Wettbewerb

Studenten für Senioren

32 Teams von 18 Hochschulen beteiligten sich am Studentenwettbewerb „Altersgerecht bauen und wohnen – barrierefrei, quartierbezogen, integrativ“, den das Bundes-Familienministerium und die Bundesarchitektenkammer ausgelobt hatten. Sieger wurde eine Arbeit der bayerischen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf für eine Arbeit aus dem Bereich der Stadtplanung mit dem Titel „Gemeinsam altern. Zusammen jung bleiben“ (siehe hier oder Ausgabe 08/2012, Seite 26). Laut Jury schafft die Arbeit „ein vorbildliches differenziertes Wohnangebot, ein bedarfsgerechtes Wohnumfeld für Alt und Jung und Quartiersplätze zur Begegnung der Menschen“.

Unterstützung

Beratung für Flutopfer

Kai Haeder, Inhaber der archima consulting Managementberatung für Architekten & Ingenieure, bietet vom Hochwasser betroffenen Architekten kostenlose Beratung an. „Aus Erfahrung wissen wir, dass viele betroffene Planungsbüros infolge des Hochwassers Probleme bekommen: Arbeitsausfälle, Auftragseinbrüche, Liquiditätsengpässe und mehr. Daher gilt es, schnelle Entscheidungen zu treffen.“ Haeder hat diese Initiative bereits vor elf Jahren direkt nach der Flut in Sachsen und Sachsen-Anhalt ergriffen.               www.archima.de

Erlebniszentrum

Eisberg für die Steinzeit

Hier sieht die Steinzeit aus der Ferne nach Eisberg aus: Bei Helmstedt in Niedersachsen ist das „Erlebniszentrum Schöninger Speere“ oder auch „Paläon“ entstanden – am Fundort der ältesten Jagdwaffen der Menschheit, verwendet vor rund 300.000 Jahren. Nach Mitteilung der Architekten Holzer Kobler (in Zusammenarbeit mit pbr AG aus Braunschweig) „schiebt sich das Paläon aus der horizontalen Topografie heraus und schneidet sich in die Wald- und Weidelandschaft. Die Vektoren des Gebäudes setzen sich als lineare Wege in der Landschaft fort und … Weiterlesen

Ausland

Türkei-Protest

Zu den Wortführern des Protests gegen die Bebauung des Istanbuler Gezi-Parks zählt die türkische Architektenkammer TMMOB; Premierminister Erdogan antwortete mit Beschneidungen ihrer Rechte: Sie soll bei Bauprojekten künftig nichts mehr zu sagen haben. Kollegen aus aller Welt unterstützen jetzt die TMMOB. Für die Bundesarchitektenkammer sicherte Präsident Sigurd Trommer seinem türkischen Kollegen Eyüp Muhcu die Unterstützung im Kampf für „Bürgerbeteiligung, Gestaltungskultur und berufliche Unabhängigkeit“ zu und fordert eine „konstruktive und friedliche Lösung“ für den Konflikt um den Gezi-Park.

Begehbares Modell

Golf spielen mit Mies

1930 entwarf Mies van der Rohe ein Golfclub-Haus in Krefeld, das damals nicht gebaut wurde. Als Erstausführung des 83 Jahre alten Entwurfs ist das Clubhaus jetzt vom belgischen Architekten Paul Robbrecht für einen Sommer errichtet worden. Die Initiatoren teilen mit: „Das Modell ist keine (Re-)Konstruktion, sondern eine Inszenierung zentraler Elemente der Formensprache des Architekten.“ Ein privater Verein ( www.projektmik.com) hat das Ganze geschaffen, gefördert von gleich drei Stiftungen. Für 12 Euro ist die Inszenierung zu besichtigen. Und am 29. September … Weiterlesen

Produkte

Anschlag auf die Konferenzkultur

Redner, die nicht zum Punkt kommen wollen, werden mit dem „Meetingstraffer“ zum Abschuss freigegeben. Der Hersteller des Werbeartikels hat an alles gedacht: „Die Gummibänder sind farblich sortiert und können nach optischen Gesichtspunkten zur jeweils tagesaktuellen Kleidung ausgewählt werden.“ Wenn das keinen Stil hat! Weiterlesen

BKI

Alle Kosten im Blick

Drei neue Fachbücher mit statistischen Kostenkennwerten hat das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) herausgebracht. Das erste mit dem Titel „BKI Baukosten Gebäude 2013“ bietet fundierte Kostendaten zu 74 Gebäudearten vom Altenheim bis zu Verbrauchermärkten sowie rund 10.000 Planungskennwerte für Flächen und Rauminhalte zur Überprüfung wirtschaftlicher Grundrisse. Das 762 Seiten schwere Werk kostet 109 Euro. Das Buch „Baukosten Bauelemente 2013“ erlaubt die sichere Kostenberechnung mit Kennwerten der Bauelemente nach Gebäudearten, der DIN 276, nach Ausführungsarten und Leistungsbereichen. Es hat 758 Seiten und … Weiterlesen

Geschäftsklima

Boom bei Geschoss­wohnungen, Flaute beim Staat

Das Geschäftsklima für Architekturbüros ist in diesem Frühjahr noch besser geworden, ermittelte jetzt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in seiner regelmäßigen Umfrage. Es ist so gut wie zu Beginn der Neunzigerjahre, der Zeit des Wiedervereinigungsbooms. 43 Prozent der Befragten bezeichnen ihre Lage als „gut“, nur rund 14 Prozent als „schlecht“. Für die nächsten sechs Monate erwarten 17 Prozent sogar ein noch besseres Geschäft, nur zehn Prozent ein schlechteres. 57 Prozent konnten im ersten Quartal 2013 neue Verträge abschließen; allerdings im … Weiterlesen

Metrostation

Umsteigen und bewundern

Wenn Zaha Hadid eine Bahnstation in Riad plant, dann sieht diese in erster Linie nach Hadid aus, in zweiter auch nach Saudi-Arabien und Bahnhof. In Riad hat sie die „King Abdullah Financial District Metro Station“ entworfen. So lang der Stationsname, so wichtig ist die Funktion als siebengeschossiger Knotenpunkt von drei Linien. Gestaltung und Fassadenmuster sind, wie es im „Baunetz“ heißt, „aus Diagrammen der saudi-arabischen Datenverkehrsanalyse generiert“. Eine lange Bauzeit soll es nicht geben: König Abdullah hat befohlen, dass die nach … Weiterlesen

Köhlbrandbrücke

Neu bauen und bewahren

Die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen ist ein ­ästhetisches Meisterwerk, an dem sich trotz des technisch maroden Zustands die Entwerfer anderer Brücken orientieren. Für ein drei Kilometer weiter südlich geplantes Bauwerk der A 26 gab es jetzt einen Wett­bewerb, den die Ingenieurbüros Schlaich Bergermann und Partner sowie WTM gemeinsam mit dem Kopenhagener Architekturbüro Dissing Weitling gewonnen haben. Ihre neue Brücke mit zwei 130 Meter hohen Pylonen erinnert optisch an die Köhlbrandbrücke, die vom ­Ingenieur Paul Boué und dem Architekten Egon Jux … Weiterlesen

Bahnhof von Rorschach

Absteigen und genießen

Vorn der Bodensee, hinten die Alpen, unten Gleise und Züge: Am Bahnhof von Rorschach gibt es viel zu gucken. Der Architekt Alex Buob aus dem nahen Rorschacherberg hat den Weg zwischen der Station und dem 25 Meter höher gelegenen Wohngebiet zum Genuss-Erlebnis mit dem naheliegenden Namen „AufZug“ gemacht. Brücke, Treppen und Fahrstuhl bieten wechselnde Blicke auf den Landschaftsraum; das Bauwerk selbst präsentiert sich als recht eigenwillige, oben sanft geschwungene Betonskulptur. Schade ist nur: Wer unten angekommen ist, muss zu den … Weiterlesen

Helfer in der Büronot

Berater für Flutopfer

Kai Haeder, Inhaber der archima consulting Managementberatung für Architekten & Ingenieure, bietet Architekten, die vom Hochwasser betroffen sind, kostenlose Beratungen zu Fragen der Büroführung in Krisensituationen an. Weiterlesen

Umfrage

Boom bei Geschosswohnungen, Flaute beim Staat

In einer Umfrage des ifo Institut für Wirtschaftsforschung bezeichnen 43 Prozent der befragten Architekturbüros ihre Situation als „gut“, nur rund 14 Prozent als „schlecht“. Die aktuelle Auftragslage erinnert an die Zeit des Wiedervereinigungsbooms zu Beginn der neunziger Jahre. Erstmals hat auch die Nachfrage in Ostdeutschland deutlich angezogen. Weiterlesen

Namen und Nachrichten

Mies-Movie

„Haus Tugendhat“ heißt der fast zweistündige Dokumentarfilm des Regisseurs Dieter Reifarth, der Ende Mai in etliche Programmkinos gekommen ist. Laut Werbung „verwebt der Film Gespräche mit Familienmitgliedern, einstigen Benutzern des Hauses, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biografie eines Bauwerks“.

Namen und Nachrichten

Museum für Architekturzeichnungen

Ein privates Museum für Zeichnungen eröffnet in diesen Tagen in Berlin. Die Stiftung des Architekten Sergej Tchoban ist Bauherrin; sein Büro SPEECH Tchoban & Kuznetsov hat es geplant. Zur Eröffnung sind Zeichnungen von Giovanni Battista Piranesi aus dem Londoner Sir John Soane’s Museum zu sehen. Die Tchoban-Stiftung hat bisher in Häusern Dritter ausgestellt und die Zeichenausbildung junger Architekten gefördert. Das eigene Haus soll nun im doppelten Sinn zeichenhaft wirken, wie die Bauherrin beschreibt: „Die Silhouette des Gebäudes ähnelt einem losen … Weiterlesen

Namen und Nachrichten

Baugesetzbuch: Wendung ins Innere

Eine große Ein-Punkt-Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP hat im Bundestag die Novelle des Baugesetzbuchs beschlossen. Sie sieht vor, dass städtebauliche Entwicklungen vorrangig im Inneren von Orten stattfinden sollen; die Umnutzung von Agrar- und Waldflächen muss künftig besonders begründet werden. Hinzu kommen Einzelregeln: Die Kommunen können ihr Vorkaufsrecht leichter ausüben. In reinen Wohngebieten sind Kindertagesstätten zulässig; die Ansiedlung von „Vergnügungsstätten“ wird präzisiert. Im Außenbereich haben die Kommunen mehr Einfluss auf die Ansiedlung großer Tierhaltungsbetriebe. Diese dürfen nur noch auf Basis … Weiterlesen

Namen und Nachrichten

Graue Verfahren boykottieren

Sollen Architekten Vergaben und Wettbewerbe boykottieren, die nicht den Maßstäben der Kammern entsprechen? Einige in Sachen Wettbewerbe besonders engagierte Kollegen tun es: In ihren Kammern verweigern sich die Mitglieder der Wettbewerbs- und Vergabe-Ausschüsse sowie die Vorstände grundsätzlich sogenannten grauen Verfahren, die nicht fair abgewickelt werden und in denen es keine Auftragsversprechen gibt. Denn solche Verfahren  schaden aus Sicht der Experten dem Wettbewerbswesen mehr, als sie ihm nützen.

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