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Ökologische Dämmung: Holzfaser, Zellulose, Stroh und Co.

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bieten nicht nur eine umweltschonende Alternative zu den konventionellen Materialien, sondern ihre bauphysikalischen Eigenschaften stehen vor allem für mängelfreie und dauerhafte Konstruktionen

29.10.20209 Min. 2 Kommentar schreiben

Dieser Beitrag ist unter dem Titel „Holzfaser, Hanf, Seegras und Co.“ im Deutschen Architektenblatt 11.2020 erschienen. 

Von Christian Kaiser

Energieeffizientes Bauen beinhaltet nicht nur die Einsparung von Energiekosten, sondern auch einen bewussten und ressourcenschonenden Umgang mit Materialien. Bei der Auswahl der geeigneten Dämmstoffe sehen sich Planer und Bauherren einem immer größeren Angebot gegenüber und suchen Argumente, um ihre Wahl zu begründen. Im Winter dämmen fast alle Dämmstoffe ähnlich gut. Nur, welche zusätzlichen Eigenschaften bringen die Materialien mit und wie ökologisch ist ihr Einsatz?

Der größte Anteil an verbauten Dämmstoffen entfällt seit Jahren auf Mineralwolle mit 55 Prozent und EPS mit 32 Prozent. Einschließlich weiterer Sonderanwendungen, wie Flachdach- und Perimeterdämmungen aus XPS und PUR/PIR, stammen insgesamt rund 95 Prozent der verbauten Dämmungen aus synthetisch gewonnenen und/oder verarbeiteten Materialien. Naturdämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verharren dagegen bei etwa fünf Prozent, wobei der größte Teil auf Holzfaser- und Zellulosedämmungen entfällt. Vermutlich wäre es nicht möglich, den gesamten Bedarf ausschließlich mit Naturdämmstoffen abzudecken. Dennoch stellt sich die Frage, ob ein verstärkter Einsatz hinsichtlich ihrer ökologischen und bautechnischen Vorteile sinnvoller wäre.

Seegrasfasern aus Neptunbällen
Seegrasfasern werden aus „Neptunbällen“ ­gewonnen, die an vielen Mittelmeerstränden vorkommen.

2 Gedanken zu „Ökologische Dämmung: Holzfaser, Zellulose, Stroh und Co.

  1. Ja das Thema ist wichtig und ja wir sollten unbedingt dahin kommen, ressourcenschonend zu bauen. Deshalb habe ich den Artikel gelesen, bin aber nicht wirklich schlauer geworden.
    Es müßten stichhaltigere Argumente gebracht werden, um aus der Nische zu kommen und Dinge wie Kostenfaktor und konkrete Dämmfähigkeit berücksichtigt werden, die hier nicht einmal erwähnt sind.
    Ansonsten ist es einfach Schönfärberei mit Liebhaberobjekten und der Sache nicht dienlich.

    Antworten
  2. 22-06-2023
    viele Hinweise bestätige ich aus vielen Jahrzehnten Erfahrung.
    Aber das Thema Brandverhalten greift zu kurz.
    Brandverhalten = normgerecht = okologisch = ?
    Als ich einen Brandschaden auf einen Balkon mit Isokorb-Anschluss aus statischer Sicht bewerten sollte, war nur noch eine Probelastung in der Lage, die massive Bauweise vor dem Abriß zu schützen.
    Warum wird der Gedanke Brandschaden völlig vernachlässigt ?
    Die Feuerwehr bietet Einblick in die Häufigkeit und das Ausmaß von Brandschäden.
    Ist der Gedanke von Nachhaltigkeit für das „abgebrannte“ Gebäude noch vermittelbar ?
    Ist unser Leben derzeit nur noch von der Feuerversicherung und Rechtschutzversicherung geprägt ?
    Ist das nachhaltig und ökologisch ?
    Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft ?
    Was ist heute Verantwortung ?

    Gruß aus Husum
    Horst Hilke

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