Atmosphärisch und urban: Die aufeinander abgestimmten Fenster- und Wandfarben der Putzfassade sorgen für ein stimmiges Erscheinungsbild entlang der Dechant-Ibach-Straße in Königswinter – einem Baugebiet, das überwiegend von denkmalgeschützten Stadtvillen, Einfamilienhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern geprägt ist.
MARKUS STEUR FOTOGRAFIE
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) reagiert mit ihrem Wohnungsneubau-Programm auf den angespannten Wohnungsmarkt in Deutschland und konzentriert sich dabei auf Städte und Gemeinden mit hoher Nachfrage und verfügbaren Bundesgrundstücken. Ein Partner für die BImA ist mit mehreren realisierten sowie projektierten Bauvorhaben das Unternehmen ALHO. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und modernen Produktionsmethoden tragen die Modulbauspezialisten dazu bei, dass Bauprojekte, wie auch das in Königswinter, immer schneller, effizienter und kostensicherer umgesetzt werden.

Innenansicht: Alle 19 Wohnungen sind hell und schön geschnitten.
MARKUS STEUR FOTOGRAFIE
Henrik Stake leitet innerhalb der BImA eine Bauabteilung, die zeitgleich mehrere Wohnbau-Projekte betreut und auch für das Wohnprojekt in Königswinter verantwortlich war. Er freut sich darüber, dass die beiden Punkthäuser in nur elf Monaten geplant, realisiert und pünktlich an die BImA übergeben werden konnten.
GdW-Rahmenvereinbarung: Solide Grundlage für zukunftsfähiges Bauen
„Das Grundstück in Königswinter war zuvor mit einem Wohngebäude aus den 1950er-Jahren bebaut. Hierbei handelte es sich jedoch nur um ein 4-Parteien-Wohngebäude, sodass das Grundstück aus heutiger Sicht deutlich untergenutzt war. Nach unserer Prüfung stellte sich heraus, dass sich das Baufeld gut für die modulare Wohnraumverdichtung eignen würde. Deshalb haben wir ein Vergabeverfahren auf Grundlage der ‚Rahmenvereinbarung 1.0‘ des GdW-Bundesverbandes durchgeführt“, beschreibt Henrik Stake den erfolgreichen Weg zur Projekt-Umsetzung.

Warm und wohnlich: Alle Wohnungen verfügen über eine komfortable Fußbodenheizung.
MARKUS STEUR FOTOGRAFIE
Die Bauflächen und Bauhöhen auf dem Grundstück in Königswinter waren damit Vorgaben, die alle Bieter einhalten mussten. Auch der Bau einer Tiefgarage und die beiden Staffelgeschosse „on top“ waren bereits vorgeschrieben. „ALHO hat letztendlich das beste Angebot abgegeben: Bewertet wurden aber nicht nur der Preis, sondern vor allem technische und ökologische Kriterien, sowie städtebauliche und architektonische Aspekte“, stellt Henrik Stake klar. Der aus der ersten GdW-Rahmenvereinbarung stammende Systementwurf, den das Modulbauunternehmen 2018 gemeinsam mit dem damaligen Planungspartner Koschany + Zimmer Architekten KZA aus Essen erarbeitete hatte, wurde an die spezifischen Gegebenheiten angepasst. „Dabei wurden alle unsere Anforderungen sehr präzise und gekonnt umgesetzt, sodass am wesentlichen Bebauungskonzept im Laufe der Planung und Realisierung nichts Wesentliches mehr hat verändert werden müssen“, bestätigt Henrik Stake.

Praktisch: Die Wohnungen sind nicht nur hell und weitläufig, sondern verfügen auch über viel praktischen Stauraum:
MARKUS STEUR FOTOGRAFIE
Das Bauprojekt besteht aus zwei Punkthäusern mit insgesamt 19 familiengerechten Wohneinheiten. „Die Entscheidung, ausschließlich Drei-Zimmer-Wohnungen zu konzipieren, orientiert sich an dem bestehenden Bedarf in Königswinter und spricht insbesondere Familien in der Familiengründungsphase an“, erklärt Henrik Stake. Insgesamt ist er sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Gebäude fügen sich optisch sehr schön in die Umgebung ein. Auch die aufeinander abgestimmten Fenster- und Wandfarben der Putzfassade gefallen. Das filigrane Hängesystem für die Balkone sorgt für eine sehr ästhetische Optik.“
Nachhaltig Bauen für Mensch und Umwelt
Die serielle Bauweise ermöglicht nicht nur kurze Bauzeiten auf sauberen, lärmreduzierten Baustellen, sondern liefert nachhaltige Architektur-Lösungen mit Vorbildcharakter – etwa durch den konsequenten Einsatz CO₂-reduzierter Materialien, die Integration energieeffizienter Technologien in flexible und barrierefreie Gebäudekonzepte mit auf Wunsch begrünten Fassaden und Dächern.
Es sind Kriterien wie diese, die beim Bau neuer Gebäude wichtig sind, um Akzeptanz zu gewinnen – vor allem in gewachsenen Wohngebieten. Das zeigte sich auch in Königswinter. Denn auch hier ging es nicht ganz ohne Hürden: „Die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten spielten eine entscheidende Rolle“, bestätigt Henrik Stake. „Da das Baugebiet überwiegend von denkmalgeschützten Stadtvillen, Einfamilienhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern geprägt ist, befürchteten einige Anwohner, dass die neuen Häuser aufgrund ihrer Höhe nicht gut in das Wohnumfeld passen würden. Doch die Flexibilität der Modulbauweise mit der Möglichkeit, zurückgesetzte Staffelgeschosse einfach aufsetzen zu können, half schließlich dabei, anfängliche Bedenken zu zerstreuen.“

Weiße Wände, schwarze Geländer: Ein Blick ins lichtdurchflutete Treppenhaus.
MARKUS STEUR FOTOGRAFIE
So fügen sich die kompakten Punkthäuser gut in die Umgebung ein, schaffen mit begrünten Dächer einen Ausgleich zum neu versiegelten Baugrund und sorgen für Biodiversität. Und die Photovoltaikanlagen erzeugen die benötigte Energie im Zusammenspiel mit den Luft-Wasser-Wärmepumpen regenerativ. In den Außenanlagen wurden viele Bäume und Sträucher gepflanzt, um die Lebensqualität zu erhöhen und ein naturnahes, grünes Ambiente zu schaffen. Mit einem Kinderspielplatz als Treffpunkt für Jung und Alt überzeugt das Projekt auch hinsichtlich sozialer Gesichtspunkte.
„Wir sind stolz auf das, was wir hier realisiert haben“, resümiert Henrik Stake. „Die Zusammenarbeit mit ALHO war vertrauensvoll und partnerschaftlich und immer von dem gemeinsamen Ziel geprägt, ansprechende Wohngebäude zu schaffen, die von den künftigen Bewohnern und der Nachbarschaft angenommen werden. Und genau darauf kommt es letztendlich an.“