Standpunkt

Die Energiewende braucht Baukultur!

Die Energiewende ist zu wichtig, um sie allein den Energie-Experten zu überlassen. Denn sie hat gravierende Auswirkungen auf die Architektur unserer Städte und Dörfer, auf das Landschaftsbild und den Charakter ganzer Regionen. Das beginnt – oder endet, je nach Standpunkt – bei der bekannten Dämm-Problematik an den Fassaden. Es setzt sich fort mit Photovoltaik und Energiespeichern in oder an Gebäuden. Im ländlichen Raum treten Gebäudekomplexe, die einst als Bauernhöfe zu erkennen waren, inzwischen als multifunktionale Kraftwerke mit Biogastanks, Windrädern und … Weiterlesen

Standpunkt

Neue Regeln für Wettbewerbe

Bereits mit der Einführung der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2008 war eine zügige Evaluierung vereinbart worden, hatte doch die RPW gründlich mit der Vorgängerregelung GRW aufgeräumt. Im Sommer 2011 setzte die Bundesarchitektenkammer eine Projektgruppe ein, an der Vertreter aller Länderkammern beteiligt waren. Ihr wurde schnell klar, dass an der einen oder anderen Stelle nachgebessert werden sollte. Unsere Vorschläge mussten sich messen lassen an den Interessen des Bundes, der Länder, der Kommunen und der Ingenieurkollegen. Dass diese Interessen nicht immer konform … Weiterlesen

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Standpunkt

Nachhaltigkeit – einfach und komplex

Fortschritt, so sagt ein kluger Satz, ist der Weg vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen. Diesen Weg nimmt auch der Fortschritt beim Energiesparen und bei der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Primitiv sind die Lösungen nach dem Motto „Die Masse macht’s“ – einst meterdicke Wände, jetzt dezimeterdicke Dämmschichten, soweit sie ohne Rücksicht auf raumklimatische, ästhetische oder ökonomische Fragen oder ohne Rücksicht auf mehr oder minder kurze Lebenszyklen aufgebracht werden. Im Hinblick auf die Komplexität von Architektur geben diese primitiven Lösungen keinerlei … Weiterlesen

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Querstreber

Die Leere feiern

Stadtplaner, hört auf! Nur wer nichts mehr mit Häusern macht, hat noch Chancen auf den Deutschen Städtebaupreis  Text: Roland Stimpel Vergessen wir Blöcke und Zeilen, Quartiere und Mischung, vergessen wir überhaupt alles, was höher als ein Grashalm aus dem städtischen Boden ragt. Jahrhundertelang haben wir verdichtet und erschlossen, haben Äcker in Parzellen zerhackt und mit unnützem Kram zugemüllt – Wohnhäuser, Gewerbebauten, Schulen und so. Die aktuelle Mode verlangt das Gegenteil: ein leeres Tempelhofer Feld in Berlin zum Beispiel, oder in … Weiterlesen

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Kontroverse

Kulturverdienst und Geldverdienen

Baukultur und Mammon vertragen sich nicht, argumentiert Jörn Köppler. Wer als Architekt Baukultur will, muss unternehmerisch handeln, entgegnet Andreas Becher Der Glanz des Wahren  Text: Jörn Köppler Dass ein Haus viel mehr als ein beliebiges Produkt darstellt und ein Architekt anderes zu tun hat, als dieses mit PR und Verkaufstalent in den Markt einzuspeisen, wäre ein zumindest naheliegender Schluss aus dem Scheitern neoliberalen Denkens mit der Finanzkrise. Doch von einer kritischen Revision der Ökonomisierung des Architekturbegriffs ist weit und breit nichts … Weiterlesen

Standpunkt

Geist und Geld: Kein Widerspruch

Seit Langem laufen die Einkommen von Architekten der Wirtschaftsentwicklung hinterher. Rückstände zu anderen freien Berufen werden immer größer. Die Gehälter der angestellten Mitarbeiter in Architekturbüros sind vergleichsweise niedrig; der Nachwuchs muss sich mit un- oder schlecht bezahlten Praktika durchschlagen. Im öffentlichen Dienst ist durch das Herunterzonen der Dienstposten ebenfalls ein jahrelanger Niedergang zu verzeichnen. In einem Gespräch bei Bundeswirtschaftsminister Dr. Rösler habe ich gemeinsam mit Hans-Ullrich Kammeyer (Bundes-Ingenieurkammer) und Ernst Ebert (Ausschuss für die Honorarordnung e. V.) das existenzielle Interesse … Weiterlesen

Querstreber

High Noon bei Heino

Das echte Leben schreibt die traurigsten Satiren: Die urdeutsche Heimat des Sängers wird zum Factory-Outlet-Center. Text: Immobilien-Zeitung vom 30. August 2012 Die Altstadt des nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel soll sich ins Eifel City Outlet (ECO) verwandeln. Bis vor Kurzem hatte der Ort noch den angestaubten Charme einer dieser Kurstädte, denen die Krankenkasse die Gäste weggestrichen haben. Heute weht der Staub von Umbauarbeiten in allen Ecken der Stadt. Gemeinsam mit seinen Partnern kaufte Robert Cruse Geschäftshäuser. „Von den 12.500 Quadratmetern Handelsfläche befinden … Weiterlesen

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