Der Klimapavillon Schwerte ist ein Testfall für das Prinzip des Gebäudetyps E: Der unbeheizte Hauptraum arbeitet ausschließlich mit passiven Klimastrategien, die Fassade besteht aus Kalamitätsholz. Ein Bau, der Suffizienz nicht als Verzicht versteht, sondern als Entwurfsprinzip.
„Das Material ist zuerst da, und daraus entwickelt sich der Entwurf.“
Zirkuläres Bauen ist keine rein technische Aufgabe. Damit sich neue Bauweisen und Materialien durchsetzen, müssen sie nicht nur funktionieren, sondern auch gestalterisch überzeugen. Genau hier setzt die Lehre an.
Petra Riegler-Floors ist Architektin und Professorin für Zirkuläres Bauen, Konstruktion und Material an der Hochschule Trier. Im Interview spricht sie über veränderte Curricula, materialgeleitetes Entwerfen und darüber, wie sich zirkuläres Bauen in Lehre und Hochschulalltag verankern lässt.
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG): Was Architekturbüros wissen müssen
Am 28. Juni 2025 ist in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft getreten. Es setzt die europäische Richtlinie (EU) 2019/882 (European Accessibility Act) in deutsches Recht um und erweitert die bestehenden Vorgaben zur Barrierefreiheit insbesondere im digitalen Bereich.
Bei einem Verwaltungsgebäude in Tirschenreuth kombinierten Brückner & Brückner Architekten Holz-Lehm-Massivdecken mit einer monolithischen Ziegelbauweise. Der kleine Bau basiert auf einem Lowtech-Konzept und liefert ein weiteres Beispiel, wie einfaches Bauen aussehen kann.
„Architektur entsteht im Aushandeln, sie ist immer auch demokratische Praxis.“
„The Unknown Path“ nennt Margit Sichrovsky ihr Plädoyer für eine andere Architekturlehre. Sie lehrt klimagerechtes Entwerfen an der Hochschule für Technik Stuttgart und fordert: mehr Materialverständnis, mehr Eigeninitiative, mehr Mut zur Unsicherheit.
„Sichtbare Materialien sind zirkuläre Top-Performer“
Kreislaufwirtschaft funktioniert nicht nach einem universellen Muster. Jedes Material folgt eigenen physikalischen, wirtschaftlichen und logistischen Gesetzmäßigkeiten. Weshalb materialspezifische Ansätze der Schlüssel für funktionierende Kreislaufstrategien und Grundlage für neue Geschäftsmodelle sind, erklärt Dr. Linda Hildebrand im Interview.
Urban Mining, das ist der inzwischen international geläufige Begriff für die Gewinnung von Baustoffen und -teilen aus dem Bestand. Bei dessen Abriss oder Umbau wird das Material digital erfasst und in Datenbanken zur Wiederverwendung angeboten – ein Markt mit Zukunft.