. und 5. Mai in Hamm zum Deutschen Baugerichtstag. Die erarbeiteten Empfehlungen dienen anschließend Politik, Wirtschaft und Verbänden als Richtschnur. Auf dem 7. Deutschen Baugerichtstag werden erstmals zehn Arbeitskreise tagen. Die zu behandelnden Themen betreffen etwa die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Baurecht, das Vergabewesen oder „innovative Vertragsmodelle“. Die Teilnehmer suchen dabei auch nach Lösungsansätzen für Probleme, die das gesetzliche Bauvertragsrecht nicht geregelt oder gar erst geschaffen hat. Die Anmeldung zum Kongress im Kurhaus Bad Hamm ist bis zum 23. April 2018 erforderlich. Für die Teilnahme wird eine Bescheinigung im Sinne des § 15 FAO ausgestellt. Den Teilnehmern können bis zu zehn Zeitstunden bescheinigt werden. Auf der Internetseite des Deutschen Baugerichtstages werden die Empfehlungen der Arbeitskreise auch zeitnah nach dem Kongress bereitgestellt. Weiterführende Informationen zum Tagungsablauf sowie die Thesenpapiere der einzelnen Arbeitskreise und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Am Rande

Die Ausstellung „Architecture of Storage“ im Deutschen Architektur Zentrum stellt Lagerstätten in den Mittelpunkt. (Foto: Santi Caleca) Freeports, Datenzentren, Self-Storage-Anlagen und Museumsarchive: Am Rande unserer täglichen Wahrnehmung entstehen immer neue Funktionsbauten. Die Motive der Einlagerung sind vielfältig – so wie ihre Bauten, die eine neue Ausstellung zeigt. „Architecture of Storage“ im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin zeigt bis zum 20. Mai 2018 Beiträge von Künstlern, Architekten, Forschern und Unternehmen, die das Eingelagerte und dessen Hüllen in den Fokus nehmen. Meist unspektakulär, ist die funktionale Architektur der Lagerstätten untrennbar mit ihrem Inhalt und dessen Anforderungen verwoben: Sicherheit, Zugänglichkeit und Flexibilität. Die Motive der Einlagerung sind vielfältig und reichen von der Notwendigkeit zur Minimierung durch die sich verschärfende Wohnraumknappheit bis hin zur hochsicheren und steuerfreien Aufbewahrung von privaten Besitztümern. Auch die auf Bytes reduzierten Informationen – sei es die Speicherung unseres Wissens oder die Vermarktung unserer digitalen Identitäten – und die damit verbundene vermeintliche Dematerialisierung bestimmen immer mehr die allgemeine Vorstellung von dem, was Storage ist, so die Aussteller. Weitere Informationen zur Schau und den Beteiligten finden Sie hier.

Aufs Rad!

Fahr Rad: Eine Ausstellung im Frankfurter DAM beleuchtet die Rolle fahrradgerechter Infrastrukturen für die Gestaltungsqualität des öffentlichen Raums. (Foto: Jonnu Singleton/SWA Group) Der Siegeszug des Fahrrads in den Metropolen dieser Welt birgt ganz neue Anforderungen an den städtischen Raum. Radwege, Verkehrsleitsysteme, Parkmöglichkeiten und Ausleihstationen müssen gestaltet werden. Eine Ausstellung beleuchtet die Architektur fürs Rad. „Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt“ (21. April bis 2. September 2018) veranschaulicht anhand von Beispielen aus aller Welt, wie fahrradgerechte Infrastrukturen öffentliche Räume für alle lebenswerter machen können. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main ausgewählte Städte wie Kopenhagen, New York oder Oslo, die zeigen, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planungen für eine fahrradgerechte Stadt führen kann. Begleitend zur Ausstellung werden Ideenskizzen für die Schweizer Straße in Frankfurt am Main von Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten gezeigt. Diese Straße verbindet die beiden Standorte des DAM: das Museum mit seinem Archiv und der Bibliothek (21. April bis 13. Mai 2018, Galerie im Erdgeschoss). Weitere Informationen finden Sie hier.  

Architektur in den Medien

Der BAK-Medienpreis würdigt Autoren, die die Gestaltung der gebauten Umwelt offen und kritisch begleiten. (Grafik: BAK) Der Medienpreis der Bundesarchitektenkammer steht im Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto „Architektur bleibt“. Gesucht werden bis zum 31. Mai journalistische Beiträge rund um den historischen Bestand aus Print- oder Online-Medien, Radio oder Fernsehen.  Mit der Vergabe des Preises wird die engagierte Arbeit von Journalisten im deutschsprachigen Raum, die die Gestaltung der gebauten Umwelt offen und kritisch begleiten, gewürdigt. Die Dotierung beträgt insgesamt 11.500 Euro. Für den 1. Preis werden 5.000 Euro, für den 2. Preis 3.500 Euro und für den 3. Preis 1.750 Euro vergeben. Ein Förderpreis (für Autoren bis 30 Jahre) ist mit einem Preisgeld von 1.250 Euro verbunden. Der Medienpreis Architektur und Stadtplanung ist offen für alle journalistischen Formen der Berichterstattung. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury. Der Bewerbungsschluss für den diesjährigen Medienpreis Architektur und Stadtplanung ist der 31. Mai 2018. Die Beiträge müssen nach dem 1. Januar 2017 veröffentlicht worden sein. Die Preisverleihung findet im November 2018 in Berlin statt. Teilnehmen können Journalisten, deren Beiträge in Publikumsmedien im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurden. Die Autoren können sich selbst bewerben; es besteht aber auch die Möglichkeit, andere Personen mit ihren Beiträgen vorzuschlagen. Jeder Bewerber kann bis zu drei Beiträge einreichen. Weitere Informationen zur Bewerbung um den BAK-Medienpreis Architektur und Stadtplanung 2018 finden Sie hier.

Qualität in Serie

Die Sieger von pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn). Eine neue, bezahlbare Heimat in Essen suchte der Landeswettbewerb NRW 2017 unter dem Titel „Qualität in Serie – Wohnungsbau an der Bäuminghausstraße“. Den Sieg trugen pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn) mit ihrem ausgezeichneten Entwurf davon. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes hatten die Auslobung unter der Zielvorgabe veröffentlicht, auf einem ehemaligen Ausbildungsgelände für Baggerführer in Essen ein städtebauliches Konzept für die Realisierung von geförderten und freifinanzierten Wohnungen zu planen. Im Mittelpunkt der Entwurfsaufgabe stand das serielle Bauen. Auf dem fast vier Hektar großen Gelände in zentraler Lage mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entstehen zu 40 Prozent geförderte Wohnungen. Geplant ist Wohnraum für verschiedene Zielgruppen wie Singlehaushalte, ältere Menschen, Studierende und Alleinerziehende. Außerdem sollen Gebäude für Arztpraxen und Pflegedienste sowie ein Café entstehen. Insgesamt zeichnete Ministerin Ina Scharrenbach fünf Projekte aus. Es ist geplant, alle Preisträger mit der hochbaulichen Umsetzung eines Teilgebiets des neuen Quartiers auf Grundlage des städtebaulichen Siegerentwurfs zu beauftragen, so die Veranstalter. Blick auf den Lageplan. (Grafik: Landeswettbewerb NRW 2017)   „Der Entwurf einer 5-geschossigen Bebauung als Zeilenstruktur, die gekonnt private Freiraumqualitäten und attraktive Gemeinschaftsflächen in einer NordSüd-Wegeachse verbindet, überzeugt als Leitidee und bietet ein sehr gutes städtebauliches Grundgerüst mit gut proportionierten öffentlichen und privaten Freiräumen“, würdigte die Jury den mit 24.000 Euro Preisgeld dotierten gemeinsamen Siegerentwurf von pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn). Siegerentwurf in der Ansicht. (Grafik: Landeswettbewerb NRW 2017)   Das Potenzial zur Umsetzung in serieller oder modularer Bauweise ist vorhanden. Die Grundstruktur ermöglicht die Umsetzung einer Serienbauweise sowie die Verwendung von vorgefertigten Einheiten, urteilte das Preisgericht. Systemschnitt. (Grafik: Landeswettbewerb NRW 2017)   Das Parkhaus erfüllt eine Schallschutzfunktion, auch die Realisierbarkeit in den erforderlichen Bauabschnitten ist möglich. Lediglich die Terrassierung der Parkhausostfassade zur Wohnbebauung erscheint aufwändig und wird in ihrer Notwendigkeit hinterfragt. Die intensive Nutzung des Parkhausdaches als Grünfläche erscheint angesichts des sonstigen Freiflächenangebotes überzogen, so die Jury weiter. Die Gewinner des Landeswettbewerbs 2017: 1. Preis: pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn) 2. Preis: Tusker Ströhle Freie Architekten (Stuttgart) und Wiedemann + Schweizer Landschaftsarchitektur (Stuttgart) 3. Preis ACMS Architekten (Wuppertal) mit Fritzen Architekten und Stadtplaner (Köln) und Kraft.Raum Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung (Krefeld) 4. Preis: MOSAIK Architekten (Hannover) und Grün plan Landschaftsarchitekten (Hannover) 5. Preis: hks architekten (Aachen) und 3PLUS FREIRAUMPLANER (Aachen) MEHR INFORMATONEN Die Entwürfe der Preisträger im Überblick sehen Sie hier. Eine ausführliche Dokumentation des Wettbewerbs und der eingereichten Arbeiten finden Sie hier.

DACH-Treffen zur Digitalisierung

BIM im deutschsprachigen Raum: Eine gemeinsame Erklärung formuliert die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Digitalisierung von Bauprojekten. (Foto: AdobeStock) In einer gemeinsamen Erklärung haben die Deutsche Bundesarchitektenkammer, die Deutsche Bundesingenieurkammer und die österreichische Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Digitalisierung von Bauprojekten formuliert. Der Drei-Punkte-Plan, der auf Initiative der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen ArchitektInnen und IngenieurInnen in Wien verabschiedet wurde, versteht sich als gemeinsamer Forderungskatalog, der sich an die Politik im DACH-Raum sowie an öffentliche Auftraggeber richtet. Die Forderungen im Überblick:
  • Beibehaltung der Trennung von Planung und Ausführung sowie der im deutschsprachigen Raum bewährten Planungsstrukturen
  • Stärkung der Koordinierungsfunktion von Planenden als Systemführer im BIM-Prozess
  • Sicherstellung der Aufrechterhaltung der KMU-Strukturen im Planungsbereich durch einen „Open BIM“-Ansatz mit normierten, offenen Schnittstellen, die die gespeicherten Informationen vollständig übertragen können. Schaffung eines europäisch-einheitlichen Validierungsprozederes, mit dem die diesbezügliche Eignung von BIM-Software festgestellt werden kann.
Die Erklärung im ausführlichen Wortlaut finden Sie hier.

Schwimmende Städte

Im Wasser- und Brunnenmuseum der Stadtwerke Karlsruhe sowie mit einer Ausstellung im Architekturschaufenster stellen Studierende Konzepte für das Leben am und auf dem Wasser vor. (Foto: Stadtwerke Karlsruhe) Wachsende Städte und die hohe Attraktivität des Wohnens mit Blick aufs Wasser bringen neue Konzepte für schwimmende Siedlungen hervor. Die Schau „Water Based Urbanism“ zeigt in Planung begriffene Projekte, kühne Visionen und untergegangene Ideen. In der Karlsruher Doppelausstellung beleuchten Masterstudierende des Studiengangs Architektur der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft gemeinsam mit der Kuratorin Nina Rind die Herausforderungen des Klimawandels und die Chancen, die die Wasseroberfläche als Bauplatz der Zukunft bietet. „Water Based Urbanism“ wird bis zum 6. April 2018 im Architekturschaufenster gezeigt. Der Ausstellungsteil im Wasser- und Brunnenmuseum der Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist vom 28. März bis zum 25. Juli 2018 zu sehen. Eine von den Studierenden eigens für die Ausstellung konzipierte Raumgestaltung präsentiert Entwürfe und realisierte Projekte, die ein Leben mit Wasser neu denken, so die Veranstalter. Der Fokus umfasst sowohl Planungen für eine Karlsruher Rheinstadt aus den 1960er Jahren, erste, schwimmende Siedlungen in den Niederlanden und Dänemark sowie das visionäre Konzept einer „Blue Revolution“ mit autarken, schwimmenden Städten. Weitere Informationen zur Doppelausstellung anlässlich des Tag des Wassers finden Sie hier.

Zeitgeschichte des Wohnungsbaus

Hundert Jahre Wohnungsbau: Die Darstellung der vielfältigen Bautypen in der Münchener Ausstellung reicht vom Eigenheim über die Kleinsiedlung und den mehrgeschossigen Zeilenbau bis zur Großsiedlung. (Foto: Kurt Otto) Der wechselvollen Geschichte des Wohnungsbaus ist eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne gewidmet. „Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen!“ zeigt am Beispiel Bayerns, wie sich die architektonischen Lösungen als Spiegel der Lebensverhältnisse in den vergangenen hundert Jahren entwickelten. In der historischen Betrachtung legt die Ausstellung (15. März bis 21. Mai 2018) ein besonderes Augenmerk auf die Bau- und Siedlungsprogramme – insbesondere zur Entwicklung des sozialen und geförderten Wohnungsbaus im Freistaat – sowie die Schaffung von kostengünstigen Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten. Die Darstellung der vielfältigen Bautypen reicht vom Eigenheim über die Kleinsiedlung und den mehrgeschossigen Zeilenbau bis zur Großsiedlung, so die Veranstalter. Dabei wird der Blick nicht nur auf städtische Baumaßnahmen gerichtet, sondern auch auf die ländlich geprägten Regionen Bayerns. Die Ausstellung richtet den historischen Blick nicht nur auf städtische Baumaßnahmen, sondern auch auf die ländlich geprägten Regionen Bayerns. (Foto: Siedlungswerk Nürnberg) Beachtung finden in der Schau überdies insbesondere jene übergreifenden Aspekte, die den Wohnungsbau in den unterschiedlichen Zeitabschnitten beeinflussten. Gesetzesänderungen, politische Kurswechsel, Zuwanderungs- und Flüchtlingsbewegungen, Wohnungsnöte, finanzielle Beschränkungen oder wirtschaftliche Aufschwünge werden dabei ebenso beleuchtet wie Veränderungen in der Mobilität, in den Familienstrukturen oder durch bautechnische Entwicklungen. Konkrete Beispiele, von der Weimarer Republik über die Siedlungsbauten der Nachkriegszeit bis zu aktuellen Projekten des Mehrgenerationenwohnens, sollen die wechselhafte Geschichte des Wohnungsbaus in unterschiedlichen Facetten und Perspektiven sichtbar machen. Die Ausstellung „Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen! Wohnungsbau in Bayern von 1918 – 2018“ wird anlässlich des Jubiläumsjahres 2018 „Wir feiern Bayern“ vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in Kooperation mit dem Architekturmuseum der TU München veranstaltet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Gera sucht die Mitte

Experimentierraum und Modellvorstellung: Eine Ausstellung zur Rahmenplanung von Geras „neuer Mitte“ lädt Bürger zum Diskutieren ein. (Foto: Thomas Müller) Vor zwei Jahren fragte die Stadt Gera ihre Bürger, wie sie sich die Bebauung der „neuen Mitte“ vorstellen. Nun veranschaulicht eine Ausstellung den Zwischenstand der Rahmenplanung für die zentral gelegene Brachfläche – und gibt erneut Gelegenheit zur Teilhabe. Wie berücksichtigt der „Rahmenplan plus“ die Meinungen der Geraer? Die Stadt und der Verein „Ja – für Gera“ laden die Bürger ein, den Entwurf des Bebauungsplans kennenzulernen, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen sowie ihre Ideen, Kritikpunkte und Eindrücke in Notizform an den „roten Faden der Bürgerbeteiligung“ zu hängen. Das auf diese Weise zusammengetragene Meinungsbild soll in die weitere Planungsarbeit einfließen. Voraussichtlich im Frühjahr soll der Stadtrat den „Rahmenplan plus Bürgerbeteiligung“ beschließen. Die Ausstellung „KuK an 2!“ (noch bis 21. Februar 2018) wird von einem öffentlichen Bürgerworkshop, Führungen und mehreren Informationsveranstaltungen zu Einzelprojekten begleitet. Entwürfe zur Entwicklung der großen innerstädtischen Brache vor dem Kultur- und Kongresszentrum (KuK), gelegen zwischen Stadtmuseum und De-Smit-Straße, sammelte die Stadt im Zuge der Beteiligung am städtebaulichen Wettbewerb Europan 2015. Mit der nach erster Bürgerbefragung geplanten Neugestaltung des Stadtzentrums als Experimentierraum für Partizipation und innovative Projekte bewarb sich Gera für die Internationale Bauausstellung Thüringen 2023. Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zum Zwischenstand der Planungen finden Sie hier.

Großes Architektentreffen

Großes Architektentreffen in Stuttgart: Beim zweiten Landeskongress „Archikon“ stehen die großen Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf dem Programm. (Foto: Felix Kaestle) Die positiven Impulse von Energiewende und Digitalisierung stehen am 1. März 2018 im Mittelpunkt des zweiten Landeskongresses für Architektur und Stadtentwicklung „Archikon“ der Architektenkammer Baden-Württemberg. Dabei geht es in Stuttgart vom großen Maßstab der Stadtentwicklung bis ins Detail der Baustoffe. Besonderes Augenmerk wird auf den Gestaltungsaspekt und auf Low-Tech-Konzepte gelegt. Vertreter aus Architektur, Politik und Wissenschaft diskutieren, wie die Zukunft des Bauens gestaltet, gefordert und gefördert werden muss, um wirklich nachhaltig zu werden und darüber hinaus ein neues Selbstverständnis von Nachhaltigkeit in der Architektur zu prägen. Die Keynote hält Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Kopräsident des Club of Rome und ehemaliger Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Auf dem Programm stehen außerdem zahlreiche parallel angebotene Seminare zu Themen wie Personalmanagement, Vergabeverfahren oder Haftungsfragen, die bei der Onlineanmeldung auszuwählen sind. Im Anschluss an den Kongresstag wird zum zwanglosen Austausch im Rahmen einer Abendveranstaltung geladen. Die Teilnahme am Landeskongress wird mit fünf Fortbildungsstunden anerkannt. Anmeldeschluss ist am 20. Februar 2018; die Teilnahmegebühren liegen zwischen 135 und 165 Euro. Ausführliche Informationen  zum Seminar- und Vortragsprogramm finden Sie hier.

Preisverdächtige Fassaden gesucht

Preisträger 2015: Das Campus Center der Universität Kassel. (Foto: Werner Huthmacher) Architekten und Ingenieure können sich bis zum 18. Mai 2018 mit „eindrucksvollen Beispielen“ vorgehängter und hinterlüfteter Fassaden für den Deutschen Fassadenpreis bewerben. Die Jury kürt innovative nachhaltige Lösungen, die gestalterische, technische und wirtschaftliche Vorzüge gleichermaßen vereinen. Zur Teilnahme zugelassene Projekte müssen nach dem 1. Januar 2015 und vor dem 18. Mai 2018 in Deutschland fertiggestellt und mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden nach DIN 18516-1 ausgeführt worden sein. Bis zu drei Projekte können eingereicht werden. Eine Fachjury wählt die Sieger des mit 5.000 Euro dotierten Preises aus. Weitere Anerkennungen werden zusätzlich mit insgesamt 5.000 Euro prämiert, so der auslobende Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden, der die Ehrungen am 13. September 2018 in Berlin vergibt. Die Auslobungsunterlagen mit allen weiteren Informationen zur Einreichung stehen hier zum Download bereit.

Städtebau mal zwei

WagnisArt, ein Wohnprojekt der Genossenschaft Wagnis in München. Geplant wurde es von bogevischs buero in Zusammenarbeit mit SHAG Schindler Hable Architekten, Bauchplan und Auböck + Kárász Landschaftsarchitekten. (Foto: Julia Knop) Bis zum 15. April 2018 können sich Architekten und Planer mit Projekten, die nachhaltige Beiträge für das Ortsbild leisten, um den Deutschen Städtebaupreis bewerben. Städtebaulicher Denkmalschutz steht dann im Fokus einer Tagung in Rostock (19. bis 21. April). Städtebaulicher Erfolg Städtebauliche Projekte, die sparsam mit Ressourcen umgehen und einen wichtigen Beitrag für den öffentlichen Raum und das Ortsbild leisten, können noch bis zum 15. April für den Deutschen Städtebaupreis 2018 vorgeschlagen werden. Den Einreichungen, die nach dem 1. Januar 2013 realisiert worden sein müssen, sollen integrierte Konzepte und eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren zugrunde liegen, da auch der Prozess einer gelungenen Kooperation bewertet wird. In einer Sonderkategorie, die im Zeichen des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 „Sharing Heritage“ steht und dem Umgang mit städtebaulichen Ensembles aus den vier Jahrzehnten nach 1949 gewidmet ist, werden Orte der Bildung und Kultur ausgezeichnet. Überdies werden weitere Auszeichnungen vergeben und Belobigungen ausgesprochen. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis wird von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) vergeben und von der Wüstenrot Stiftung gefördert. Die Preisverleihung findet am 27. September 2018 in Mainz statt und wird von einem Symposium begleitet, das aktuelle Bezüge zwischen Städtebau und gesellschaftlichem Wandel thematisiert. Die prämierten Arbeiten werden gemeinsam mit den Vorträgen und Diskussionen im Rahmen des Symposiums in einer Publikation dokumentiert und verbreitet. Weitere Informationen finden Sie hier. Bestandspflege im dynamischen Umfeld: Thema der Tagung in der historischen Hansestadt Rostock. (Foto: Berthold Brinkmann) Städtebaulicher Spagat Wie gelingt städtebaulicher Denkmalschutz in einem dynamischen ebenso wie in einem stagnierenden oder schrumpfenden Umfeld? Dieser Frage ist die Tagung „Praxisfeld Historische Städte“ vom 19. bis 21. April 2018 in Rostock gewidmet. Um Synergien zwischen einer wachstumsorientierten Stadtpolitik, sozialer Quartierentwicklung und Baukultur stets neu austarieren zu können, sind eingefahrene Routinen und institutionelle Verfestigungen in Frage zu stellen, so die grundlegende These. Veranstaltet vom Netzwerk historischer Städte „Forum Stadt“ und der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), steht die Diskussion neuer Ansätze der Kooperation auf dem Tagungsprogramm. Anhand neuer Ansätze aus der kommunalen Praxis in deutschsprachigen Ländern zeigen Referenten Wege auf, mit denen der Spagat zwischen den unterschiedlichen Interessen gelingen kann. Die Veranstalter laden zum Vorabendtreffen am 18. April ein sowie, im Begleitprogramm, zu einem Ausflug nach Warnemünde. Die Teilnahmegebühren liegen zwischen 30 Euro (Studierende) und 190 Euro. Die Internationalen Städtetagungen von Forum Stadt e.V. werden laut Veranstalter in der Regel als Fortbildungsveranstaltungen anerkannt. Genauere Informationen zum Status der Beantragung bei den Architektenkammern sowie zum Tagungsprogramm finden Sie hier.

Entdeckungstouren nach Israel und Polen

Bauhausarchitektur, soweit das Auge reicht: Ein Ziel der Reise nach Israel ist die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv. (Foto: Ticket B – Architektur erleben) Die Architektenkammer Berlin veranstaltet in Zusammenarbeit mit „Ticket B – Architektur erleben“ eine Fachexkursion nach Tel Aviv und Jerusalem (22. bis 26. März 2018). An den Pfingsttagen (17. bis 21. Mai 2018) geht es nach Polen zur „Dreistadt“ Danzig, Gdingen und Sopot. Tel Aviv, Jerusalem Im Mittelpunkt der Fachexkursion nach Israel steht die UNESCO-Welterbestätte „Weiße Stadt“ in Tel Aviv, die mit rund 4000 Gebäuden gewissermaßen die größte 1:1-Ausstellung von Bauhausarchitektur ist. Ferner stehen ein Besuch des Weizmann Hauses von Erich Mendelsohn und ein Tagesausflug nach Jerusalem mit Besuch der Altstadt sowie der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und dem dprtigen Museum von Moshe Safdie auf dem Reiseprogramm. Die Exkursionen werden von dem Architekten Thomas Krüger und lokalen Partnern in deutscher sowie in großen Teilen in englischer Sprache moderiert. Für die fünftägige Reise (22. bis 26. März 2018) werden Fortbildungspunkte vergeben. Ausführliche Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.   Kontrovers diskutiert, endlich eröffnet: das Museum des 2. Weltkriegs in Danzig. (Foto: Ticket B – Architektur erleben) Danzig, Gdingen, Sopot Auch Polen hat eine „Weiße Stadt“ zu bieten: Weitgehend unbekannt, präsentieren sich Besuchern in Gdingen herausragende Zeugnisse der polnischen Moderne. In den 1920er-Jahren neu gegründet, ist in der Stadt ein homogenes Ensemble aus Wohnbauten der Ära zu entdecken, dass in den letzten Jahren akribisch aufgearbeitet wurde. Stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen die spektakulären Kulturbauten Danzigs, insbesondere das im März 2017 nach heftigen politischen Auseinandersetzungen eröffnete Museum des 2. Weltkriegs, aber auch das Shakespeare-Theater von Renato Rizzi und das Europäische Solidarnosc Zentrum des Büros Fort. Den geografischen Mittelpunkt der Dreistadt bildet das Seebad Sopot, das die Reisegruppe zum Flanieren einlädt. Die Fachexkursion wird von den Architekten Thomas Krüger und Kora Johanns zusammen mit lokalen Partnern in deutscher Sprache geführt. Für die fünftägige Pfingstreise (17. bis 21. Mai 2018) werden Fortbildungspunkte vergeben. Das Reiseprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Möbelbauer Eiermann

Gelegenheit zum Sitzen: Wegweisenden Stühlen Egon Eiermanns ist eine Ausstellung in Köln gewidmet. (Foto: UAA) Der Klappstuhl SE 18 oder der Stahlrohrstuhl SE 68 gehören zu den wegweisenden Möbeldesigns des Architekten Egon Eiermann. Eine Ausstellung von Ungers Archiv für Architekturwissenschaft in Köln ist den seriengefertigten Sitzgelegenheiten des Baumeisters der frühen Bundesrepublik Deutschland gewidmet. Egon Eiermann (1904–1970) entwarf Wohnhäuser und Industriebauten sowie Konzernzentralen für Neckermann, Hochtief, Olivetti oder IBM. Der gemeinsam mit Sep Ruf errichtete deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel (1958) machte Eiermann, der zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegsmoderne zählt, auch international bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Eiermann eine nahezu lebenslange Lehrtätigkeit an der Fakultät für Architektur der Technischen Hochschule Karlsruhe an und beschäftige sich auch mit Möbelentwürfen. Dem Pionier wird zugeschrieben, als erster Designer in Deutschland Serienmöbel entwickelt zu haben, die internationale Standards erfüllten und nach der Zäsur des Nationalsozialismus wieder an die Ideale von Werkbund und Bauhaus anknüpften. Zu seinen wegweisenden Entwürfen zählen der Klappstuhl SE 18 oder der Stahlrohrstuhl SE 68, die seit den frühen 1950er-Jahren ununterbrochen von Wilde und Spieth hergestellt und vertrieben werden, so die Ausstellungsmacher. Dabei bestechen Eiermanns Möbel durch ein ungewöhnlich breites Spektrum von konstruktiven Prinzipien und verwendeten Materialien: Holz- und Stahlrohrgestelle, Formholzsitze, Gurt- oder Korbbespannungen, Korbsessel und -sofas, aber auch frühe Experimente mit Kunststoffschalen. Die Ausstellung mit dem Titel „Der Stuhl des Architekten – Sitzmöbel von Egon Eiermann“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) am Karlsruher Institut für Technologie konzipiert, das den Nachlass von Egon Eiermann verwahrt, und ist bis zum 9. Februar 2018 in Ungers Archiv für Architekturwissenschaft zu sehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Digitalisierung im Bauwesen

Im Rahmen der Leitmesse BauTec thematisert eine Fachkonferenz die digitale Zukunft von Bau- und Planungsprozessen. (Foto: Messe Berlin) Müssen Architekten und Ingenieure künftig robotergerecht planen? Wie wird die Automatisierung auf der Baustelle voranschreiten? Fragen, mit denen sich der Fachkongress „Digitalisierung im Bauwesen – Evolution oder Revolution des Planens und Bauens?“ zum Auftakt der Messe Bautec in Berlin beschäftigt. Auf der Veranstaltung des Bundesbauministeriums am 20. Februar 2018 diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Herausforderungen, die für alle Baubeteiligten mit der voranschreitenden Digitalisierung in den nächsten Jahren verbunden sind. Erfahrungsberichte aus der Praxis von Planungsbüros und Handwerksbetrieben zeigen die Chancen auf, die der Wandel der Planungs- und Bauprozesse bietet. Einblicke in laufende Pilotprojekte sowie aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung komplettieren das Programm. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, eröffnet den halbtägigen Kongress im Palais am Funkturm, der von Tillman Prinz, Geschäftsführer der Bundesarchitektenkammer, moderiert wird. Die Anmeldung ist bis zum 18. Februar 2018 hier erforderlich.

Ideen für die produktive Stadt

Preisträger aus Aschaffenburg: Die „Wohnterrassen Am Schillereck“ im Entwurf von Guobin Shen und Kilian Juraschitz Stadterneuerung im Sinne einer durchmischten Stadt wird in Europa seit Jahrzehnten verfolgt. Der Wettbewerb Europan 14 suchte nach Projekten, die die Nachbarschaft von Gewerbe, Wohnen und Handel um einen weiteren Aspekt ergänzt: die produktive Ökonomie. Das Wettbewerbsthema „Die produktive Stadt“ passt zu dem Kabinettsbeschluss vom November 2016, die Baunutzungsverordnung um die neue Baugebietskategorie „Urbane Gebiete“ zu erweitern. Aus Deutschland schlugen die Städte Aschaffenburg, Hamburg, München-Taufkirchen, Neu-Ulm und Zwickau dazu Standorte mit Entwicklungspotenzial vor. Die länderspezifische Auswahl der Einreichungen durch nationale Jurys richtet sich an alle europäischen Architekten und Fachvertreter anderer Disziplinen unter 40 Jahren und fordert sie auf, ihre Ideen einzureichen. Europaweit beteiligten sich über 1.200 Büros aus 13 Ländern mit ihren Entwürfen an der 14. Ausgabe des alle zwei Jahre ausgelobten Wettbewerbs. Einige gewannen Preise und Anerkennung, andere wurden mit teils schwer einzuschätzenden Realisierungsabsichten angekauft. Am 2. Februar 2018 werden die von der hiesigen Urteilsfindung erkorenen Sieger im Taut-Saal des Deutschen Architektur Zentrums in Berlin ausgezeichnet. Die deutsche Jury vergab in den fünf ausgewählten deutschen Standorten fünf Preise und zwei Anerkennungen sowie elf Ankäufe. Die Preisträger im Überblick: #gallery-1 { margin: auto; } #gallery-1 .gallery-item { float: left; margin-top: 10px; text-align: center; width: 100%; } #gallery-1 img { border: 2px solid #cfcfcf; } #gallery-1 .gallery-caption { margin-left: 0; } /* see gallery_shortcode() in wp-includes/media.php */ Hamburg, „Zwischen den Zeilen“, Entwurf von Janna Hohn und Josh Yates Neu-Ulm, „The Productive Heart of New Ulm“, Entwurf von Leonardo Zuccaro Marchi, Piero Medici, Alice Covatta und Annalisa Romani „The Productive Heart of New Ulm“ Leonardo Zuccaro Marchi, Piero Medici, Alice Covatta und Annalisa Romani Zwickau, „Productive Update“, Entwurf von Stephan Schwarz, Ingrid Sabatier, Ferdinand Schmelzer, Agnès Klöden-Billemont und Lena Flamm Zwickau, „Productive Update“ Stephan Schwarz, Ingrid Sabatier, Ferdinand Schmelzer, Agnès Klöden-Billemont und Lena Flamm Aschaffenburg, „Wohnterrassen Am Schillereck“, Entwurf von Guobin Shen und Kilian Juraschitz Für München-Taufkirchen wurden drei „Ankäufe“ prämiert; es wurde kein Preis vergeben. Alle prämierten Arbeiten sind zur Preisverleihung in einer Ausstellung im DAZ zu sehen. Ausführliche Informationen, Pläne und Schautafel zu Einzelprojekten des Europan-Wettbewerbs 14 finden Sie hier.

Charakterbildung mit Wohnungstypen

Was die Wohnung zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beitragen kann, ergründet eine Ausstellung im Aedes Architekturforum Berlin. Unter dem Titel „Willst du wirklich wohnen wie deine Mutter?“ (bis 18. Januar 2018) zeigt das Wiener Büro PPAG architects seine Ideen für vielfältigeres Wohnen. Im Zentrum der Schau steht das abstrakte 1:1 Modell der Idee von einer elastischen Wohnung. Auf den 54 Quadratmetern zeigen die Gründer Anna Popelka und Georg Poduschka Pläne, Zeichnungen und Filme über geplante und realisierte Gebäude ihres Büros PPAG sowie visionäre Ideen für das künftige Zusammenleben. Der Grundriss der Installation: Rund um einen großen Wohnraum sind acht kleine Zimmer angeordnet. Drei davon sind belegt: Küche, Bad, Abstellraum. Die fünf weiteren können als Erweiterungsnische des Wohnraumes, als eigenständiges Zimmer oder zusammengelegt als größeres Zimmer genutzt werden. Jede Wohnung ist eine Propagandamaschine für eine Lebensweise, postulieren die Ausstellungsmacher – und fragen: Sind wir wirklich so gleich, dass wir uns so gleiche Wohnungen wünschen? Oder sind wir so gleich, weil wir in so gleichen Wohnungen leben? „Willst du wirklich wohnen wie deine Mutter?“ sucht nach neuen Typologien, die modernen Lebensansprüchen genügen, nicht jenen aus der Gründerzeit. Weitere Informationen finden Sie hier.

Architektinnen auf dem Vormarsch

Warum sind die vielen Architektinnen in der Öffentlichkeit kaum sichtbar? Eine Spurensuche in Frankfurt. (Foto: Marina Auder) Seit einigen Jahren studieren europaweit mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen, doch nur wenige Architektinnen machen Karriere. Anlässlich der Ausstellung „Frau Architekt“ im Deutschen Architekturmuseum erörtert ein Symposium Hintergründe dieses Missverhältnisses. Warum sind die vielen Architektinnen in der Öffentlichkeit kaum sichtbar? Deutsche Architektinnen-Netzwerke laden am 3. Februar 2018 zur Diskussion dieser Frage mit Architektinnen, Landschaftsarchitektinnen und Stadtplanerinnen aus sieben europäischen Ländern ein. Es geht um erfolgreiche Publicity-Strategien und die politischen sowie kulturellen Rahmenbedingungen, in denen die internationalen Berufskolleginnen agieren. Ein Get-Together beschließt das halbtägige Symposium, das tags zuvor mit einer gemeinsamen Begehung der Ausstellung eingeleitet wird. Am Sonntag, 4. Februar 2018, bieten die Veranstalterinnen eine Exkursion zu Projekten von Architektinnen in Frankfurt am Main ein. Weitere Informationen zur Veranstaltung mit dem Titel „Yes, we plan!“ finden Sie hier. Mehr über die Ausstellung im DAM ist hier nachzulesen.

Austauschbeziehung mit Südamerika

Die Straße führt nach Iquique, eine Hafenstadt im Norden von Chile. (Foto: Presse) Mit einer multimedialen Präsentation beleuchtet die Ausstellung „Relaciones“ im Dortmunder U die internationalen Beziehungen des Lehrstuhls Baukonstruktion der TU Dortmund und der Fakultät mit der südamerikanischen Architektur und ihren Protagonisten. Neben mehreren Exkursionen nach Südamerika sind es die Gegenbesuche ausländischer Hochschulen und eine jüngst ins Leben gerufene Hochschulkooperation mit der Fakultät für Architektur, Design und Urbanismus in Buenos Aires FADU, die eine Fülle an Ausstellungsinhalten eröffnet, so die Veranstalter. Die durch den Lehrstuhl Baukonstruktion realisierte Ausstellung ist bis zum 7. Januar 2018 auf der Hochschuletage U1 zu sehen. Die Ausstellung präsentiert Werke der Architekten Cristiane Muniz (UNA Arquitetos, Sao Paulo), Tristán Dieguez (Dieguez Fridman Architectos, Buenos Aires), Marcelo und Martín Gualano (gualano+gualano arquitectos, Montevideo) und Max Núñez (Max Núñez Arquitectos, Santiago) und nimmt eine vergleichende Betrachtung innerhalb der Gebäudetypologien Bildung, Sakralbau, Umnutzung, Wohnen, Industriearchitektur und Landschaftsgestaltung vor. Die Organisation der Austauschprogramme und Exkursionen in den südamerikanischen Kulturkreis war Teil der Lehrveranstaltungen von Ansgar und Benedikt Schulz, Professoren am Lehrstuhl Baukonstruktion der TU Dortmund, und wurden von den Studenten in Gruppenarbeit realisiert. Weitere Informationen zum Ausstellungsort finden Sie hier.

Architektur zum Genesen

Eine Ausstellung in der Architekturgalerie München beleuchtet den Einfluss der gebauten Umgebung auf den Genesungsprozess. (Grafik: Architekturgalerie München) Kann Architektur heilen helfen? Die Ausstellung „Healing Architecture“ in der Architekturgalerie München (bis 8. Dezember 2017) erkundet den Zusammenhang von Gesundheit und Architektur. An der Technischen Universität Berlin erforscht Professor Christine Nickl-Weller im Fachbereich „Architecture for Health“ Architektur in Bezug auf die Gesundheit. Welche Auswirkungen hat die gebaute Umgebung auf den Genesungsprozess? Die Einbeziehung der Variable „Gesundheit“ in alle Lebensbereiche stellt den Mittelpunkt von Lehre und Forschung des Fachgebietes dar, so Nickl-Weller. „Healing Architecture“ stehe dabei für den Mut, über Neues nachzudenken, zu erforschen und zu erkunden und damit über konventionelle Vorstellungen von Architektur hinauszugehen. Neben Auszügen aus den Forschungstätigkeiten wird die Ausstellung von ausgewählten Projekten der praktischen Tätigkeit von Nickl-Weller sowie studentischen Arbeiten begleitet. Die Schau, die zuvor bereits im Architekturforum der TU Berlin gastierte, ist mit der Präsentation des Buchs „Healing Architecture 2004-2017“ von Christine Nickl-Weller verbunden. Die Architektin trat 1989 in die Architektengemeinschaft Nickl & Partner in München ein und übernahm 2008 den Vorstandsvorsitz der Aktiengesellschaft. 2004 erfolgte die Berufung an die Technische Universität Berlin, Fachgebiet „Entwerfen von Krankenhäusern und Bauten des Gesundheitswesens“. Weitere Informationen finden Sie hier.

Klimapreis „Blauer Kompass“ ausgelobt

Gebäudebegrünung, Sonnenschutz, Flächenentsiegelung: Mit dem „Blauen Kompass“ werden nachhaltige Projekte ausgezeichnet, die die Folgen des Klimawandels antizipieren. (Foto: Matthias Buehner/adobestock) Das Umweltbundesamt sucht Projekte, die dazu beitragen, den Folgen des Klimawandels in den kommenden Jahrzehnten begegnen zu können. „Anpassungspioniere“ werden mit dem „Blauen Kompass“ ausgezeichnet. Preiswürdig sind lokale und regionale Maßnahmen wie Dachbegrünungen von Bürobauten, die Entsiegelungen von öffentlichen Flächen oder Sonnenschutzkonstruktionen. Die sogenannten Anpassungsprojekte können in den drei Kategorien „Private und kommunale Unternehmen“, „Bildungs- und Forschungseinrichtungen“ und „Vereine, Verbände, Stiftungen“ eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 11. März 2018. Bei der dritten Auflage des Wettbewerbs wird erstmals zudem ein Publikumspreis vergeben. Eine öffentliche Internetabstimmung in der „KomPass-Tatenbank“ entscheidet über den Gewinner. Alle vier Siegerprojekte des „Blauen Kompass“ werden im Juni 2018 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Zu jedem Projekt wird ein Kurzfilm erstellt, den die Gewinner für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Ausführliche Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.